Im Mai 1926 veröffentlichte der Cottbuser Anzeiger unter dem Titel "Das Cottbuser Stadion-Projekt" einen Lageplan, der Spiel- und Turnplätze, Tennisplätze, einen Mädchenspielplatz und die Festwiese (eigentlich Wettkampf- oder Spielfeld) mit Aschenlaufbahn und Zuschauerböschungen zeigte.

Die Vorfreude auf dieses Projekt war groß, bis es jedoch soweit war, gingen weitere vier Jahre in die Lausitz und erst im Frühjahr 1930 erfolgte die Einweihung.

Heimstätte der BSG

1950 wurde das "Städtische Stadion" durch die Cottbuser Stadtverordnetenversammlung in "Stadion der Freundschaft" umbenannt. Bedingt war die Namensänderung durch die politische Situation in der DDR. So richtig ernst wurde es im Oval aber erst Ende der 70er. Nach dem "Stadion der Eisenbahner" und dem "Max-Reimann-Stadion" wurde das 15.000 Zuschauer fassende "Stadion der Freundschaft" die neue Heimstätte der BSG Energie Cottbus.

Trotz der frenetischen Unterstützung von den Rängen, wo sich teilweise mehr als 17.000 Fans drängten, musste Energie immer wieder aus der DDR-Oberliga absteigen und präsentierte sich in den folgenden Jahren als "Fahrstuhltruppe" - für die Liga zu stark, für die Oberliga zu schwach.

Drittbester Zuschauerschnitt

Trotzdem begann schon 1983 der Umbau der Stehtraversen, so dass das Stadion der Freundschaft 1985 für 18.000 Fans zugelassen wurde. Als die umfangreichen Baumaßnahmen im August 1988 endgültig beendet waren, konnte erstmals die neue und bei allen Gegnern schon bald gefürchtete Tribüne benutzt werden, von der aus die Mannschaft gnadenlos nach vorn gepeitscht wurde.

Energie hielt sich drei Jahre am Stück in der Oberliga und die Fans erlebten eine große Zeit stimmungsvoller Heimspiele. Durchschnittlich fast 12.000 Fans kamen Ende der 80er Jahre in die als "schönstes Stadion der DDR" bezeichnete Arena, was den drittbesten Zuschauerschnitt in der DDR bedeutete.

Leinwand fürs Stadion

Nach dem Erreichen des DFB-Pokal-Halbfinals durch den FC Energie im Jahre 1997 wurde im Stadion noch einmal richtig Hand angelegt. Einer Sauna und einem Entmüdungsbecken für die Energie-Kicker folgte die am 15. April 1997 offiziell eingeweihte 18.000 Lux starke Flutlichtanlage.

Nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga mussten die DFB-Normen für den Bundesliga-Fußball erfüllt werden. So wurden die Traversen befestigt, die Zäune erneuert, ein Teleskop-Tunnel installiert, sowie eine Video-Überwachungsanlage errichtet. Im April 1998 wurde die Modernisierung des Stadions mit dem Bau einer Video-Anzeigetafel in der Südkurve fortgeführt.

Das größte Bauprojekt im Stadion des FC Energie Cottbus nahm die Lausitz mit Beginn der Saison 2003/2004 in Besitz. Im "Wohnzimmer" der Energie-Fans wurde die neue zweigeschossige Osttribüne fertiggestellt. Mit einer neuen Brücke über die angrenzende Spree hat das Stadion zudem eine zweite Zufahrt bekommen.

Neue Bestuhlung für die Westtribüne

Zur Saison 2007/08 entstand auf der Nordseite die neue "Nordwand" eine Stehtribüne aus Stahlrohr für 8.000 Fans. Die alte Kurve wurde mit dem Neubau überbaut, der bis an das Spielfeld gezogen wurde. 6.000 Fans stehen hier jetzt überdacht, an den Ecken entstanden zwei Blöcke mit 2.000 nicht überdachten Plätzen. Im Unterrang der Osttribüne sind dafür die 4.405 Stehplätze in 2.200 Sitzplätze gewandelt worden.

Mit dem Bau der Südtribüne mit überdachten und nicht überdachten Stehplätzen sowie überdachten Sitzplätzen sind die Umbauarbeiten für die nahe Zukunft abgeschlossen. Das nun baulich geschlossene Stadion hat mit dem vorerst letzten Bauabschnitt in allen Bereichen deutlich an Komfort gewonnen. Schließlich bekam auch die altehrwürdige Westtribüne eine neue Bestuhlung und einen frischen Anstrich. Zuvor wurden hier schon die Presse- und VIP-Bereiche sowie die Kamera- und Reporterplätze modernisiert.