
DFB-Team im WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay: Erinnerungen an Ecuador
Zwischen Paraguay, Deutschlands Sechzehntelfinalgegner bei dieser Weltmeisterschaft, und Ecuador, dem DFB-Besieger aus der Gruppenphase, gibt es viele Parallelen. Die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann nimmt in Boston dennoch deutlich die Favoritenrolle ein.
So setzt "La Albirroja" vor allem auf Aggressivität in den Zweikämpfen und eine kompakte Defensive. Anders als "El Tri" verfügt Paraguay aber nicht über Starspieler wie Moisés Caicedo, Willian Pacho sowie Piero Hincapié. Auch dass es für Deutschland im letzten Vorrundenspiel tabellarisch um nichts mehr ging, darf nicht außer Acht gelassen werden.
Bollwerk bringt Messi und Co. zur Verzweiflung
Beim Team von Gustavo Alfaro verteidigen mit dem 33 Jahre alte Kapitän Gustavo Gómez von Palmeiras São Paulo und dem früheren Herthaner Omar Alderete vom AFC Sunderland in der zentralen Abwehr hingegen weniger bekannte Akteure. Dennoch kassierten die Weißroten in den zwölf WM-Qualifikationsspielen unter dem argentinischen Coach, der nach schwachem Start in die Quali übernahm, nur sieben Gegentore; fast schon merkwürdig kommt in diesem Zusammenhang das 1:4 zum Weltmeisterschaftsauftakt gegen Gastgeber USA daher.
Im Mittelfeld geht Diego Gómez von Brighton & Hove Albion voran. Im Angriff ruhen die paraguayischen Hoffnungen auf Julio Enciso von Racing Straßburg, den die Fans des 1. FSV Mainz 05 aus dem Conference-League-Viertelfinalrückspiel noch in Erinnerung haben dürften, als der Youngster beim 4:0 nach dem 0:2 im Hinspiel einmal traf und zwei Tore vorbereitete.
"Wir sollten gewarnt sein"
In den zwölf Qualifikationsbegegnungen unter Alfaro schlugen "Los Guaranies" unter anderem ihre Nachbarländer Argentinien mit Legende Lionel Messi und Brasilien mit Real Madrids Superstar Vinícius Júnior, verloren gar lediglich einmal bei der "Seleção". Zur Wahrheit gehört jedoch ebenfalls, dass die Albirroja sich offensiv oft schwertut, in diesen zwölf Spielen nur 13 Treffer markierte.
"Du gehst natürlich als klarer Favorit in die Partie", erklärt auch MagentaTV-Experte Jonas Hofmann von Bayer 04 Leverkusen, vor nicht allzu langer Zeit noch selbst für die DFB-Auswahl am Ball. "Aber wir sollten gerade gegen eine südamerikanische Mannschaft gewarnt sein, weil sie von der Spielweise sehr aggressiv und gierig sind."

