Milot Rashica führt die Torserie des SV Werder Bremen fort - imago images / Team 2
Milot Rashica führt die Torserie des SV Werder Bremen fort - imago images / Team 2
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Wie sonst nur PSG: Der SV Werder Bremen trifft immer

Köln - Auch nach 26 Ligaspielen hat die Serie des SV Werder Bremen Bestand: In jeder Bundesliga-Partie gelang dem SVW mindestens ein Treffer. In Europa ist die Kohfeldt-Truppe in bester Gesellschaft.

In den fünf europäischen Top-Ligen haben zu diesem Zeitpunkt lediglich zwei Mannschaften in jedem Ligaspiel getroffen: Nachdem das Starensemble von Juventus Turin um Cristiano Ronaldo am Wochenende erstmals ohne eigenes Tor blieb, ist neben dem SV Werder Bremen nur noch der französische Spitzenreiter Paris St. Germain um Neymar und Kylian Mbappe übrig.

Oder, um es mit anderen Worten zu sagen, es gelingt derzeit keiner Mannschaft, gegen Bremen die Null zu halten. Interessant dabei: Die Elf von Florian Kohfeldt schenkt seinen Gegnern nicht etwa im Wochentakt fünf Buden ein – mit 43 Treffern liegt man in etwa im Liga-Mittel – und auch gibt es kein Offensiv-Spieler, der mit seiner Quote herausragt. Bezeichnend dabei, dass ausgerechnet der im Mittelfeld beheimatete Maximilian Eggestein mit fünf Toren zu den treffsichersten Werderaner zählt - nur Max Kruse, derzeit in beeindruckender Form, und Milot Rashica haben jeweils einmal mehr getroffen.

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Vielmehr ist es aber die ausgewogene Mischung in der Offensive, bestehend aus alten Hasen und jungen Wilden, die es ihren Gegenspielern Woche für Wochen schwer macht. Angeführt vom absoluten Leader Kruse, der vielleicht in dieser Saison nicht zu den größten Knipsern zählt, aber im Spiel nach vorne der Dreh- und Angelpunkt des Bremer-Spiels ist, über dessen alten Kumpel Martin Harnik, umjubelter Torschütze im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund, bis hin zu Yuya Osako, der nach seinem Wechsel aus Köln im Werder-Dress gut angekommen ist.

Hinzu kommt das Trio der jungen Offensivtalente um Johannes Eggestein (20), Josh Sargent (18) und Milot Rashica (22). Eggestein, der jüngere Bruder von Maximilian, kommt in seinen sieben Einsätzen in dieser Rückserie bereits auf zwei Tore, insgesamt steht er bei drei Treffer. Sargent hat in seinen ersten 198 Bundesliga-Minuten schon zwei Mal getroffen. Rashica hat nach einer für ihn schwierigen Hinrunde, in der er bisweilen auf die Tribüne musste, seinen Platz in der Stammelf endgültig gefunden und ist in der Liga bester Bremer Rückrunden-Torschütze. Trifft keiner der etatmäßigen Stürmer, dann nagelt wie gegen den VfB Davy Klaassen den Ball aus der Distanz ins Tor.

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Und dann gibt es ja noch den ewigen Claudio Pizarro, der es vielleicht nicht mehr über die vollen 90 Minuten schafft, mit seiner Abgebrühtheit aber in jeder Schlussphase für einen Treffer gut ist, wie beim späten Ausgleich in Berlin oder im DFB-Pokal gegen den BVB. Inzwischen hat der Peruaner 21 Kalenderjahre in Folge getroffen. Auch das ist ein ewiger Bundesliga-Rekord. Zuvor hatte Pizarro sich die Bestmarke mit Klaus Fischer geteilt. Das dürfte ihm so schnell keiner nachmachen.

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