Mit markigen Sprüchen und hohen Zielen ist Peter Neururer nach über zweijähriger Abstinenz beim MSV Duisburg auf die Fußball-Bühne zurückgekehrt.

"Wenn ich das in der Gemeinschaft zeigen kann, was ich draufhabe, dann sind wir am Ende der Saison in der ersten Liga", sagte der 53-Jährige bei seiner Präsentation beim MSV Duisburg. "Der Club und ich gehören ins Oberhaus", fügte Neururer an.

Wenn's passt, dann passt's

Bei seiner zwölften Station im deutschen Profi-Fußball erhält das "Kind des Ruhrpotts" zunächst einen leistungsbezogenen Vertrag bis zum Saisonende mit Option auf ein weiteres Jahr Zusammenarbeit im Aufstiegsfall.

"Wenn wir im März merken, dass wir zusammengehören, bleiben wir aber auch zusammen, wenn wir nicht aufsteigen", meinte MSV-Chef Walter Hellmich, der betonte, dass Neururer der Wunschkandidat auf die Nachfolge des am 9. November entlassenen Rudi Bommer gewesen sei.

Rumhängerei hat ein Ende

"Feuerwehrmann" Neururer war seit seiner Entlassung bei Bundesligist Hannover 96 am 30. August 2006 ohne Verein. Er sei daher froh, dass die Rumhängerei endlich ein Ende habe. Das lange Nichtstun sei ihm mächtig auf den Keks gegangen, erklärte Neururer, der in Begleitung von Hellmich und Sportdirektor Bruno Hübner gut gelaunt bei seiner Vorstellung in der MSV-Arena erschien.

Großes Medieninteresse begleitete die Präsentation des kumpelhaften Typs mit den flotten Sprüchen, der sich am Vormittag der Mannschaft vorstellte und das Team am Montagnachmittag beim Testspiel bei Schalke 04 beobachtete.

"Wir bleiben drin!"

Das Aufstiegsziel ist für die Duisburger zunächst allerdings in weite Ferne gerückt. Doch von einem Platz im tristen Mittelfeld (16 Punkte/13 Spiele) lässt sich Neururer nicht abschrecken. "Als ich Bochum 2001 übernahm, haben wir elf Punkte aufgeholt und sind aufgestiegen."

Zunächst möchte er erst einmal das "große Potenzial" ausschöpfen und den 31 Spieler umfassenden Kader reduzieren. 23, maximal 24 Spieler, seien ideal. In dieser Woche erfolgt zudem noch ein Gespräch mit Vorgänger Bommer, der ihm zu der neuen Aufgabe gratuliert habe.

Auf eine Nicht-Abstiegsprämie in der Bundesligasaison 2009/10 verzichtete Neururer übrigens freiwillig. "Wenn wir erst einmal oben sind, dann bleiben wir selbstverständlich auch drin", so der Coach in seiner typischen Art. Peter Neururer ist zurück.