Aziz Bouhaddouz traf in dieser Saison bereits fünfmal für den FC St. Pauli - © © imago / Oliver Ruhnke
Aziz Bouhaddouz traf in dieser Saison bereits fünfmal für den FC St. Pauli - © © imago / Oliver Ruhnke
2. Bundesliga

Bouhaddouz: "Wir wollen den Schwung mitnehmen"

Köln - Der FC St. Pauli hat sich mit einer kleinen Serie von sieben Zählern aus den letzten drei Partien vom letzten Platz auf den Relegationsrang hochgearbeitet. Vor dem Spiel gegen den direkten Konkurrenten Karlsruher SC spricht Aziz Bouhaddouz, mit fünf Treffern St. Paulis bester Stürmer, über den Abstiegskampf, den Afrika Cup und den Weg zum Klassenerhalt.

"Der Afrika Cup hat mir viel Kraft gegeben"

bundesliga.de: Aziz Bouhaddouz, der FC St. Pauli hat sieben Punkte aus den letzten drei Partien geholt und die rote Laterne inzwischen abgegeben. Überwiegt bei Ihnen die Freude darüber, oder ist der Ärger über den späten Ausgleich von Arminia Bielefeld am letzten Wochenende noch größer?

Aziz Bouhaddouz: Ein, zwei Tage habe ich mich natürlich über das späte Remis geärgert. Es macht in unserer Situation aber keinen Sinn, den beiden Punkten groß hinterher zu trauern, dadurch bekommen wir sie auch nicht wieder. Wir haben das Spiel und die letzten Minuten analysiert und wissen, was wir besser machen müssen. Zuletzt haben wir aber vieles gut gemacht und sieben von neun Zählern geholt. Den Schwung nehmen wir mit in die kommenden Aufgaben.

bundesliga.de: Wie sind die Leistungen der Mannschaft seit der Winterpause insgesamt einzuordnen? Was macht sie besser als noch in der Hinrunde?

Bouhaddouz: Wir haben uns schon vor der Winterpause besser präsentiert – vor allem in der Defensive. Sie ist die Basis zum Erfolg. Den eingeschlagenen Weg haben wir auch nach dem Jahreswechsel fortsetzen können. Durch die geringeren Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen kommen wir noch besser in die Zweikämpfe. Zudem hat es auch wieder besser mit dem Toreschießen geklappt.

bundesliga.de: Sie sind im Sommer vom SV Sandhausen zum FC St. Pauli gekommen und damit zu einer Mannschaft gewechselt, die im letzten Jahr noch um den Bundesliga-Aufstieg mitgespielt hat. In der Hinrunde lief dann bei der Mannschaft nicht so viel zusammen, für Sie persönlich lief es besser. Sie haben in den ersten fünf Spielen dreimal getroffen. Wie sind Sie mit der Situation umgegangen? Kamen Sie sich vor wie im falschen Film?

Bouhaddouz: Wir sind unglücklich in die Saison gestartet und auch aufgrund vieler Verletzungen in eine Negativspirale geraten. Aus dieser konnten wir uns erst zum Ende der Hinrunde befreien. Das haben wir dank harter Arbeit aus eigener Kraft geschafft. Klar hatten wir uns das nach der guten letzten Saison anders vorgestellt, aber so ist das im Fußball. Dass es für mich trotzdem gut lief, hat mich natürlich gefreut.