Heiko Butscher hat schon so einiges erlebt als Profifußballer, weshalb er sich vom Platz an der Sonne nach neun Spieltagen nicht blenden lässt.

"Es ist mir noch egal, wo wir in der Tabelle stehen. Am Ende der Saison muss man oben stehen", sagt der Kapitän der Freiburger. Vermutlich wäre ihm auch Platz zwei oder drei am Saisonende recht.

Fest steht: Freiburg will wieder rauf in die Bundesliga. Doch da geht es dem Rivalen am Mittwochabend (ab 17:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) nicht anders. Auch Mainz will zurück ins Oberhaus.

"Wollen nachlegen"

Aktuell sind die beiden Kontrahenten Erster und Dritter in der Tabelle, ein echtes Spitzenspiel also. Butscher rechnet wieder mit einem Highlight. Die vergangenen Duelle seien schließlich immer "echte Krimis" gewesen.

"Wir wollen gegen Mainz nachlegen und legen da alles rein", sagt Butscher, "wir sind zu Hause ungeschlagen. Das wollen wir auf jeden Fall beibehalten."

Dutt hat die Qual der Wahl

Erstmals in dieser Saison melden sich bis auf Felix Roth (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) alle SC-Profis einsatzbereit. Also auch Kevin Schlitte und Ali Günes, die in Ahlen noch verletzungsbedingt passen mussten.

"Wir haben die Qual der Wahl und müssen fünf Akteuren mitteilen, dass sie nicht im Kader stehen werden", so Trainer Robin Dutt. Wechsel in der Startelf wollte der Trainer, trotz des überzeugenden Auftritts in Ahlen, nicht gänzlich ausschließen.

Mainz-Trainer Jörn Andersen glaubt an eine Auseinandersetzung mit offenem Visier.

"Die Mannschaften, die sich vor dem SC Freiburg verstecken, haben Probleme. Der SC wird sicher mehr nach vorne spielen als Duisburg, und das wird uns viel mehr liegen. Unsere Stürmer werden in dieser Partie wohl mehr Bälle bekommen und hoffentlich auch wieder Tore schießen", so der Trainer. Zuletzt blieb Mainz zweimal ohne Treffer.


Fakten zum Spiel:

Die Zuschauer sollten auf jeden Fall bis zum Schluss bleiben: In der letzten Saison traf Neven Subotic mit seinem Last-Minute-Tor zum 1:1-Endstand in Freiburg, am Mainzer Bruchweg waren gar beide Tore (1:1) erst in der 90. Minute gefallen.

Die Breisgauer gewannen ihre vergangenen drei Heimspiele zu Null und stellen mit nur einem Gegentor zu Hause die beste Abwehr aller Teams.

Mainz blieb in vier seiner vergangenen fünf Partien ohne Gegentreffer.


TSV 1860 München - TuS Koblenz

Drei Siege in Serie, die Münchner "Löwen" sind in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Vor dem Spiel gegen Koblenz fordert Trainer Marco Kurz: "Man muss wieder genauso arbeiten wie zuletzt." Er bezieht sich damit auf das zurückliegende Heimspiel gegen Greuther Fürth (3:1). "Wir wollen an das Spiel anknüpfen und die Punkte in München behalten", so Kurz.

Fakten zum Spiel:

1860 holte an den vergangenen vier Spieltagen zehn Punkte - die meisten aller Teams.

Koblenz holte aus den bisherigen vier Auswärtsspielen nur einen Punkt.


MSV Duisburg - FC St. Pauli

Der MSV Duisburg könnte durch einen Heimsieg gegen den auswärts noch punktlosen FC St. Pauli das Spitzentrio unter Druck setzen.

Marcel Herzog, bisher Ersatz für den verletzten Tom Starke, wird bis zur Winterpause weiterhin das Tor des MSV Duisburg hüten. "Marcel hat seine Chance genutzt und sich mit hervorragenden Leistungen empfohlen. Ihm gebührt aktuell mein Vertrauen. Im Winter wird der Kampf um die Nummer eins wieder von vorne beginnen", erklärte Trainer Rudi Bommer.

Ansonsten wird der 51-Jährige die Startformation erneut nicht ändern. Auf der Bank wird das Personal aber etwas verändert. Gordon Schildenfeld und Valentine Atem nehmen für Nicky Adler und Fernando Avalos auf der Ersatzbank Platz.

"Ich kann nur einen Innenverteidiger in den Kader nehmen. Deshalb wechsele ich an dieser Stelle durch. Atem hat sich in den letzten Tagen im Training gut präsentiert, weshalb er sich auch erneut die Chance verdient hat", erklärte Bommer.

Fakten zum Spiel:

Keines der zwölf Pflichtspiele zwischen beiden Teams endete torlos.

Der FC St. Pauli holte keinen seiner 13 Punkte auswärts. Damit sind die Hamburger Schlusslicht der Auswärtstabelle und Tabellenführer im Heimranking.

1. FC Nürnberg - Rot-Weiß Oberhausen

Oberhausen kommt mit der Empfehlung eines Sieges gegen Kaiserslautern nach Nürnberg. FCN-Trainer Michael Oenning versetzt das aber nicht in Schrecken.

"Sicher hat RWO ein tolles Spiel gemacht und gewonnen, aber Oberhausen hat auf der anderen Seite auswärts auch noch keine Bäume ausgerissen - da haben wir schon den Anspruch, zu gewinnen."

Im Heimspiel am Mittwoch kann Oenning nach Stand der Dinge wieder auf Peer Kluge setzen. Der in Koblenz mit einer Grippe ausgefallene Mittelfeld-Stratege stieg am Montag wieder ins Training ein. "Ich hoffe, das klappt bis Mittwoch", so Oenning.

Dann will sein Team das Remis in Koblenz vergessen machen. "Ich habe in Koblenz keine schlechte Mannschaft gesehen, sondern eine fahrlässige", sagte Oenning, "das ärgert mich!"

Oberhausen hat allerdings durchaus frischen Mut gefasst durch den Sieg gegen den FCK. "Wir haben gesehen, was für uns in dieser Liga möglich ist. So können wir in dieser Liga gegen jeden Gegner bestehen", findet Mike Terranova.

Fakten zum Spiel:

In seinen vergangenen beiden Heimspielen ließ Nürnberg nur ein Gegentor zu.

RWO ist noch ohne Auswärtspunkt und kassierte auf fremden Plätzen jeweils mindestens zwei Gegentreffer.

Trotz lediglich vier Gegentoren in den vergangenen drei Spielen hat RWO immer noch die schwächste Defensive der Liga (22 Gegentreffer).


1. FC Kaiserslautern - VfL Osnabrück

Der 1. FC Kaiserslautern will sich gegen Osnabrück für das 1:2 in Oberhausen rehabilitieren. "Zu Hause werden wir anders auftreten", verspricht Trainer Milan Sasic.

Fakten zum Spiel:

Der FCK gewann seine vergangenen acht Heimspiele.

Osnabrück ging bei den vergangenen drei Auswärtspartien als Verlierer vom Platz.