Köln - Am Samstag stehen in der 2. Bundesliga drei Partien auf dem Programm, die es in sich haben. Beim Südwest-Derby zwischen dem Karlsruher SC und dem 1. FC Kaiserslautern kämpfen die Gastgeber um den Anschluss. Stefan Effenbergs SC Paderborn will in Berlin an die Leistung der Vorwoche anknüpfen und die Zebras aus Duisburg haben den 1. FC Nürnberg zu Gast (alle Spiele ab 12:45 Uhr im Liveticker).

Karlsruher SC - 1. FC Kaiserslautern

In Karlsruhe steigt ein Derby mit doppelter Brisanz. Nicht nur die räumliche Nähe der beiden Städte sorgt für eine besondere Stimmung. Die Nachbarschaft in der Tabelle tut ihr Übriges dazu. Der 12. KSC empfängt den 13. FCK (zur Tabelle).

"Wir haben durch unsere Auftritte und die gesammelten Punkte die Trendwende geschafft. Zudem haben wir wenig Tore kassiert und am Montag mal wieder zu Null gespielt. Das war ganz wichtig für die Jungs", sagte KSC-Coach Markus Kauczinski über die Form seiner Mannschaft. Der Kampfgeist seiner Mannschaft gefiel ihm in den letzten Spielen besonders gut. Einen heißen Tanz erwartet er auch am Samstag. "Kaiserslautern ist eine körperlich sehr starke Mannschaft, die unter ihrem neuen Trainer auch ihre Art zu spielen verändert hat. Sie spielen sehr schnell nach vorne mit sehr vielen langen Bällen“", lautet die Analyse Kauczinskis. Sein Team sieht er aber gut darauf vorbereitet: "Darauf werden wir uns einstellen, ebenso auf enge und hart umkämpfte Räume. Es wird ein heiß umkämpftes Derby."

Sein Pendant, der unter der Woche vom Interims- zum Cheftrainer ernannte Konrad Fünfstück, hat Lust auf das Derby. "Die Jungs freuen sich sehr auf das Spiel, genauso wie wir im Trainerteam. Wir erwarten echte Derbyatmosphäre, das ist ja immer etwas sehr Schönes." genau wie Kauczinski hebt auch Fünfstück die Kampfkraft seiner Mannen in den Vordergrund. "Auf dem Platz wollen wir an die Leistungen der letzten Spiele anknüpfen, so dass man sieht, dass auch in Karlsruhe eine geschlossene Mannschaft auf dem Platz steht, die mit viel Leidenschaft das Spiel bestreitet. Unser Fokus gegen Karlsruhe liegt darauf, dass wir gut und kompakt stehen und unsere Stärken einbringen." Die zuletzt mangelhafte Chancenverwertung ist für ihn kein großes Thema. "Wir haben eine junge Sturmreihe vorne drin, in die ich volles Vertrauen habe", so Fünfstück.

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1. FC Union Berlin - SC Paderborn

© imago / osnapix

Der neue SCP-Trainer Stefan Effenberg reist mit einem 2:0-Debütsieg zu seinem ersten Auswärtsspiel. Der Rummel um den neuen Coach der Gäste ist für Union-Trainer Sascha Lewandowski aber nicht von allzu großer Bedeutung. "Mich interessiert mehr, welche Waffen der Gegner zur Verfügung hat", sagte Lewandowski zum Spiel. Den Sieg des SCP gegen Braunschweig sieht er als Initialzündung der Ostwestfalen. Bei seinem eigenen Team sieht er Licht und Schatten. "Im Angriff sehe ich eine gute Entwicklung, aber in der Verteidigung war unser Spiel gegen St. Pauli eher ein Rückschritt."

Stefan Effenberg appelliert vor der Partie an der Alten Försterei an die Geschlossenheit seiner Truppe. "Wir funktionieren nur als Einheit", sagte Effe auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. "Wir haben in dieser Woche sehr gut gearbeitet und sind guter Dinge." Personell sieht es beim SCP gut aus, auch Daniel Brückner ist wieder mit an Bord. "Somit stehen viele Alternativen zur Verfügung", so Effenberg. "Es gilt jetzt, die richtige Lösung für das Spiel bei Union zu finden."

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MSV Duisburg - 1. FC Nürnberg

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Zwei Teams unter Druck bestreiten das dritte Samstagsspiel. Der 1. FC Nürnberg will nach drei Spielen ohne Sieg beim Schlusslicht "natürlich punkten, am besten dreifach", wie Coach René Weiler auf der PK erklärte. Thorsten Kirschbaum kehrt ins Tor des Clubs zurück. Duisburg sieht der FCN trotz der Tabellensituation als gefährlichen Gegner an. Der MSV hat alle seine bisherigen fünf Punkte zu Hause geholt.

Der MSV nimmt aus der Last-Minute-Niederlage in Heidenheim vor allem die positiven Aspekte mit. "Wir müssen gar nicht so viel verändern, denn wir haben mal wieder ein gutes Auswärtsspiel gemacht", beurteilt Trainer Gino Lettieri das 0:1 auf der Ostalb. "Das wollen wir auch am Samstag auf den Platz bringen und uns endlich wieder belohnen. Für uns geht es darum, die Leistung aus den vergangenen spielen beizubehalten und in der Chancenauswertung noch effektiver zu werden", so der MSV-Coach.

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