München - Vorweihnachtliche Spannung am vierten Advent: Der SC Paderborn will beim TSV 1860 München die Trendwende schaffen. Im Kellerduell messen sich Osnabrück und Ingolstadt. Und in der dritten Begegnung bekommt es Rot-Weiß Oberhausen zuhause mit Energie Cottbus zu tun (alle Sonntagspartien live ab 13:15 Uhr im Live-Ticker).

TSV 1860 München - SC Paderborn

1860-Coach Reiner Maurer sieht sein Team vor dem letzten Pflichtspiel des Jahres gegen Paderborn in einer guten Ausgangsposition. "Mit einem Sieg wären wir wieder richtig vorne dabei, weil Duisburg gegen Bochum und Augsburg gegen Hertha BSC spielt", so der Trainer:

Nur eines der letzten 13 Spiele in der 2. Bundesliga hat das Team von Reiner Maurer verloren. "Mit einem Sieg hätten wir inklusive der beiden abgezogenen Zähler 30 Punkte geholt. Das wäre das beste Vorrundenergebnis seit dem Bundesliga-Abstieg 2004", rechnet Maurer vor.

Verzichten muss der Übungsleiter auf Alexander Ludwig, der wegen seiner fünften Gelben Karte fehlt und auf Stefan Aigner, der aufgrund von Sprunggelenksproblemen erneut pausieren muss. Dazu ist der Einsatz von Stefan Buck fraglich (Adduktorenprobleme). Den Ausfall von Ludwig könnte sowohl Moritz Leitner als auch Florin Lovin kompensieren. Der Vorteil beim jungen Leitner wäre zwar, dass er taktisch Ludwig 1:1 ersetzen könnte, trotzdem scheint Maurer den Rumänen Lovin leicht zu favorisieren. "Er hat zuletzt aufgrund des Systems nicht gespielt. Nun wäre die Möglichkeit gegeben, ihn wieder zu bringen."

Gute Chancen für Brandy

Für die Gäste aus Paderborn geht es nach vier Partien ohne Sieg um die Trendwende. Stabil stehen, schnell umschalten und seine Möglichkeiten verwerten, das soll für den SCP das probate Mittel sein, auch in München Zählbares mitzunehmen. "Wir haben zuletzt gegen Osnabrück und Ingolstadt gezeigt, dass wir die Qualität haben, auswärts zu bestehen und wichtige Punkte einzufahren", ist Andre Schubert zuversichtlich.

Der Cheftrainer kann personell aus dem Vollen schöpfen. Lediglich die beiden Verletzten Daniel Brückner (Sprunggelenk) und Kapitän Markus Krösche (Knie) fehlen. Gute Karten für einen erneuten Platz in der Startelf hat Stürmer Sören Brandy. Mit einer ansprechenden Leistung könne sich die Mannschaft selbst belohnen: Mit Auswärtspunkten und einer drei Tage längeren Winterpause.




VfL Osnabrück - FC Ingolstadt

Im Duell der direkten Tabellennachbarn messen sich Osnabrück und Ingolstadt. Die Tabellenkonstellation birgt bei dieser Begegnung besondere Brisanz: Bei einem Sieg mit mehr als einem Tor Unterschied könnte der FCI 04 am Rivalen vorbeirücken und auf Relegationsplatz 16 überwintern.

Der gastgebende VfL Osnabrück konnte nur eines seiner letzten sieben Spiele für sich entscheiden, die Schanzer holten aus den letzten vier Spielen acht Punkte. FCI 04-Cheftrainer Benno Möhlmann erwartet einen harten Fight: "Gegen direkte Konkurrenten müssen wir mit einer großen kämpferischen Leistung gewinnen. Wir müssen den Kampf der uns erwartet nicht nur annehmen, sondern noch härter kämpfen." Möhlmann bangt um den Einsatz von Andreas Buchner und Marvin Matip (beide muskuläre Probleme), ebenfalls angeschlagen ist Sebastian Zielinsky.

Auf Seiten des VfL Osnabrück muss Trainer Karsten Baumann auf den gelb-rot-gesperrten Matthias Heidrich und den rot-gesperrten Tobias Nickenig verzichten. VfL-Mittelfeldspieler Niels Hansen ist zuversichtlich, dass gegen die Schanzer der Erfolg zurückkommt. "Die Gruppe funktioniert, wir haben trotz der Niederlage in Bochum eine gute Stimmung im Team. Das Spiel hat uns selbstbewusster gemacht", sagte der 27-Jährige der "Neuen Osnabrücker Zeitung".




Rot-Weiß Oberhausen - Energie Cottbus

RWO-Trainer Hans-Günter Bruns setzt gegen den FC Energie auf die Kompaktheit, die den "Kleeblättern" das torlose Remis bei der SpVgg. Greuther Fürth in der Vorwoche beschert hatte.

"Aber wir werden nicht so defensiv wie in Fürth auftreten", kündigte Bruns an. Verzichten muss der Fußballlehrer weiterhin auf die verletzten Dimitrios Pappas, Heinrich Schmidtgal, Daniel Gordon, Dominik Borutzki, den gesperrten Mike Terranova sowie auf den entkräfteten Felix Luz. Gegen den FC Energie hat sich der Coach viel vorgenommen: "Wir haben die Chance, mit einem Sieg auf 21 Punkte zu kommen, das wäre dann eine Ausbeute, mit der man auf Grund unserer personellen Sorgen zufrieden sein muss."

Energie-Trainer Pele Wollitz erwartet nicht nur wegen der Witterungsverhältnisse ein Kampfspiel. "Natürlich werden wir kämpferisch voll gefordert. Aber das ist ohnehin immer die Basis", so der Coach. Daniel Adlung und Rok Kronaveter fehlen dem Übungsleiter weiterhin verletzt, Roger ist wegen der fünften Gelben Karte gesperrt und hinter dem Einsatz von Daniel Ziebig, Takahito Soma und Adam Straith steht noch ein Fragezeichen. So kehren im Vergleich zum Heimspiel gegen den Union Berlin Marc Andre Kruska und Alexander Bittroff nach abgesessenen Sperren zurück.