
Mathisen trifft, Klaus antwortet: St. Pauli und Fürth teilen die Punkte
Der FC St. Pauli und SpVgg Greuther Fürth trennen sich zum Auftakt der Zweitliga-Saison 2026/27 1:1 (0:0). Marcus Mathisen (46.) brachte die "Kiezkicker" in Führung, ehe Felix Klaus (52.) für den Ausgleich der Franken sorgte. Am Ende blieb es am Millerntor dank starker Torhüterleistungen auf beiden Seiten beim Remis.
Zum Auftakt der Saison 2026/27 empfing der FC St. Pauli am Millerntor die SpVgg Greuther Fürth. Besonderes Interesse galt dem Wiedersehen mit Branimir Hrgota, der nach sieben Jahren und 242 Pflichtspielen für Fürth in diesem Sommer ans Millerntor gewechselt war und nun direkt gegen seinen Ex-Club ran musste. Auch Marcus Mathisen stand als weiterer Neuzugang in der Startelf von Trainer Marcel Rapp.
Auf Fürther Seite setzte Heiko Vogel gleich auf fünf Neuzugänge: Ole Pohlmann, Jannis Heuer, Shinta Appelkamp, Krisztián Keresztes und Florian Hellstern standen von Beginn an auf dem Platz.
Dominanter Start der Hausherren
St. Pauli begann die Partie mit viel Ballbesitz und hohem Pressing. Die Kiezkicker rissen die Spielkontrolle früh an sich und ließen Fürth kaum aus der eigenen Hälfte heraus. In der vierten Minute wurde ein Schuss von Mathias Rasmussen geblockt, kurz darauf scheiterte Martijn Kaars nach einem Pass von Hrgota an Torhüter Florian Hellstern (13.).
Hrgota selbst dribbelte sich in der siebten Minute bis zur Grundlinie durch und schlug den Ball flach vor das Tor, fand aber keinen Abnehmer. Louis Oppie sorgte mit seinen Flanken von der linken Seite immer wieder für Gefahr.
Voll und Hellstern halten die Null
In der 19. Minute wurde es brandgefährlich: Ein langer Ball hinter die Kette fand Felix Klaus völlig frei, der aus elf Metern abschloss. Ben Voll blieb lange stehen, machte sich breit und parierte den Flachschuss mit einem starken Reflex. In der 25. Minute kratzte Hellstern einen Kopfball von Tomoya Andō nach einer Oppie-Flanke gerade noch von der Linie.
Klaus und Voll lieferten sich in der Folge ein echtes Privatduell: In der 36. und 43. Minute parierte Voll weitere Schüsse des Fürther Routiniers. Auch Hellstern auf der Gegenseite zeigte starke Reaktionen. Mit einem torlosen 0:0 ging es in die Pause.
Mathisen trifft zur Führung
Direkt nach Wiederanpfiff schlug St. Pauli zu: Hrgota schlug in der 46. Minute eine Ecke von der linken Seite in den Strafraum und fand Mathisen zentral vor dem Tor. Der Verteidiger köpfte den Ball aus kurzer Distanz links ins Netz – 1:0 für die Hausherren! Es war eine Co-Produktion der beiden Neuzugänge und brachte das Millerntor zum Kochen.
Klaus gleicht aus
Fürth antwortete schnell: In der 52. Minute spielte Jannik Dehm einen herrlichen Steckpass in den Strafraum. Klaus zog aus knapp 15 Metern halbrechts vor dem Tor aus der Drehung ab und traf leicht abgefälscht von Mathisen ins kurze Eck – 1:1. Nach sieben Versuchen in diesem Spiel hatte Klaus endlich seinen Treffer erzielt. In der 57. Minute landete der Ball nach einer Oppie-Flanke sogar im Netz via Kaars, doch die Fahne ging hoch: Abseits.
Pyrka sieht Gelb, Chancen auf beiden Seiten
In der 61. Minute stoppte Arkadiusz Pyrka mit einer starken Grätsche einen Fürther Konter, feierte sich dabei aber zu provokativ vor Klaus' Gesicht – Schiedsrichter Osmers zeigte die Gelbe Karte. In der 68. Minute köpfte Kaars nach einer Pyrka-Flanke in Richtung langer Ecke, Hellstern lenkte den Ball jedoch über die Latte. St. Pauli drängte auf den Siegtreffer, Fürth verteidigte geschickt.

Dramatische Schlussminuten
In der Nachspielzeit gab es noch einmal Aufregung: Jones legte sich den Ball per Kopf an Dehm vorbei, der den Joker unsanft stoppte. Osmers konsultierte den VAR, entschied sich aber gegen einen Elfmeter. In der 90.+7 Minute rettete Voll mit einer starken Parade gegen Dennis Srbeny, nachdem Sillah mustergültig quergelegt hatte. Das Spiel endete 1:1.
Bundesliga Match Facts
xGoals: St. Pauli 1,91 - Fürth 1,50
Schnellster Spieler: Arkadiusz Pyrka (STP), 35,89 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 1:0 von Marcus Mathisen (STP), 11 Prozent
Beste Pass Effizienz: Shinta Appelkamp (SGF), +3,65