Zusammenfassung

  • Gleich drei Neue bereichern die 2. Bundesliga

  • Starke Aufsteiger hoffen auf den Ligaverbleib

  • MSV Duisburg will weg vom Fahrstuhl-Mannschaft-Image

Köln - Mit dem MSV Duisburg, Holstein Kiel und dem SSV Jahn Regensburg bereichern gleich drei Aufsteiger die 2. Bundesliga. Zum Saisonstart am kommenden Wochenende stellt bundesliga.de die Clubs etwas näher vor.

MSV Duisburg

Nach nur einem Jahr spielt der "Meidericher Spielverein" wieder in der 2. Bundesliga. Der Traditionsclub aus Duisburg ist zurück im Unterhaus und will dieses Mal länger bleiben. 2015 stieg der MSV in der Relegation gegen die Würzburger Kickers in die 3. Liga ab. Ilia Gruev blieb auch nach dem Abstieg Trainer der "Zebras" und führte den MSV jetzt zurück. Die Duisburger schlossen die 3. Liga sogar als Tabellenerster ab. Am 5. Spieltag setzte sich das Team an die Tabellenspitze und gab diese bis zum 38. Spieltag auch nicht mehr ab.

Das große Plus der Meidericher ist die mannschaftliche Geschlossenheit. In der 3. Liga hatte der Meister weder den besten Angriff noch die beste Abwehr, dennoch war der MSV das eindeutig konstanteste Team der Liga. Im Sturm setzt Gruev dabei auf sein Sturmduo Stanislav Iljutcenko (acht Tore) und Kingsley Onuegbu (elf Tore). Der Drittliga-Kader blieb bei den Duisburgern weitestgehend zusammen und wurde nur punktuell verstärkt. Der MSV setzt auf Geschlossenheit und leise Töne. Sportdirektor Ivica Grlic: "Wir wollen Schritt für Schritt nach vorne kommen." Ziel ist es, sich in der 2. Bundesliga zu etablieren.

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Holstein Kiel

Nach 36 Jahren Abstinenz zurück: Holstein Kiel © imago / Avantis

Der lange Weg des KSV Holstein Kiel zurück in die 2. Bundesliga ist endlich zu Ende. Am letzten Spieltag der 3. Liga feierten die "Störche" nach 36 Jahren die Rückkehr in die 2. Bundesliga. Der Aufstieg der Kieler war nur eine Frage der Zeit, denn die Schleswig-Holsteiner waren schon lange drauf und dran aufzusteigen. 2015 fehlten nur wenige Minuten in der Relegation gegen den TSV 1860 München.

Der knapp verpasste Aufstieg von 2015 erwies sich aber nicht als Lustkiller. Ganz im Gegenteil. An der Förde wurde weiter sehr akribisch am großen Ziel 2. Bundesliga gearbeitet. Mit der Verpflichtung von Trainer Markus Anfang machten die Verantwortlichen des Vereins alles richtig. Der 43-Jährige führte das Team mit ruhiger Hand zum Erfolg. Als Tabellenzweiter schafften die "Störche" dann die direkte Rückkehr. Auch in der neuen Saison eine Etage höher setzt der Neuling auf ein starkes Kollektiv. Der Kader wurde weitestgehend zusammengehalten und nur punktuell verstärkt. Stürmer Marvin Ducksch, der die "Störche" gegen Großaspach zum Aufstieg schoss, wurde ein weiteres Jahr vom Ligakonkurrenten FC St. Pauli ausgeliehen. Mit Ilir Azemi und David Kinsombi stießen zwei zweitligaerfahrene Spieler zum Team. Der Kieler backen nüchtern norddeutsch dann auch kleine Brötchen. Als Ziel wird klassisch der Klassenerhalt herausgegeben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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SSV Jahn Regensburg

Besiegte in der Relegation den TSV 1860 München: Der Jahn Regensburg schaffte den Durchmarsch in die 2. Bundesliga © imago / Krieger

Auf den letzten Drücker, aber völlig verdient sicherte sich der SSV Jahn Regensburg das letzte Ticket für die 2. Bundesliga. In der Relegation besiegte man den bayrischen Rivalen TSV 1860 München letztlich souverän. Auch im Rückspiel in der fast ausverkauften Allianz Arena ließen sich die Regensburger nicht irritieren und siegten mit 2:0.

Der Vater des Erfolges, Trainer Heiko Herrlich, folgte in der Sommerpause dem Lockruf des Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen. Herrlich schaffte mit dem Jahn gleich zwei Aufstiege in Folge. Er übernahm das Team in der Regionalliga und stieg zunächst in die 3. Liga auf. Als Aufsteiger sorgten die Oberpfälzer weiter für Furore und erkämpften völlig überraschend noch den Relegationsplatz drei.

Jetzt liegt es an Neu-Trainer Achim Beierlorzer, der den Jahn in der 2. Bundesliga etablieren möchte. Die Regensburger können vor allem auf eine starke Offensive um Stürmer Marco Grüttner (13 Tore in der 3. Liga) bauen. Der Aufsteiger schoss in der letzten Saison die meisten Tore in der 3. Liga. Ihr spielerisches Potenzial deutete die Mannschaft in den Relegationsspielen gegen 1860 an, als sie den Münchener technisch überlegen waren. Das erste Spiel bestreitet der Jahn am Samstag bei Arminia Bielefeld.

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Alexander Barklage