
Der FCN gewinnt dank eines überragenden Zoma
Der 1. FC Nürnberg hat die SG Dynamo Dresden im zum Saisonauftakt mit 3:0 (2:0) bezwungen. Mohamed Alì Zoma startet nach Treffern in der 9., 45.+3 und 75. Minute mit einem Hattrick in die neue Spielzeit.
Der 1. FC Nürnberg empfing am 1. Spieltag der 2. Bundesliga-Saison 2026/27 die SG Dynamo Dresden im Max-Morlock-Stadion. Club-Trainer Miroslav Klose setzte dabei auf eine junge Startelf mit einem Durchschnittsalter von nur 23,1 Jahren – deutlich jünger als die Gäste aus Dresden (26,4 Jahre). In der Innenverteidigung bildeten die Neuzugänge Fynn Otto und Alexios Kalogeropoulos das Abwehrzentrum.
Bei Dynamo war Nicolai Rapp neben den nach Leihe fest verpflichteten Jonas Sterner, Thomas Keller, Robert Wagner und Ben Bobzien der einzige echte Neuzugang in der Startelf von Thomas Stamm.

Zoma trifft früh zur Führung
Bereits nach wenigen Sekunden scheiterte Jakob Lemmer nach einer Hereingabe von Bobzien mit einem Schuss über das Nürnberger Tor. Der FCN antwortete prompt: In der 9. Minute setzte sich Finn Becker gegen mehrere Gegenspieler durch und schickte Mohamed Alì Zoma auf der linken Seite in den Strafraum. Zoma ließ sich nicht aufhalten, zog in die Mitte und versenkte die Kugel mit dem rechten Fuß im Tor – 1:0.
Es war bereits sein zehnter Treffer in den letzten elf Zweitliga-Spielen und gleichzeitig der 750. Nürnberger Heimtreffer in der 2. Bundesliga. Nach dem frühen Rückstand übernahm Dresden zunächst das Kommando und hatte durch Lemmer (10.) die nächste Möglichkeit, die Abschlüsse blieben aber zu unpräzise. Nürnberg verteidigte kompakt und war beim Ballgewinn deutlich schneller als die Gäste.
Zoma schnürt den Doppelpack in der Nachspielzeit
In der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit zog sich Nürnberg weiter zurück und ließ Dresden den Ball, ohne jedoch ernsthafte Gefahr zuzulassen. Kalogeropoulos klärte in der 32. Minute eine gefährliche flache Hereingabe von Sterner kurz vor der eigenen Torlinie. Auf der anderen Seite köpfte Piet Scobel nach einer Flanke von Adam Markhiev (36.) und erneut nach einer Hereingabe von Becker (40.) jeweils knapp am Tor vorbei.
In der Nachspielzeit überschlugen sich die Ereignisse: Nach einem Freistoß landete der Ball über Julian Justvan bei Tim Janisch, dessen Schuss die Latte traf. Zoma staubte ab – der Treffer wurde zunächst wegen vermeintlichen Abseits aberkannt, der VAR revidierte die Entscheidung jedoch. Nürnberg führte zur Pause mit 2:0.
Nürnberg kontrolliert, Dresden kämpft
Zum zweiten Durchgang brachte Stamm mit Simon Straudi für Sterner frischen Wind. In der 52. Minute hatte Vincent Vermeij nach einer Flanke von Alexander Rossipal viel Platz, traf den Kopfball aber nicht richtig. Nürnberg schaltete einen Gang zurück und verwaltete die Führung souverän.
In der 66. Minute feierte Tobias Heß bei den Franken sein Profidebüt als Einwechselspieler für Porstner. Dresden meldete sich in der 68. Minute durch Christoph Daferner an, doch Torhüter Jan Reichert parierte sicher. Kurz darauf blockte Kalogeropoulos einen Schuss von Wagner (69.) entschlossen.
Elfmeter, Parade und Nachschuss: Zomas Hattrick
Eingangs der Schlussviertelstunde wurde Rafael Lubach im Strafraum von Straudi gefoult – klarer Elfmeter. Zoma trat an, Schreiber parierte den Strafstoß, doch der Abpraller fiel dem Angreifer direkt vor die Füße. Diese Chance ließ sich Zoma nicht entgehen und vollendete zum 3:0 (75.) – der dritter Treffer des Tages für den Italo-Ivorer.
In der Schlussphase feierte Rayan Ghrieb (85.) noch sein Debüt für den FCN. Dresden fand offensiv keine Lösungen mehr, und Nürnberg brachte den verdienten 3:0-Sieg souverän über die Zeit.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Nürnberg 3,01 - Dresden 1,68
Schnellster Spieler: Giannis Masouras (FCN), 34,01 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 1:0 von Mohamed Alì Zoma (FCN), 15,87 Prozent
Most Pressed Player: Niklas Hauptmann (SGD), 11 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Finn Becker (FCN), +2,73