
Ben Farhat glänzt mit Doppelpack: Karlsruher SC gewinnt in Magdeburg
Der Karlsruher SC hat beim 1. FC Magdeburg mit 3:1 (1:0) gewonnen. Louey Ben Farhat (20., 53.) und Marvin Wanitzek (87.) erzielten die Tore für den KSC, während Dariusz Stalmach (66.) für die Gastgeber traf. Trotz deutlicher Überlegenheit bei Ballbesitz (61 Prozent) und Torschüssen (24:7) konnte der FCM seine Chancen nicht nutzen. Die Gäste zeigten sich hocheffizient und feierten den dritten Sieg in Folge gegen Magdeburg.
Der 1. FC Magdeburg empfing den Karlsruher SC am 24. Spieltag der 2. Bundesliga mit einer besonderen Statistik im Rücken: Zu Hause hatte der FCM gegen den KSC noch nie verloren. Während die Gäste aus Baden durch den 3:1-Heimsieg gegen Holstein Kiel in der Vorwoche mit Rückenwind anreisten, mussten die Magdeburger die 3:5-Niederlage auf Schalke verdauen.
FCM-Trainer Petrik Sander nahm im Vergleich zur Vorwoche zwei Änderungen vor und brachte Silas Gnaka sowie Richmond Tachie von Beginn an. KSC-Coach Christian Eichner vertraute hingegen derselben Startformation wie beim Erfolg gegen Kiel.
Magdeburg dominant, aber KSC eiskalt
Die Gastgeber starteten engagiert und erarbeiteten sich bereits in der zweiten Minute die erste Gelegenheit durch Richmond Tachie, dessen Kopfball nach Flanke von Baris Atik knapp das Ziel verfehlte. In der 7. Minute musste FCM-Keeper Dominik Reimann gegen Roko Šimić eingreifen, der nach Vorlage von Louey Ben Farhat zum Abschluss kam.
Die Magdeburger blieben spielbestimmend, doch in der 20. Minute schlug der KSC zu: Ben Farhat setzte sich auf der linken Seite durch, zog nach innen und hämmerte den Ball mit rechts unhaltbar in die linke obere Ecke. Ein Treffer gegen den Spielverlauf, denn bis dahin verzeichnete der FCM ein klares Chancenplus von 5:1.
Ben Farhat legt nach, Stalmach antwortet
Nach dem Seitenwechsel wechselte Sander doppelt und brachte Marcus Mathisen und Dariusz Stalmach. Doch statt des erhofften Ausgleichs fiel das nächste Gegentor: Ben Farhat schnappte sich in der 53. Minute am Strafraumrand den Ball, setzte sich erneut durch und traf präzise ins lange Eck.
Die Statistik verriet: Der KSC benötigte für zwei Tore lediglich einen xG-Wert von 0,21. Die Heimelf gab nicht auf und wurde in der 66. Minute belohnt: Nach einer Kombination über die rechte Seite bediente Atik Stalmach, der zentral zum 1:2-Anschluss vollendete. Für Atik war es bereits die achte Torvorlage der Saison.
Wanitzek macht den Deckel drauf
Nach dem Anschlusstreffer drängte der FCM vehement auf den Ausgleich. Mateusz Zukowski hatte in der 74. Minute eine gute Möglichkeit, aber KSC-Keeper Hans Christian Bernat parierte stark. Auch Laurin Ulrich verpasste in der 81. Minute nur knapp das 2:2.
Als Magdeburg alles nach vorne warf, machte der KSC den Sack zu: Der eingewechselte Philipp Förster bediente Marvin Wanitzek, dessen erster Schuss noch abgewehrt wurde, ehe er im Nachsetzen zum 3:1-Endstand traf (87.). Für Wanitzek war es bereits der elfte Saisontreffer.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Magdeburg 2,51 - Karlsruhe 0,87
Schnellster Spieler: Philipp Hercher (FCM), 33,81 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 0:2 von Louey Ben Farhat (KSC), 8,7 Prozent
Most Pressed Player: Laurin Ulrich (FCM), 20 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Baris Atik (FCM), 4,31

