Kaiserslautern - Drei können es noch schaffen! Der SV Darmstadt 98, der Karlsruher SC und der 1. FC Kaiserslautern haben noch Chancen auf den 2. Platz und damit auf den direkten Aufstieg. KSC-Trainer Markus Kauczinski sprach mit bundesliga.de.

bundesliga.de: Herr Kauczinski, vor der Saison hat Sportdirektor Jens Todt gesagt, man wolle "die Bundesliga im Auge behalten". Wie groß ist eine Runde vor Schluss der Stolz, dass man noch im Rennen ist um den Aufstieg?

Markus Kauczinski: Stolz ist vielleicht nicht ganz das passende Wort. Das ist für uns ein Riesenerfolg - für unser Team und für den gesamten Verein. Auf was wir stolz sein können, ist die Entwicklung, die wir hier bisher als Mannschaft genommen haben. Und die Chance am Sonntag ist das Ergebnis dieser Entwicklung. 

bundesliga.de: Oder überwiegt der Ärger über die Niederlage vor zehn Tagen gegen Darmstadt 98, das jetzt die besseren Karten hat?

Kauczinski: Nein, Niederlagen gehören zum Fußball dazu. In der 2. Bundesliga gibt es viele enge Situationen, in denen das Pendel am Ende in die eine oder andere Richtung ausschlagen kann. Es hängt viel an Kleinigkeiten, die am Ende den Ausschlag geben.

"Alles ist möglich"

bundesliga.de: Am Sonntag empfängt Ihr Club den TSV 1860 München zu einer Partie, die für beide Finalcharakter hat. Was für ein Spiel erwarteten Sie?

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Kauczinski: Es geht für beide Teams noch um sehr viel, daher erwarte ich ein hart umkämpftes Spiel. Umso schöner, dass wir einen ausverkauften Wildpark haben, der uns dabei lautstark unterstützen wird.

bundesliga.de: Wer darf am Sonntag um 17:15 Uhr nach Ingolstadt ebenfalls den direkten Aufstieg feiern?

Kauczinski: Alles ist möglich. Hier eine Vorhersage zu treffen, da müsste ich Hellseher sein. Was ich sagen kann, ist dass wir unser Spiel gewinnen wollen. Und dafür alles tun werden.

bundesliga.de: Sollte es jetzt nicht klappen mit dem Aufstieg, könnten Sie Ihre großartige Saison dennoch feiern, und würde man mit dem Ziel Aufstieg in die neue Saison gehen?

Kauczinski: Feiern glaube ich nicht, und welche Gefühlslage dann zum Tragen käme, ist schwer zu sagen. Aber was stimmt ist, dass wir generell mit der Entwicklung zufrieden sind. Über Ziele in der neuen Saison zu reden, macht erst Sinn, wenn wir die neue Mannschaft zusammen haben.

Die Fragen stellte Andreas Kötter

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Was wäre wenn...? Der Kampf um den Aufstieg