Köln - Jetzt sind es nur noch 90 Minuten. Sechs Teams kämpfen am 34. Spieltag noch um den Verbleib in der 2. Bundesliga. Selten war der Klassenkampf spannender. bundesliga.de zeigt auf, was den Clubs jetzt noch Hoffnung macht.

SV Sandhausen

Eigentlich verliefen die vergangenen Wochen nicht wirklich nach Plan. Dennoch haben die Sandhäuser vor dem 34. Spieltag die beste Ausgangsposition von allen sechs Mannschaften. Beim Auswärtsspiel beim VfL Bochum, gegen den man in den letzten drei Duellen keine Gegentor kassierte, braucht man nur noch einen Zähler, um den Deckel endgültig drauf zu machen.  

Für die Mannschaft von Coach Alois Schwartz spricht zudem, dass sie sich zuletzt auf fremden Platz deutlich wohler gefühlt hat als Zuhause. Von den letzten sieben Auswärtsspielen verlor man nur eins, die letzte Partie in der Fremde endete mit dem höchsten Sieg der eigenen Zweitliga-Geschichte (4:0 in Leipzig).

Vfl Bochum - Sandhausen (So., ab 15 Uhr im Live-Ticker)

SpVgg Greuther Fürth

Die Formkurve der Spielvereinigung zeigte zuletzt nach oben. Die Handschrift von Mike Büskens wird immer mehr erkennbar. Zwei der letzten drei Spiele haben die Franken gewonnen. Ganz anders die Situation beim kommenden Gegner RB Leipzig, der die letzten drei Spiele allesamt verloren hat.

Für Fürth spricht zudem die Stärke beim ruhenden Ball. So traf einzig Meister Ingolstadt öfter nach einem Freistoß (neun Freistoß-Tore). Dass mit Leipzig nun ausgerechnet das Team kommt, das ligaweit die meisten Fouls am Gegenspieler begangen hat, dürfte der Büskens-Truppe in die Karten spielen.

RB Leipzig - SpVgg Greuther Fürth (So., ab 15 Uhr im Live-Ticker)

FC St. Pauli

Wie Sandhausen und Fürth kann sich auch Pauli aus eigener Kraft retten. Zwar haben die Hamburger mit dem Spiel in Darmstadt auf den ersten Blick die schwerste Aufgabe, doch diese Situation kennen sie bereits. Am 32. Spieltag spielte man beim bis dahin zu Hause ungeschlagenen 1. FC Kaiserslautern und fügte dem FCK die erste Heimniederlage der Saison zu.

Die Mannschaft von Ewald Lienen ist zudem das formstärkste Team der 2. Bundesliga. In der Tabelle der letzten sieben Spieltage ist man Spitzenreiter, holte aus den letzten sieben Spielen einen Punkt mehr (15) als Meister Ingolstadt (14). 

SV Darmstadt - FC St. Pauli (So., ab 15 Uhr im Live-Ticker)

TSV 1860 München

Ähnlich wie Pauli mit Darmstadt hat auch 1860 mit dem Karlsruher SC einen dicken Brocken vor der Brust. Doch die Löwen steigern sich am Gegner, blieben in dieser Saison beispielsweise gegen die beiden Topteams Ingolstadt und Darmstadt ungeschlagen (vier Unentschieden). 

Mut macht zudem, dass man pünktlich zum Saisonendspurt nochmal in Schwung gekommen ist. In den letzten letzten fünf Partien gelangen drei Siege - zuletzt siegte man erstmals in dieser Saison zwei Mal in Folge.

Karlsruher SC - 1860 München (So., ab 15 Uhr im Live-Ticker)

FSV Frankfurt

Der FSV lässt im Kampf um den Klassenerhalt nichts unversucht, einen Spieltag vor Saisonende wurde mit Tomas Oral noch einmal ein neuer Coach installiert, der beim FSV schon erfolgreich gearbeitet hat (unter anderem Aufstieg in die 2. Bundesliga 2008).

Für Gegner Düsseldorf geht es um nichts mehr, die Luft ist raus. Vor allem vor heimischem Publikum tat sich die Fortuna enorm schwer und konnte nur eins der letzten sieben Spiele für sich entscheiden. Kein Nachteil für die Hessen, die auf des Gegners Platz sogar mehr Punkte (20) sammeln konnten als Zuhause (16).

Fortuna Düsseldorf - FSV Frankfurt (So., ab 15 Uhr im Live-Ticker)

Erzgebirge Aue

Bei den Veilchen stimmt die Form. An den letzten acht Spieltagen holten nur St. Pauli und Meister Ingolstadt mehr Punkte. Aue stellt zwar die schwächste Offensive der Liga (30 Tore), doch zuletzt ist der Knoten geplatzt. Sieben Tore in vier Spielen können sich sehen lassen. 

Die Mannschaft von Tomislav Stipic kennt sich zudem mit dem Druck aus. 21 Mal belegte Aue in dieser Saison einen direkten Abstiegsplatz, so mancher hatte sie schon abgeschrieben.

1. FC Heidenheim - Erzgebirge Aue (So., ab 15 Uhr im Live-Ticker)

Von Thomas Ziemann