Der FSV Frankfurt steht vor einer großen Aufgabe: Die Hessen müssen zum aktuellen Team der Stunde reisen (alle drei Freitagspartien ab 17:45 Uhr im Live-Ticker / Liga-Radio).

Greuther Fürth gewann im Jahr 2009 beide Spiele souverän. Als Belohnung rangiert das "Kleeblatt" auf einem Aufstiegsplatz. Ganz andere Vorzeichen beim FSV, Frankfurt trennt nur ein Pünktchen vom Relegationsplatz.

"Greuther Fürth hat einen sensationellen Lauf, eigentlich haben wir keine Chance", lautete das ernüchternde Fazit von FSV-Trainer Tomas Oral. "Wir müssen alles in die Waagschale werfen, äußerst konzentriert und diszipliniert ins Spiel gehen. Da muss vieles zusammenlaufen, um eventuell was mitzunehmen."

Personell stehen Oral außer den langzeitverletzten Dennis Hillebrand und Fikri El Haj Ali alle Spieler zur Verfügung.

Möhlmann warnt

"Kleeblatt"-Trainer Benno Möhlmann wehrt sich gegen die Vorschusslorbeeren: "Die Frankfurter sind ähnlich gut wie wir aus der Winterpause gekommen und haben die letzten drei Spiele gewonnen. Sie haben eine gute Phase und kommen nicht hierher, um die Punkte abzuliefern. Wir müssen mit Selbstvertrauen, Engagement und Zusammenhalt über 90 Minuten agieren, dann haben wir eine gute Chance, das Spiel zu gewinnen."

Verzichten muss Möhlmann weiterhin auf Martin Meichelbeck und Philipp Langen. Daneben fallen Ivo Ilicevic und Charles Takyi aus. Zweitliga-Topstürmer Sami Allagui ist am Donnerstag-Nachmittag von der Länderspielreise mit der tunesischen Nationalmannschaft zurückgekehrt.


Rot-Weiß Oberhausen - FC St. Pauli

Nach der 0:3-Heimklatsche am vergangenen Spieltag gegen das "Kleeblatt" aus Fürth will der FC St. Pauli nun auf gegnerischem Feld punkten. In Oberhausen soll am besten ein "Dreier" her, um den bestehenden "Sicherheitsabstand" zur unteren Tabellenregion zu festigen. Das Spiel in der Hinrunde konnten die Hanseaten mit 4:1 klar für sich entscheiden. Dennoch geht Trainer Holger Stanislawski verhalten in diese Partie: "So leicht wie in der Hinrunde wird es nicht mehr gegen Rot-Weiß Oberhausen gehen. Das Team ist mittlerweile gefestigt und sehr stabil."

Zudem hat St. Paulis Trainer gravierende Verletzungssorgen. Rene Schnitzler (Reha nach Zahn-OP), Thomas Meggle (Grippe und Reha nach Sehnenreizung am Übergang Wade zum Knie), Andreas Biermann (Schulterverletzung), Jan-Philipp Kalla (Muskelfaserriss), Marcel Eger und Marius Ebbers (beide Aufbautraining nach Achillessehnenproblemen) müssen in Hamburg bleiben. Zur Verstärkung der Abwehr wurde deshalb erneut Davidson Drobo-Ampen aus der U23 in den Kader berufen. Auch Benjamin Weigelt steht nach überwundenem Muskelfaserriss wieder zur Verfügung.

RWO will das erste Tor 2009

"Wir müssen auf die Konter aufpassen. St. Pauli hat einige Leute in der Mannschaft, die alles abrufen, um die Punkte zu holen", mahnt RWO-Coach Jürgen Luginger und fordert zugleich "blitzschnelles Umschalten" von seiner Mannschaft. Schließlich jagt RWO in der Rückrunde nach zwei torlosen Remis noch dem ersten Treffer hinterher.

In der Defensive könnte Luginger nun auch wieder auf Verteidiger Olivier de Cock zurückgreifen. Die Knieverletzung ist ausgeheilt.


Wehen Wiesbaden - TuS Koblenz

Es geht um überlebenswichtige Punkte im Abstiegskampf: der Vorletzte empfängt das Tabellenschlusslicht. In der Hinrunde trennten sich beide Teams torlos unentschieden. Ein Remis würde nun keiner der beiden Mannschaften weiterhelfen.

Wehens Coach Wolfgang Frank verspricht sich deshalb auch eine enge Partie: "Am Freitag kommt ein wichtiges Spiel, Koblenz hat sicher eine deutlich bessere Mannschaft, als der Tabellenplatz aussagt - wir aber auch. Wir müssen ans Limit gehen und brauchen einen Sieg, das ist ja klar. Sicher wird das ein ganz spezielles Spiel, wegen des hohen Drucks auch für die Psyche anspruchsvoll."

SVWW-Verteidiger Marko Kopilas muss dieses Spiel wegen seiner Gelbsperre aussetzen. Sascha Amstätter, Slobodan Lakicevic und Hajruding Catic fallen verletzungsbedingt aus. Neuzugang Levan Tskitishvili wird im Kader sein und vielleicht sein Debüt im SVWW-Trikot geben, nachdem er am vergangenen Sonntag bereits mit nach Duisburg gefahren war, aber noch nicht zum Kader zählte.

Das Glück zwingen

Mit Kampfgeist und Charakterstärke will die TuS beim SV Wehen Wiesbaden zum Erfolg kommen - oder wie es Trainer Uwe Rapolder umschreibt: "Wir müssen den Blaumann anziehen und nicht wie im Ballett auftreten." Der Trainer sieht die Mannschaft vor dem wichtigen Auswärtsspiel beim Tabellennachbarn in einer Bringschuld und appelliert an die Eigenverantwortung der Spieler: "Sie müssen jetzt einfach ihre Leistung abrufen und das Glück auch mal auf unsere Seite zwingen."

Neben dem gesperrten Manuel Hartmann meldeten sich zuletzt Goran Sukalo und Johannes Göderz (beide Erkältung) vom Trainingsbetrieb ab. Matthew Taylor, eine der offensiven Alternativen, fehlt weiterhin (Schlag aufs Knie). Gleiches gilt für Ardijan Djokaj, der mit einem neuerlichen Muskelfaserriss vier Wochen ausfällt.