München - Im direkten Duell kämpfen Greuther Fürth und Energie Cottbus am Samstag (ab 12:45 Uhr im Live-Ticker) um den Anschluss an die Tabellenspitze.

Vier Punkte fehlten Fürth vor dem Spieltag auf den Relegationsplatz, bei den Cottbusern waren es sogar sechs Zähler. Die beiden Clubs sind also fast schon zum Siegen verdammt, wenn sie weiter im Aufstiegskampf mitmischen wollen. Im der zweiten Partie wollen Aachen und der FSV Frankfurt ihre Position im Tabellenmittelfeld weiter festigen.

SpVgg Greuther Fürth - FC Energie Cottbus

Die Partie verspricht Spannung und fußballerische Klasse. Sowohl die Fürther als auch der FC Energie stehen für offensiven Kombinationsfußball. Es ist ein Duell der Tabellennachbarn, denn die Franken haben als Tabellensechster nur einen Zähler Vorsprung vor dem derzeitigen Siebten FCE. Doch beide Teams sind nach der Winterpause noch nicht ins Rollen gekommen. Während Energie mit vier Punkten aus vier Spielen in die Rückrunde gestartet ist und 2011 noch auf den ersten Auswärtszähler wartet, konnten auch die "Kleeblätter" trotz ungeschlagener Serie nur eines der vier bisherigen Partien im neuen Kalenderjahr gewinnen.

"Wir sind ein bisschen fahrig im Moment", meinte deshalb auch Cottbuss-Trainer Claus-Dieter Wollitz. "Uns fehlt die Konstanz über 90 Minuten." Das soll sich gegen Fürth ändern, doch Energie geht personell angeschlagen in die Partie. Roger, Emil Jula und auch Marc Kruska sind nicht hundertprozentig fit, werden aber wohl auf die Zähne beißen. Nils Miatke und Clemens Fandrich fallen aus, Daniel Ziebig ist gesperrt.

Fürth will Leidenschaft zeigen

Während die SpVgg von Trainer Mike Büskens mit nur 17 Gegentreffern die stärkste Defensive der 2. Bundesliga stellt, zeigt sich Cottbus mit 41 Toren als die torgefährlichste Mannschaft. "Cottbus hat vorne mit Petersen und seinem kongenialen Partner Jula seine Qualitäten, ist aber hinten verwundbar, das müssen wir nutzen", sagte Büskens.

Und trotz anhaltender Verletzungsmisere bleibt der Fürther Fußball-Lehrer zuversichtlich. Auch der jüngste Rückschlag - Kim Falkenberg hat sich im Training am Fuß verletzt und steht nicht zur Verfügung - wirft Büskens nicht um: "Irgendjemand prüft uns gerade, diese Prüfung müssen wir annehmen. Wir werden alles in die Waagschale werfen und eine leidenschaftliche Leistung zeigen." Stephan Fürstner kehrt nach abgeklungener Wadenverletzung wohl wieder auf seine angestammte Position im Mittefeld zurück. Nicht zur Verfügung stehen Max Grün, Kingsley Onuegbu, Christopher Nöthe, Stephan Schröck und Asen Karaslavov.




Alemannia Aachen - FSV Frankfurt

"Formidabel" nennt Peter Hyballa das Gesehene in der bisherigen Trainingswoche. Als erfahrener Trainer wird der Alemannia-Coach bei so viel Qualität auf dem Übungsfeld schon wieder misstrauisch: "Vom Training in dieser Woche war ich fast begeistert, das ist gefährlich als Trainer. Es läuft fast schon zu gut."

Konzentriert, fit und spielfreudig präsentierte sich der Kader in den Einheiten bis einschließlich Donnerstag, als ein Elf gegen Elf auf dem Programm stand. Ganz neue Möglichkeiten für den Trainer, die durch die vielen genesenen Spieler ermöglicht wurden. Thomas Zdebel ("Er wird im Kader sein") trainierte ebenso wie Thorsten Burkhardt mit der Mannschaft. Und am Donnerstag brachte Seyi Olajengbesi nach langer Verletzung die erste komplette Einheit hinter sich. Da Thomas Stehle wegen eines Muskelfaserrisses weiter fehlt, könnte Olajengbesi schon wieder ein Platz auf der Bank winken - exakt eine halbe Saison nach seinem letzten Einsatz beim Hinspiel in Frankfurt.

Es sieht also alles ganz gut aus rund um den Tivoli, passend zum Frühlingswetter. Entsprechend optimistisch ist der Coach: "Wenn wir das transportieren können, bin ich frohen Mutes, dass wir die drei Punkte behalten werden", sagt Hyballa.

"Stück für Stück in die alte Spur zurückfinden"

FSV-Cheftrainer Hans-Jürgen Boysen verfolgt in Aachen das Ziel, "tabellarisch wie vom Leistungsvermögen Stück für Stück in die alte Spur zurück zu finden. Die Null gegen Fürth zu halten, war der wichtigste Ansatz nach den zwei Niederlagen zuvor. Mit mehr Kreativität als in der letzten Begegnung werden wir auch zeitnah das Tor treffen."

Personell plagen Boysen einige Sorgen. Neben dem langzeitverletzten Tufan Tosunoglu (Kreuzbandriss) muss der FSV auf Andreas Dahlén (Bänderriss), Mario Fillinger (Sprungelenksverletzung), Marc Gallego (Rückenbeschwerden), Kai-Fabian Schulz (Adduktorenzerrung) und Benjamin Pintol (Reha nach Meniskus-OP) verzichten.

"Mario Fillinger ist im Training umgeknickt und hat sich eine Schwellung im Sprunggelenk zugezogen. Es ist kein Bänderriss, aber er kann am Samstag nicht spielen. Marc Gallego fällt die nächsten zwei Wochen aus, Kai-Fabian Schulz steigt am Montag wieder ins Training ein", erklärte Boysen: "Das bringt Veränderungen in der Startformation und im Kader mit sich. Beide offensive Außenbahnen sind neu zu besetzen. Dabei wird es auf das Angebot und mein Bauchgefühl ankommen."