München - Zum Saisonauftakt kann sich Bundesliga-Absteiger Eintracht Frankfurt mit seinem Favoritenstatus endlich auch auf dem Platz auseinandersetzen.

Von allen Zweitligateams werden an die Hessen die höchsten Erwartungen gestellt. Auch eine Umfrage unter den Trainern der 2. Bundesliga ergab einen deutlichen Favoriten auf die Meisterschaft: die Eintracht aus Frankfurt. Am Freitag wird's für die "Adler" ernst. Die Mannschaft von Trainer Armin Veh muss bei der SpVgg Greuther Fürth antreten (ab 20:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

"Aggressiv spielen und kompakt stehen"

Deren Mannschaftskapitän Thomas Kleine äußerte gegenüber dem "kicker" jedenfalls schon einen Plan, wie die scheinbar übermächtigen Hessen zu schlagen sind: "Wichtig ist, dass wir 90 Minuten aggressiv spielen und kompakt stehen."

Im Tor will Max Grün, der sich von seinem schweren Schienbeinbruch erholt hat, dafür Sorge tragen, dass der Bestwert von nur zehn Gegentreffern in der vergangenen Hinrunde kein Einzelfall bleibt.

Das Verletzungspech trifft die Mittelfranken schon zu Saisonbeginn hart. Trainer Mike Büskens muss in jedem Fall auf Stefan Kolb (Gehirnerschütterung) und Kingsley Onuegbu (Reha) sowie die Neuzugängen Dani Schahin (Meniskus-OP) und Robert Zillner (Reha) verzichten.

Veh: "Wir hatten eine gute Vorbereitung"

Frankfurts Trainer Veh sieht dem Saisonstart zuversichtlich entgegen: "Ich denke, wir hatten eine gute Vorbereitung, die Mannschaft ist fit. Ein großes Fragezeichen steht noch im Abwehrbereich, dort sind wir ziemlich neu aufgestellt. Wir haben aber den Glauben und die Hoffnung daran, dass wir stark aufgestellt sein werden. Ich bin außerdem sehr überrascht, dass die Mannschaft alles schneller und besser umgesetzt hat, als wir uns vorgestellt haben."

Dabei erwartet Veh aggressive Gastgeber. "Die Fürther werden früh kommen, sie haben dasselbe Ziel wie wir: Aufzusteigen. Die Franken werden früh versuchen zu pressen. Die Fürther werden zuhause ihr Spiel gestalten wollen", vermutet er.

Verzichten muss der 50-Jährige auf Habib Bellaid (Knieblessur), Dominik Schmidt (Trainingsrückstand), Georgios Tzavellas (Aufbautraining nach Kreuzbandanriss), Sonny Kittel (Kreuzbandanriss), Martin Fenin (Zerrung) und Ioannis Amanatidis (freigestellt).