Anzeige
Alphonso Davies eröffnet mit seinen Kanadiern das Sechzehntelfinale der WM 2026
Alphonso Davies eröffnet mit seinen Kanadiern das Sechzehntelfinale der WM 2026 - © IMAGO/BOB FRID
Alphonso Davies eröffnet mit seinen Kanadiern das Sechzehntelfinale der WM 2026 - © IMAGO/BOB FRID
bundesliga

Das Sechzehntelfinale der WM: alle Spiele in der Übersicht

Die Vorrunde der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko ist vorbei. 32 der ursprünglich 48 Nationen stehen nun im Sechzehntelfinale. bundesliga.de wirft auf einen Blick auf alle Partien der ersten K.o.-Runde.

Südafrika - Kanada (Sonntag, 28. Juni, 21 Uhr)

Einer der drei Gastgeber darf als erstes in der K.-o.-Runde ran: Kanada. Die haben allerdings kein Heimspiel: Für Alphonso Davies und Co. geht es nach Los Angeles, im SoFi Stadium wartet Südafrika, das erstmals die Gruppenphase einer WM überstanden hat. "Ein wunderschönes Stadion, ich freue mich, dort zu spielen", sagte Bayern-Star Davies, der mit den Canucks ins Achtelfinale einziehen will. Dort würden dann die Niederlande oder Marokko in Houston warten.

Brasilian - Japan (Montag, 29. Juni, 19 Uhr)

Sie haben spielerisch überrascht und teilweise verzückt: Japan. Die Asiaten hätten in der starken Gruppe mit den Niederländern und Schweden durchaus auch Gruppensieger werden können. Letztendlich ging Platz eins an die Elftal, die "Samurai Blue" landeten zwei Zähler dahinter und sind noch ungeschlagen. Brasilien hat nicht immer überzeugt, sich aber kontinuierlich gesteigert. Es wird das zweite Duell der beiden Nationen bei einer WM: Zuletzt gab es das 2006 in der Gruppenphase. Brasilien siegte in Dortmund mit 4:1.

Deutschland - Paraguay (Montag, 29. Juni, 22:30 Uhr)

Auch die Partie der DFB-Elf gegen Paraguay gibt es das zweite Mal bei einer WM: 2002 waren die Südamerikaner deutscher Gegner im Achtelfinale. Der damalige Bundestrainer Rudi Völler, jetzt Sportdirektor des DFB, erinnerte sich zuletzt auf einer Pressekonferenz: "Auch damals waren sie sehr körperlich und nicht angenehm zu bespielen. Damals haben wir spät das Tor gemacht und sind eine Runde weitergekommen. Das würde ich am Montag so auch nehmen!" Damals ging es für Deutschland noch bis ins Finale – das würde Rudi Völler sicherlich auch so mitnehmen!

Niederlande - Marokko (Dienstag, 30. Juni, 3 Uhr)

Sie haben in der Vorrunde richtig guten Offensivfußball geboten: die Niederlande. Die Elf von Bondscoach Ronald Koeman blieb ungeschlagen, holte sieben Punkte. Gegen starke Japaner gab es ein 2:2, die ambitionierten Schweden wurden mit 5:1 abgekanzelt. Aber Marokko hat es in sich: Der amtierende Afrika-Cup-Sieger hat die Gruppe punktgleich mit Brasilien beendet, ist nur wegen des Torverhältnisses Zweiter geworden. Beide Seiten haben gut aufgelegte Torjäger in den eigenen Reihen: Brian Brobbey bei den Niederlanden (einst bei RB Leipzig) hat ebenso drei Treffer auf dem Konto wie Marokkos Ismael Saibari, der zum Fußballer des Jahres 2025/26 in der niederländischen Eredivisie gewählt wurde.

Volle Kraft Richtung K.-o.-Runde!

Elfenbeinküste - Norwegen (Dienstag, 30. Juni, 19 Uhr)

Die physisch enorm starke Elfenbeinküste bekommt es nun mit skandinavischen Brechern zu tun: Die beiden ehemaligen Bundesliga-Profis Erling Haaland (BVB), der bei der WM schon vier Mal eingenetzt hat, sowie Alexander Sørloth (RBL) sind nur extrem schwer zu verteidigen. Das Gleiche gilt aber auch für Yan Diomande. Der Shooting-Star von RB Leipzig trumpft auch bei der WM groß auf und war maßgeblich daran beteiligt, dass die Ivorer erstmals die K.o.-Runde einer Weltmeisterschaft erreicht haben. Es wird spannend, wer sich in diesem Duell der Wuchtigen und Begabten duchsetzen wird.

Frankreich - Schweden (Dienstag, 30. Juni, 23 Uhr)

Was Frankreich in der Gruppenphase geboten hat? Ein Spektakel nach dem anderen! Die Mannschaft verfügt in der Offensive über Stars en masse, vor allem Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé und Michael Olise spielen ihren Gegnern regelmäßig Knoten in die Beine – und das in Höchstgeschwindigkeit. Ja, die Schweden haben in Viktor Gyökeres (einst St. Pauli) und Alexander Isak (einst Dortmund) ebenfalls sehr starke Angreifer – gegen "Les Bleus" dürfte aber Endstation sein.

Mexiko - Ecuador (Mittwoch, 1. Juli, 3 Uhr)

Die Mexikaner haben eine überragende Vorrunde absolviert: Der Co-Gastgeber hat all seine Gruppenspiele gewonnen und dabei kein Gegentor kassiert. Die Euphorie im Land ist groß – möglicherweise groß genug, um die robusten und defensivstarken Ecuadorianer aus dem Weg zu räumen. Hier bahnt sich ein enges Match auf Augenhöhe an.

England - DR Kongo (Mittwoch, 1. Juli, 18 Uhr)

Gruppensieg, K.-o.-Runde, ein Harry Kane in Topform – die "Three Lions" machen unter Trainer Thomas Tuchel einen sehr gefestigten Eindruck. Offensiv hakt es ab und an zwar noch, doch anders als in den Jahren zuvor agieren die Engländer weniger abwartend, sondern aktiver und aggressiver in der Arbeit gegen den Ball. Kane, Jude Bellingham, Declan Rice, Bukayo Saka – das Mutterland des Fußballs ist gesegnet mit einer Reihe von Ausnahmekönnern. Doch Vorsicht: Die Demokratische Republik Kongo hat den hochgehandelten Portugiesen in der Gruppenphase einen Zähler abgeluchst und geht euphorisiert in die erste K.-o.-Runde bei einer WM.

Deutsche Fans feiern am Times Square

Belgien - Senegal (Mittwoch, 1. Juli, 22 Uhr)

Die Europäer sicherten sich am letzten Gruppenspieltag den ersten Platz – spielerisch überzeugt hatte die Mannschaft um die Altstars Kevin De Bruyne, Romelu Lukaku und Thibaut Courtois bislang noch nicht so richtig. Mit den "Löwen von Teranga" wartet eine kampf- und spielstarke Mannschaft, die es in der Gruppenphase sehr gut gegen Frankreich und auch Norwegen gemacht hat. In Ismaila Sarr hat man zudem einen sehr torgefährlichen Flügelspieler in den eigenen Reihen (drei Treffer). Für Sadio Mané, Nicolas Jackson und Bara Sapoko Ndiaye (allesamt Bayern-erfahren) kann es durchaus in die nächste Runde gehen.

USA - Bosnien-Herzegowina (Donnerstag, 2. Juli, 2 Uhr)

Der Gastgeber ist mit energetischem Fußball an die Tabellenspitze der Gruppe D gestürmt, hat viele aktive und ehemalige Profis aus der Bundesliga am Start. Die hat auch Bosnien-Herzegowina. Als einer der acht besten Gruppendritten ist das Team des früheren Knipsers Sergej Barbarez in diese K.-o.-Runde eingezogen, gegen Kanada, die Schweiz und Katar überzeugte die Elf noch nichtt so recht. Was aber eine Motivationsspritze sein könnte: Die US-Moderatorin Abigail Vélez sagte bei ABC, sie wisse "gar nicht, wo Bosnien überhaupt liegt" – vielleicht sorgen Edin Džeko und Co. Donnerstagnacht dafür, dass in den USA zukünftig nie wieder vergessen wird, wo das kleine Balkan-Land liegt.

Spanien - Österreich (Donnerstag, 2. Juli, 21 Uhr)

Spanien ist einer der Top-Favoriten auf den WM-Titel. Die Iberer mussten nach dem 0:0 gegen Neuling Kap Verde Häme einstecken, spätestens, seitdem die Afrikaner auch in die K.o.-Runde eingezogen sind, redet niemand mehr von einer Blamage. "La Furia Roja" fegte nach dem torlosen Auftakt über Saudi-Arabien hinweg (4:0) und ließ auch Uruguay keine Chance (1:0). In Lamine Yamal vom FC Barcelona verfügt Spanien zudem über einen der talentiertesten und stärksten Akteure im ganzen Turnier. Abschreiben darf man Rot-Weiß-Rot aber keinesfalls! Das bewies das ÖFB-Team nicht nur gegen Argentinien (0:2), sondern vor allem auch gegen Algerien, als man in der 94. Minute das 2:3 kassierte, eigentlich schon ausgeschieden war, um dann in der 96. Minute den Punkt und das Sechzehntelfinale zu sichern. Die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick hat Nerven wie Drahtseile.

Portugal - Kroatien (Freitag, 3. Juli, 1 Uhr)

Extrem tough sind auch die Kroaten: Das kleine Land am Adriatischen Meer schaffte es 2018 ins WM-Finale, wurde 2022 Dritter – und hat so viel Qualität in den eigenen Reihen, dass auch in diesem Jahr wieder mit ihnen gerechnet werden muss. Jungstars wie Luka Vušković verstehen sich blendend mit erfahrenen Recken wie Andrej Kramarić oder dem ewigen Luka Modrić, der bereits 40 Jahre alt ist und dennoch Maßstäbe im zentralen Mittelfeld setzt. Maßstäbe setzen, Rekorde aufstellen und Ü40 – schon wären wir bei Modrićs einstigem Teamkollegen Cristiano Ronaldo. Der Europameister von 2016 und UEFA Nations-League-Sieger von 2025 ist gar schon 41, hat bei dieser WM aber auch schon doppelt getroffen. CR7 ist der Spieler, der bei sechs Weltmeisterschaften eingenetzt hat. Dieses Duell zweier abgezockter und technisch starker Teams könnte zum Hochgenuss werden – aber nur einer von den zwei ehemaligen Weltfußballern wird im Turnier verbleiben können.

Was Götze für sein WM-Tor eintauschen würde 🏆

Schweiz - Algerien (Freitag, 3. Juli, 5 Uhr)

Sieben Jahre lang war er der Trainer der Schweizer Nati: Vladimir Petković. Der einstige Mittelfeldspieler führte die Alpenrepublik, wo er mit 78 Länderspielen Rekord-Trainer ist, 2016 ins Achtelfinale der EM und 2018 ins Achtelfinale der WM. "Unsere Beziehung war ganz besonders", sagte Granit Xhaka, Kapitän der Schweiz nachdem Petković 2021 nach der EM die Nati verließ, um Girondins Bordeaux zu trainieren. Fünf Jahre später treffen sich zwei extrem talentierte Mannschaften wieder. Für die Höhepunkte werden in diesem Spiel wohl Johan Manzambi (Freiburg) und Ibrahim Maza (Leverkusen) sorgen.

Australien - Ägypten (Freitag, 3. Juli, 20 Uhr)

Es könnte die letzte WM von Mo Salah sein. Der ägyptische Flügelstürmer führte zusammen mit dem ehemaligen Frankfurter Omar Marmoush den Rekord-Afrikameister beinahe zum Gruppensieg und zum ersten Einzug Ägyptens in die K.-o.-Runde. Die "Pharaonen" überzeugten bislang spielerisch, nun geht es gegen die athletischen "Socceroos" aus Down Under um Jackson Irvine und Connor Metcalfe (beide St. Pauli). Bitter für Ägypten: Salah musste im letzten Gruppenspiel verletzt ausgewechselt werden, hat Oberschenkelbeschwerden. Noch ist nicht klar, ob der 34-Jährige gegen Australien mitwirken kann.

Argentinien - Kap Verde (Samstag, 4. Juli, 0 Uhr)

Drei Spiele, drei Siege. Zudem ein Topstar in Topform: Argentinien um Lionel Messi schickt sich an, den Titel von 2022 zu verteidigen. Der Altstar, der mittlerweile bei Inter Miami spielt, hat in der Vorrunde sechs von acht Treffern der "Albiceleste" erzielt und ist mit 19 Treffern nun der torgefährlichste WM-Spieler überhaupt, überbot Miroslav Kloses Rekord von 16 WM-Buden. WM-Neuling Kap Verde hat keines seiner drei Gruppenspiele verloren, ist mit drei Zählern Zweiter hinter Favorit Spanien geworden. Beißen sich Messi und Co. die Zähne an Vozinha und dem früheren Viktoria-Köln-Spieler Sidny Lopes Cabral (jetzt Benfica Lissabon) aus? Das scheint undenkbar, aber Spanien schaffte es auch nicht, gegen die Afrikaner zu treffen ...

Kolumbien - Ghana (Samstag, 4. Juli, 3:30 Uhr)

Die Südamerikaner haben die Gruppe K souverän gewonnen, boten Portugal mehr als nur die Stirn. Ohne Niederlage ist das Team von Bayern-Star Luis Díaz ins Sechzehntelfinale eingezogen. Dort wartet auf die "Cafeteros" Ghana, das mit hoher defensiver Disziplin besticht und in Antoine Semenyo (Manchester City) einen pfeilschnellen Ausnahmespieler vorweisen kann. Díaz und die früheren Bundesliga-Profis Santiago Arias (Leverkusen), Jhon Córdoba (Köln und Hertha) sowie Altstar James Rodríguez (Bayern) gehen favorisiert in die Partie. Unterschätzen darf man die "Black Stars" von Defensiv-Guru Carlos Queiroz aber nicht.

Weitere Videos