Köln - Am Tag der deutschen Einheit finden in der 2. Bundesliga drei heiße Duelle statt. Besonders das Aufeinandertreffen des zuletzt hoch geschlagenen VfL Bochum und des wiedererstarkten 1. FC Nürnberg verspricht große Spannung.

Die beiden Trainer Peter Neururer und Valerien Ismael sind sich einig darin, dass das Spiel für beide Mannschaften eine Herausforderung wird. "Das ist, wie schon gegen Düsseldorf, erneut gefühlte Bundesliga", sagte Neururer auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. Sein Nürnberger Trainerkollege zeigt Respekt vor den Bochumern. "Wir erwarten ein schweres Auswärtsspiel. Bochum ist gut in die Saison gestartet und hat dementsprechend viel Selbstvertrauen. Deshalb müssen wir sehr konzentriert sein", sagte Valerien Ismael.

Jan Polak kehrt zurück

Der FCN-Coach kann in Bochum wieder auf den zuletzt gesperrten Jan Polak zurückgreifen. Der Kapitän musste beim umkämpften 3:2-Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern noch eine Sperre wegen einer Gelb-Roten Karte absitzen. "Eine Änderung im Kader wird es aufgrund der Rückkehr von Jan Polak in jedem Fall geben", kündigt Ismael den Einsatz des defensiven Mittelfeldspielers an. Damit kann der Franzose aus dem Vollen schöpfen. "Außer Timo Gebhart und Danny Blum stehen alle Spieler zur Verfügung."

Peter Neururer kann mit Torhüter Andreas Luthe ebenfalls einen Rückkehrer begrüßen. Der Keeper hatte zuletzt wegen Problemen an den Lendenwirbeln pausiert. Die heftige 0:5-Niederlage gegen den FC Heidenheim will Neururer nicht überbewerten. "Die Niederlage in Heidenheim tat natürlich weh. Es war ein Ausrutscher, mehr aber auch nicht. Wir haben dort gerechterweise verloren, mehr ist aber auch nicht passiert."

Terodde ist vor Nürnberg gewarnt

Bochums Top-Stürmer Simon Terodde gibt deutlich zu verstehen, was der VfL am Freitagabend erreichen möchte. "Wir wollen dieses Spiel gewinnen, so viel ist klar." Aber auch er verweist auf das Potenzial des Clubs: "Wir wissen aber auch, dass es ein hartes Stück Arbeit wird, denn der 1. FCN verfügt als Bundesliga-Absteiger über deutlich mehr finanzielle Mittel als der VfL. Entsprechend sieht die Nürnberger Mannschaft aus, die über eine hohe individuelle Klasse verfügt."

Vier der fünf Bochumer Heimspiele in dieser Saison endeten 1:1. Der 1. FC Nürnberg hat noch kein Spiel in dieser Spielzeit mit diesem Ergebnis beendet und auch dem VfL wäre es sicher lieber, wenn ein Sieg gegen den FCN herausspringt. Wie sich die beiden Mannschaften schlagen, können sie ab 18.15 Uhr in unserem Liveticker verfolgen.

SpVgg. Greuther Fürth - FC Erzgebirge Aue

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Aues Trainer Tommy Stipic freut sich auf das Spiel in Fürth. "Es ging in der Vergangenheit immer hin und her, immer Schlag auf Schlag. Das waren sehr attraktive Spiele", so der Veilchen-Coach. Über die Rollenverteilung sagt Stipic: "Greuther Fürth ist natürlich im eigenen Stadion Favorit. Aber genau das ist unsere Chance. Wir wollen ohne Niederlage aus Fürth zurückkehren."

Frank Kramer, sein Pendant auf Fürther Seite hat einige Personalsorgen, setzt aber auf eine besondere Motivation durch die Kirchweih-Feierlichkeiten in Fürth. Von Aue erwartet er, dass sie "sehr hartnäckig verteidigen, aber auch gut umschalten und mit ihren beweglichen Spielern gefährlich sind." Die Aufgabe für die eigene Mannschaft ist klar. "Wir wollen von der ersten Minute an unser Spiel machen und von Anfang an alles geben um den Eindruck von 1860 München vergessen machen. Wir wollen mit einem positiven Ergebnis in die Kirchweih starten."

Das Spiel zwischen Greuther Fürth und dem FC Erzgebirge Aue können sie ab 18.15 Uhr im bundesliga.de-Liveticker verfolgen.

VfR Aalen - TSV 1860 München

Der eben angeprochene TSV 1860 München will im Spiel beim VfR Aalen (ab 18.15 Uhr im Liveticker) natürlich an die gute Leistung gegen Fürth anknüpfen. "Die Mannschaft hat es gegen Fürth gut gemacht", sagt Cheftrainer Markus von Ahlen. In der Scholz-Arena rechnet er trotzdem mit einem schweren Spiel. "Es wird kein leichtes Auswärtsspiel", sagte er vor der Partie. "Wir erwarten einen eingespielten Gegner mit einem sehr intelligenten Trainer. Wir müssen Leidenschaft, Laufbereitschaft und taktische Disziplin auf den Platz bringen, wenn wir dort bestehen wollen."

Der VfR Aalen setzt voll auf die kämpferische Geschlossenheit seiner Mannschaft. "Wir werden am Freitag eine Mannschaft stellen, die Vollgas geben wird", sagt VfR-Coach Stefan Ruthenbeck. "Ich kann kein 3:0 garantieren, aber ich kann garantieren, dass da eine Mannschaft ist, die kämpfen und beißen wird." Ruthenbeck fehlen mit Dominick Drexler (Rot-Sperre), Michael Klauß und Leandro Grech (beide Muskelfaserrisse) drei Leistungsträger. Dennoch sollen die drei Punkte auf der Ost-Alb bleiben.