st.pauli.de sprach mit Timo Schultz unter anderem über das Freiburg-Spiel und den nächsten Gegner und das restliche Programm.

Frage: Nach dem Abpfiff in Freiburg fand Holger Stanislawski, der sich sonst häufig schützend vor die Mannschaft stellt sehr deutlich Worte. Zu Recht?

Timo Schultz: Auf jeden Fall. Dieselben Worte haben wir auch innerhalb der Mannschaft gewählt. Es macht ja auch keinen Sinn, da drum herum zu reden. Es hat ja jeder gesehen, dass das nichts war und dass man da nichts beschönigen muss. Das wissen wir selbst auch. Wir sind innerhalb der Mannschaft kritisch genug, um uns selbst einschätzen zu können. Die Enttäuschung war bei uns am größten.

Frage: Gegen Ahlen wird von vielen wieder ein Heimsieg erwartet? Kann das gefährlich sein?

Schultz: Da muss man sich nur die Ergebnisse von Ahlen ansehen, besonders die der Auswärtsspiele und dann sollte eigentlich jeder wissen, dass es alles andere als ein Selbstläufer wird am Freitagabend. Wir wissen allerdings auch, zu welcher Leistung wir zuhause in der Lage sind. Wir müssen auch gegen Ahlen ordentlich Druck aufbauen, den Gegner zu Fehlern zwingen und dann schauen wir mal, was für uns drin ist. Wir wollen das Freiburg-Spiel auf jeden Fall vergessen machen.

Frage: Das Restprogramm, fünf Spiele, davon drei gegen Aufsteiger, hört sich erstmal machbar an. Können Sie eine Prognose abgeben, wo man am Ende der Hinrunde stehen wird?

Schultz: Ach, bei solchen Prognosen halte ich mich gerne zurück. Wir haben jetzt erst einmal ein wichtiges und schweres Heimspiel vor der Brust. Das klingt jetzt nach "Phrasenschwein", aber wir wollen uns eigentlich nur Gedanken um das jeweils nächste Spiel machen. Wir wissen, dass wir eine richtig gute Chance haben, uns oben in der Tabelle festzusetzen, egal wie die Gegner heißen. Wir wollen am Ende der Hinrunde zumindest dahin kommen, dass wir in der Tabelle erst einmal nicht mehr nach unten schauen müssen.