Der 1. FC Kaiserslautern hat mit 3:1 (2:0) bei Hertha BSC gewonnen. Bereits früh sorgte Jan Elvedi (5.) für die Führung, dann legten Richmond Tachie (38.) und Filip Kaloc (69.) nach. Der Anschlusstreffer von Fabian Reese (90. +1) kam zu spät.
Pál Dárdai entschied sich bei Hertha BSC für zwei Änderungen im Vergleich zur 1:3-Niederlage bei Wehen Wiesbaden in der 2. Bundesliga. Florian Niederlechner kam für Andreas Bouchalakis in die Anfangsformation und rückte hinter den Mittelstürmer. Außerdem startete im Tor Sommerrückkehrer Marius Gersbeck für Stammtorwart Tjark Ernst.
Anders lief es bei 1. FC Kaiserslautern: Nach dem tollen Sieg über Schalke entschied sich Dimitrios Grammozis dazu, dieselbe Anfangsformation ins Rennen zu schicken, die schon den Erfolg in der Liga brachte.

Jan Elvedi trifft früh zur FCK-Führung - IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch
Die Frühphase der ersten Halbzeit war etwas zerfahren – beiden Teams war die Bedeutung des Viertelfinales anzumerken. Doch nach einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld kam Tymoteusz Puchacz links im Rückraum an den Ball und zog den Ball scharf in Richtung Strafraum. Dort stand der für den Freistoß aufgerückte Jan Elvedi, brachte den Ball unter Kontrolle und schob ihn flach links zu Führung ein (5.).
Kaiserslautern stand in der Folge sicher und ließ gegen wenig kreative Herthaner kaum etwas zu. In der Schlussphase der ersten Hälfte setzte Marlon Ritter seinen Teamkollegen Richmond Tachie auf der rechten Seite in Szene, der dribbelte in den Strafraum und zog dann trocken in die linke Ecke ab - 2:0 (38.)! Im Gegenzug hatte Niederlechner fast die schnelle Antwort, wurde in letzter Sekunde von Elvedi mit einer Grätsche am Abschluss frei vor dem Tor gehindert (45. +3).

Richmond Tachie bejubelt sein 2:0 athletisch - Maja Hitij
Mit der Einwechslung von Fabian Reese gelang er der Hertha im zweiten Durchgang, mehr Druck auf das Lauterer Tor aufzubauen. Die gute Chance zum Anschluss vergab Haris Tabaković, der eine Hereingabe von Reese bekam, aber dann aus kurzer Distanz zwei Mal an FCK-Torwart Julian Krahl scheiterte (49.). Hertha lief weiter an, kam aber nur selten zu klaren Chancen.
Nach einem Fehler im Berliner Aufbauspiel preschte Filip Kaloc dazwischen und trieb den Ball nach vorne. An der Strafraumkante hatte er rechts und links Abspielmöglichkeiten, schoss den Ball aber dann einfach trocken zur Vorentscheidung in die rechte Ecke (69.).
Das Spiel war dadurch entschieden, aber noch nicht zu Ende: Kurz vor Ende der Partie bekam Reese noch eine hohe Hereingabe vor die Füße und verwandelte aus halblinker Position im Strafraum in die kurze Ecke (90.+1) – der Schlusspunkt der Partie.
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Fazit
Der 1. FC Kaiserslautern zieht ins Pokal-Achtelfinale ein! Die roten Teufel waren extrem effizient und haben über 90 Minuten diszipliniert verteidigt. Der Sieg demnach verdient. In der zweiten Halbzeit war die Hertha besser im Spiel, konnte die eigenen Chancen aber einfach nicht nutzen.
Spielende
Reese macht den Ehrentreffer
Nach einem langen Ball verlängert ein Lauterer Spieler unglücklich den Ball - so kann der eigentlich im Abseits stehende Reese den halblinks im Strafraum stehend annehmen und in der kurzen Ecke verwandeln.
Drei Minuten Nachspielzeit
Jöllenbeck gibt noch drei Minuten oben drauf.
Abgezockt
Die roten Teufel wissen, dass ihnen der Einzug ins Halbfinale kaum noch zu nehmen ist. In den letzten Minuten stehen die Lauterer tief, lassen wenig zu und lassen sich im eigenen Ballbesitz extrem viel Zeit.
Reese!
Aus spitzem Winkel links im Strafraum will Reese flanken, wird aber geblockt. Da war mehr drin!
Auch Barkok sieht Gelb!
Im Laufduell greift Barkok seinem Gegner ins Gesicht und bekommt dafür den Gelben Karton!
Tabakovic sieht Gelb!
War da schon Frust dabei? Der Stürmer checkt im Luftzweikampf seinen Gegner ziemlich hart weg und wird dafür verwarnt.
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Kaiserslautern steht Kopf!
Tachie zeigt sich artistisch bei seinem Jubel nach dem Tor zum 2:0.
© Maja Hitij
Kaloc macht den Deckel drauf!
Nach einem Abspielfehler in der Berliner Hintermannschaft prescht Kaloc dazwischen, treibt den Ball nach vorne und schießt dann von der Strafraumkante unhaltbar in die rechte Ecke! Das ist die Vorentscheidung!
Zwei Mal drüber!
Erst zieht Barkok aus knapp 20 Metern zentral vor dem Tor ab, dann kommt wenig später Kenny zu einem Distanzschuss. Beide fliegen über den Kasten!
Wechsel auf beiden Seiten
Grammozis und Dardai wechseln doppelt. Auffällig ist, dass mit Niederlechner und Tachie jeweils die beiden Aktivposten im Angriff runter gehen.
Den richtigen Moment verpasst!
Konter FCK - Ritter treibt den Ball nach vorne und kann dann in einer Zwei gegen Zwei Situation auf Tachie abgeben, zögert aber und wird dann durch einen nachrückenden Herthaner fair vom Ball getrennt.
Zu harmlos!
Karbownik bekommt im Strafraum gut elf Meter vor dem Tor den Ball - hat ihn aber auf dem schwachen Fuß. Den Flachschuss kann Krahl dann problemlos aufnehmen.
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Elvedi macht das 1:0!
Der Innenverteidiger ist aufgerückt und macht prompt den Führungstreffer.
© IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch
Reese auf Tabakovic!
Fast der Anschluss! Reese bedient Tabakovic im Strafraum, dessen Abschluss pariert Krahl mit dem Fuß - den Nachschuss setzt Tabakovic ans Außennetz!
Weiter geht's!
Der Ball rollt wieder! Die Hertha stößt an und spielt jetzt in Richtung der eigenen Fans auf der Ostkurve. Gelingt hier noch eine Aufholjagd?
Beginn zweite Hälfte
Halbzeit im Olympiastadion
Die roten Teufel führen nach Toren von Elvedi und Tachie durchaus verdient mit 2:0 zur Halbzeit. Die Hertha konnte auch das ein oder andere Mal gefährlich vor das gegnerische Tor kommen, lässt aber die letzte Konsequenz vor dem Tor noch vermissen.
Halbzeit
Fast der Anschluss!
Tabakovic kann im Strafraum einen hohen Ball direkt abnehmen, wird aber geblockt. Scherhant kommt dann überraschend an den Ball - verzieht aber. Krahl kann letztlich fangen.
Fünf Minuten oben drauf!
Schiri Jöllenbeck gibt nach den beiden Toren und einigen Verletzungsunterbrechungen fünf Minuten Nachspielzeit.
Niederlechner!
Tabakovic bedient Niederlechner, der läuft frei auf das Lauterer Tor zu, wird in letzter Sekunde vor dem Abschluss von Elvedi noch mit einer tollen Grätsche fair gestoppt!
Tachie erhöht für den FCK!
Schnörkelloser Angriff der Lauterer: Nach gewonnenem Kopfballduell am Mittelkreis bekommt Ritter den Ball und schickt Tachie halbrechts perfekt in den Lauf, der zieht in den Strafraum und hämmert den Ball unhaltbar in die linke Ecke!
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Niederlechner und Toure
Toure kann den Ball problemlos spielen - Niederlechneer versucht von hinten Druck zu geben.
© IMAGO/Uwe Koch
Ache!
Der Stürmer wird rechts im Strafraum bedient und hält dann sofort drauf. Gersbeck kann den harten Schuss aus spitzem Winkel aber abwehren.
Wenig Tempo
Nach dem frühen Führungstor für Kaiserslautern gab es keine weiteren Torchancen - das Tempo ist etwas abgeflacht. Der FCK wirkt mit der Führung im Rücken stabil, geht aber auch nicht wirklich auf das zweite Tor. Die Hertha agiert bislang hauptsächlich mit langen Bällen und macht es den Lauterern leicht, das zu verteidigen.
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Der Torschütze jubelt!
Jan Elvedi bejubelt den Führungstreffer für seinen FCK!
© Maja Hitij
Fuß draufgehalten!
Tachie trifft Leistner mit offener Sohle am Knöchel - Gelb!
Nächste Offensivaktion
Nach einer Ecke kommt Barkok halblinks im Strafraum mit dem Außenrist zum Abschluss - auch dieser Versuch ist aber nicht zwingend.
Erste Annäherung
Niederlechner spielt Tabakovic an der Strafraumkante an, von dort sucht er unter Bedrängnis den Abschluss, trifft den Ball aber nicht richtig. Abstoß!
Ecke für den FCK
Ritter sucht den Torschützen Elvedi am ersten Pfosten - Kempf ist aber vorher am Ball und klärt!
Wie reagiert die Hertha?
Nach dem frühen Rückstand ist Hertha erstmal verunsichert. Gelingt die schnelle Antwort? Bislang ist noch keine Torchance zu verzeichnen gewesen.
Die roten Teufel führen!
Die frühe Führung für den FCK! Nach einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld bekommen die Lauterer den Rebound und bringen den Ball nochmal scharf vor das Tor - dort kann Elvedi den Ball annehmen und aus gut elf Metern flach links unten verwandeln!
Abtasten
Beiden Teams ist die Bedeutung dieses Pokal-Achtelfinales anzumerken. Das Spiel ist noch recht zerfahren - beide Teams suchen nach ihrer Linie.
Der Ball rollt!
Der FCK hat Anstoß und spielt in roten Trikots. Die Hertha läuft in den gewohnten blau-weißen Trikots auf.
Anstoß
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Schweigeminute
Die Teams sind auf dem Feld und legen eine Schweigeminute für den verstorbenen "Kaiser" Franz Beckenbauer und Kay Bernstein ein.
© Maja Hitij
Anpfiff verzögert sich
Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck hat sich beim Aufwärmen leicht verletzt und musste in den Katakomben kurz behandelt werden.
Zwei Änderungen bei Hertha
Pal Dardai stellt minimal um und zieht Neuzugang Barkok zurück ins defensive Mittelfeld. Bouchalakis sitzt auf der Bank. Für ihn kommt Niederlechner rein, der als hängende Spitze eingeplant ist. Außerdem startet Gersbeck erstmals seit seinem Sommerwechsel für die Hertha im Tor, Ernst sitzt auf der Bank.
"Never change a winning team"
Nach dem 4:1-Heimsieg gegen Schalke hat FCK-Trainer Grammozis keinen Grund, seine Startelf zu verändern.
So spielt Hertha
Gersbeck - Kenny, Leistner, Kempf, Karbownik - Dardai, Barkok - Zeefuik, Niederlechner, Scherhant - Tabakovic
So spielt Kaiserslautern
Krahl - Elvedi, Tomiak, Toure - Ronstadt, Niehues, Kaloc, Puchacz - Ritter - Tachie, Ache
Schiedsrichter
Dr. Matthias Jöllenbeck (SR), Robert Kempter (SR-A. 1), Rafael Foltyn (SR-A. 2), Richard Hempel (4. Offizieller), Günter Perl (VA), Thomas Stein (VA-A)
So äußert sich Hertha-Co-Trainer Tamas Bodog
Cheftrainer Pal Dardai ist im Vorfeld der Partie erkrankt, wird aber wohl zum Pokalspiel wieder fit sein. Co-Trainer Tamas Bodog sagt zum Spiel: "Wir wollen es im Pokal besser machen als in Wiesbaden. Wir haben die Zeit genutzt, um unsere Fehler aufzuarbeiten. Es ist immer gut, wenn man nach einer Niederlage wenige Tage zwischen zwei Spielen hat, um es besser zu machen. Wir erwarten vom Spiel nur eins: dass wir weiterkommen. Der ganze Verein will diesen Sieg."
Das sagt Dimitrios Grammozis
"Wir fahren nach Berlin, um eine Runde weiterzukommen. Der Sieg gegen Schalke hat dazu beigetragen, dass wir mit einer guten Einstellung und Freude in die Partie reingehen werden. Ich denke, dass wir nicht chancenlos sind in Berlin - und diese Chance wollen wir ergreifen. Es wird ein schönes Spiel, schöne Atmosphäre, volles Stadion. Die Jungs sollen das genießen."
Herthas Traum vom Finalsieg daheim
Die Hertha tritt bekanntlich im Berliner Olympiastadion an - dem Spielort des späteren Pokalfinals. Wie es ist, dort die Trophäe in die Höhe zu strecken, weiß der FCK: Bei sieben Finalteilnahmen waren die Roten Teufel zwei Mal erfolgreich (1989/90 und 1995/96). Hertha schaffte es zwar auch schon zweimal zum "Finale daheim", doch bei den beiden Endspielen 1976/77 und 1978/79 war ihnen kein Sieg vergönnt. Die Jubelfeier im heimischen Stadion ist bisher lediglich ein Zukunftstraum.
Duell in der Hinrunde
Zehn Jahre gab es diese Partie nicht mehr, bis der Drittliga-Aufsteiger Kaiserslautern und der Bundesliga-Absteiger Hertha im Dezember aufeinandertrafen. Der 3:1-Heimsieg im DFB-Pokal 2013/14 war lange das letzte Duell der Klubs. Am 16. Spieltag der 2. Bundesliga gab es jedoch einen 2:1-Auswärtssieg für die Hauptstädter. Nun will der FCK sich revanchieren.
Hertha mit besserer Bilanz - FCK stärker im Pokal
Die Berliner gehen mit dem etwas besseren Abschneiden ins Duell. 27 Siege gab es im deutschen Profifußball bereits für die Hertha, dagegen stehen 24 Erfolge des FCK und zehn Unentschieden. Doch im DFB-Pokal sieht das anders aus. Zwei der Siege holte der FCK nämlich im K.o.-Wettbewerb, während der BSC sich nur einmal durchsetzte.
Willkommen zum Viertelfinale in Berlin!
Hertha BSC hat am Mittwochabend ab 20:45 Uhr den 1. FC Kaiserslautern zu Gast.