
"Aufzusteigen wird die Ambition sein"
Am Montag hat Jonas Boldt seine Arbeit als Geschäftsführer Sport bei Hannover 96 aufgenommen und sich erstmals zu seiner neuen Aufgabe bei den Niedersachsen und den Zielen für die kommende Saison mit dem Zweitliga-Vierten der abgelaufen Spielzeit geäußert.
Jonas Boldt über...
... seinen Weg zu Hannover 96: Ich freue mich, nun wieder auf dieser Seite sitzen zu können. Ich habe mich gar nicht "weg" gefühlt. Nach fünf intensiven Jahren in Hamburg, habe ich mich viel weitergebildet, insbesondere in Struktur und Führung. Dabei habe ich viel in beratenden Themen gearbeitet. Über diese Thematik bin ich mit Hannover 96 zusammengekommen. Mit den Ideen und Impulsen, die ich dem Verein gegeben habe, kam der Gedanke auf, dass ich das federführend übernehmen werde. Nach guten Gesprächen mit allen Beteiligten habe ich mich letzendlich dazu entschlossen.
... ersten Herausforderungen: Es wird die Aufgabe sein, die Personen und Inhalte besser kennenzulernen. Mit Ralf Becker und Christian Titz hatte ich schon einen guten Austausch. Ralf Becker wird in seiner Funktion als Sportdirektor eine wichtige Aufgabe innehaben und das Sportliche operativ steuern. Es wird dabei wichtig sein, kurz und mittelfristige Ziele festzusetzen.
... den aktuellen Stand von 96: Das sollte man unabhängig vom letzten Tabellenstand bewerten: Der Klub hat ein sehr gutes Fundament und ist wirtschaftlich solide aufgestellt, hat außerdem ein gutes und kompaktes Mitarbeiterteam. Sicher ist der Verein auch schon länger in der 2. Bundesliga - das Ziel und der Wunsch, wieder oben dabei zu sein, ist aber da. Das war mir auch wichtig, sonst wäre mir die Entscheidung schwer gefallen. Aufzusteigen wird die Ambition sein.
... personelle Ideen: Ich sehe keinen Neustart oder Umbruch. Hannover ist in der vergangenen Saison Vierter geworden. Man kann sicher darüber diskutieren, warum es nicht für das große Ziel gereicht hat. Es wird darum gehen, mit Christian Titz und Ralf Becker die entsprechenden Lehren daraus zu ziehen und den Kader wieder zu verstärken. Es wird auch darum gehen, dass Spieler zukünftig nicht gehen, ohne dass der Klub etwas davon hat. Der Verein hat ein Fundament und darauf gilt es aufzubauen.
... das Trainerteam: Acht ausverkaufte Spiele, Tabellenplatz vier: das ist sicher ein Stück weit der Verdienst des Trainerteams. Er hat für sich auch schon einige Sachen herausgearbeitet, die man verbessern muss. Ralf Becker hat auch eine klare und starke Meinung was den Trainer betrifft. Ich bin jemand der mit den Menschen erarbeitet was man besser machen kann. Ich will Lösungsansätze finden.
... Erfolgsmodelle in der 2. Bundesliga: Ich habe versucht zu beobachten, was Erfolgsmodelle sein können. Die höchste Wahrscheinlichkeit ist es, nach einem Abstieg direkt wieder aufzusteigen, dafür gibt es einige Beispiele. Ansonsten sind es Klubs mit einer guten Struktur und Strategie gewesen. Wenn Klubs diese Strategie haben, ist die Wahrschienlichkeit auch da, in der 1. Bundesliga drin zu bleiben. Deshalb geht es auch mir darum, hier Strukturen zu schaffen, den Verein langfristig gut auszurichten und Kleinigkeiten auf allen Ebenen zu verbessern.
Quelle: Hannover 96
