Braunschweig/Nürnberg - Trotz des bisher durchwachsenen Saisonverlaufs von Eintracht Braunschweig hat Torsten Lieberknecht klare Vorstellungen. "Die Bundesliga bleibt das Ziel - von mir und vom Verein", sagte der Trainer dem "kicker".

Wer denkt, dieses Ziel sei für den aktuellen Tabellenachten in weiter Ferne, der täuscht sich: Mit einem Sieg gegen den 1. FC Nürnberg am Abend (ab 20 Uhr im Liveticker) würde Braunschweig auf den 2. Platz vorrücken und wäre wieder mittendrin im Aufstiegsrennen.

"Nische besetzen - auf unsere Weise"

Die Eintracht sei ein Club, "der wie Mainz oder Freiburg eine Nische besetzen kann. Das streben wir an - aber auf unsere Weise", sagte Lieberknecht: "Wir klotzen nicht, wir bleiben auf einem Weg, mit dem sich alle identifizieren können." Nach dem Abstieg im Vorjahr habe sein Team "Blut geleckt".

Der charismatische Coach freut sich über die gestiegene Wahrnehmung seiner Eintracht. "Ohne vermessen klingen zu wollen: Gemessen an unseren wirtschaftlichen Möglichkeiten sind wir im Norden der erfolgreichste Verein", sagte Lieberknecht, der seit 2008 auf der Braunschweiger Trainerbank sitzt.

Weiler mit Respekt

Erst seit dem 12. November hat Rene Weiler beim "Club" das Kommando. Beim Debüt des Schweizers gegen ingolstadt sprang gleich ein Sieg heraus. Das Duell in Braunschweig bezeichnet Weiler als "schwere Aufgabe. Das ist ein starker Gegner mit viel Selbstvertrauen."

Ungeachtet der bisherigen Auswärtsschwäche will "grundsätzlich die bestmögliche Leistung zeigen. Da ist es mir eigentlich egal, ob wir zuhause oder auswärts spielen."