München - Es ist das absolute Spitzenspiel der bisherigen Saison in der 2. Bundesliga. Mit Fortuna Düsseldorf und Eintracht Frankfurt begegnen sich die beiden - nach bisherigem Saisonverlauf - Topfavoriten auf den Aufstieg im direkten Duell (ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Zwar hat Greuther Fürth mit dem Sieg gegen den SC Paderborn am Sonntag zunächst die Tabellenführung übernommen, doch es ist schon vor Anpfiff des Montagsspiels klar, dass die Fürther den 1. Platz wieder abgeben müssen. Der Sieger des Topspiels ist auf jeden Fall Tabellenführer. Sollte das Spiel mit einem Remis enden, keht die Fortuna zurück auf den Spitzenplatz.

Duell der Giganten

In vielerlei Hinsicht kann man bei diesem Spiel von einem Treffen der Giganten sprechen. Beide Teams haben vor dem 21. Spieltag die meisten Siege (je 12) geholt und die meisten Tore (43 Düsseldorf - 42 Frankfurt) aller Zweitligisten in dieser Spielzeit erzielt, sondern weisen jeweils auch die zweitbeste Tordifferenz (+23, hinter Fürth mit +29) auf. Die Hessen erzielten dabei in neun von 19 Spielen sogar drei oder mehr Tore in einer Partie, das ist alleiniger Spitzenwert.

Überhaupt standen sowohl Frankfurt als auch Düsseldorf nie in einer Zweitligasaison besser da als zum jetzigen Zeitpunkt.

"Es gibt nichts schöneres"

Dementsprechend euphorisch sind auch die Spieler. Düsseldorfs Thomas Bröker bestätigt im bundesliga.de Interview: "Die Euphorie in der Stadt ist wirklich riesengroß. Ich freue mich sehr auf die Partie."

Auch sein Trainer Norbert Meier fasst die Faszination des Spiels zusammen: "Es gibt doch nichts schöneres als dort oben zu stehen. Dafür arbeiten wir alle doch täglich. Eben für solche Partien. Heimspiel, Montagabend, über 40.000 Zuschauer im Stadion und so ein interessanter Gegner. Ich freue mich auf ein echtes Spitzenspiel."

Auch sein Frankfurter Trainer-Kollege Armin Veh freut sich auf das Topspiel des 21. Spieltags. "Von der Tradition und der Qualität beider Mannschaften könnte das Spiel auch in der Bundesliga stattfinden", ist sich Veh sicher.

Aufstiegskampf ist "ein enges Rennen"

Dennoch vergisst auch er bei aller Begeisterung die sportliche Bedeutung nicht. Zwar vermutet Veh, dass der Aufstiegskampf auch nach dem Spitzenspiel "ein enges Rennen" bleibt. Aber ein Sieg gegen den direkten Konkurrenten wäre natürlich ein enorm wichtiger Vorteil.

Dementsprechend überließ der Eintracht-Trainer in der vergangenen Trainingswoche auch nichts dem Zufall. In einem "Geheimtraining" bereitete er seine Spieler auf das Top-Duell vor. Offenbar erfolgreich, denn Veh ist sich sicher: "Wir sind bereit."

Frankfurt leichter Favorit

Mit ähnlich großem Selbstvertrauen geht auch Düsseldorf in die Begegnung. Zwar sind selbst für die Gastgeber aktuell Siege eher Mangelware, zuletzt gab es drei Spiele ohne Sieg, doch für Fortuna-Trainer Meier ist trotzdem klar, "dass wir jedes Spiel gewinnen wollen".

Die erwähnten drei sieglosen Spiele der Fortuna bringen das Team in die Situation, dass sie als leichter Außenseiter in die Partie gehen. Das sieht zumindest Meier so, der den Frankfurtern die Favoritenrolle zuschiebt.

"Ich erwarte wie schon im Hinspiel eine hochinteressante und gutklassige Begegnung gegen einen sehr guten Gegner", gab der 53-Jährige Meier zu Protokoll.

Jeweils zwei Ausfälle

Den Schlüssel zum Sieg sieht Meier in der Chancenverwertung. "Du bekommst nicht viele Chancen in so einem Spiel. Da ist es wichtig, dass du in den wenigen Situationen, die sich ergeben, voll da bist und deine Möglichkeiten dann auch konsequent ausnutzt", erklärte der Düsseldorfer Trainer.

Solche Möglichkeiten werden Fortuna-Kapitän Andreas Lambertz und Robbie Kruse am Montag nicht nutzen können. Lambertz steht nach seiner Gelb-Roten Karte in Ingolstadt nicht zur Verfügung, und Kruse verletzte sich unter der Woche beim Testspiel der Düsseldorfer gegen Viktoria Köln am Knie.

Doch auch Eintracht Frankfurt muss auf zwei Spieler verzichten, wobei ein Ausfall, ähnlich wie bei der Fortuna, besonders weh tut. Martin Amedick kann beim Spitzenspiel verletzungsbedingt nicht mitwirken. Eine Muskelverletzung sorgt für eine zehntägige Zwangspause des Innenverteidigers der Eintracht. "Für ihn wird Anderson spielen", erklärte Veh. Zudem wird auch Pirmin Schwegler fehlen, der in der Reha nach gebrochenem Fußzeh an seinem Comeback arbeitet.