Bochum - Mit dem Duell zweier ehemaligen Bundesligisten endet am Montag der 15. Spieltag: Der VfL Bochum empfängt Energie Cottbus (ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Die Westfalen können nach sieben Punkten aus den vergangenen drei Spielen mit breiter Brust antreten. VfL-Coach Andreas Bergmann hat dementsprechend wenig Anlass, sein Team umzubauen: "Es wird keine großen Veränderungen geben", so der Trainer auf die obligatorische Frage nach der Zusammensetzung des Kaders.

Bangen um den Einsatz von Ostrzolek

Streichen muss Bergmann allerdings Holmar Örn Eyjolfsson, der an Wadenproblemen laboriert. Ebenfalls angeschlagen ist Linksverteidiger Matthias Ostrzolek, der wegen eines Schlags auf den Knöchel im Training geschont wurde, am Montag aber wohl im Kader stehen kann.

Vom Spiel erhofft sich Bergmann, dass seine Mannschaft an die erste halbe Stunde in München anknüpft und ihre positive Entwicklung fortsetzt. "Wir wollen Stabilität reinbekommen. Das Team hat intensiv gearbeitet. Und es ist der Wunsch des Trainers, dass man das im Spiel sehen kann."

Dem Gegner zollt der Bochumer Coach jede Menge Respekt - auch wenn es zuletzt nicht gut lief. "Es ist ein wichtiges Spiel. Cottbus hat eine weniger erfreuliche Zeit hinter sich. Nichtsdestotrotz verfügen sie über viele gute Spieler in ihren Reihen. Uns wird nichts geschenkt."

Suche nach dem Ziebig-Ersatz

Entscheidend werde für den VfL sein, Präsenz zu zeigen, in den Zweikämpfen zu bestehen sowie Laufbereitschaft, Spielfreude und Überzeugung an den Tag zu legen. "Dann", so Bergmann "können wir Cottbus schlagen". Ein Patentrezept gebe es gleichwohl nicht, denn "jedes Spiel hat seine eigene Biographie".

Während Bochum also voller Vorfreude auf das Topspiel blickt, sieht die Situation bei den Lausitzern schon etwas anders aus. Die Mannschaft des FC Energie Cottbus sucht nach drei sieglosen Spielen in Bochum nach Sicherheit. Dabei musste Daniel Ziebig am Freitag vorzeitig das Mannschaftstraining beenden - doch der Linksverteidiger ist am Montag ohnehin gesperrt.

Optionen gibt es mehrere. "Julian Börner hat bei der U 23 am vergangenen Wochenende auf dieser Position ordentlich gespielt und auch in Wolfsburg als Innenverteidiger einen guten Eindruck hinterlassen", gibt FCE-Trainer "Pele" Wollitz Einblick in seine Gedanken. Auch Christopher Schorch und Konstantin Engel sind Kandidaten für diese Position.

Bittroff-Einsatz käme zu früh

Auf der rechten Abwehrseite kommt Adam Straith in Frage. Alexander Bittroff wiederum könnte nach zweimaligem Mannschaftstraining zwar auch wieder in den Kader rücken. Für ihn käme ein Einsatz von Beginn an aber wohl zu früh. "Alex hat sechs Wochen pausiert. Natürlich wäre er geeignet für die Linksverteidigerposition, kennt das gut. Aber nach dieser langen Verletzung käme er jetzt wohl nur für 20, 25 Minuten in Frage", erklärt der Coach des FC Energie Cottbus.

Bis Montag hat Wollitz noch Zeit, sich ein Bild zu machen von der Verfassung seiner "Alternativen". Dazu will er auch erfahrene Spieler nach ihren Trainingseindrücken befragen. Am Ende, so viel ist sicher, steht Pele Wollitz voll hinter der Entscheidung. Wie auch immer sie ausfällt.