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"Eine große Ehre für mich": Claudio Pizarros großer Abschied

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Claudio Pizarro zählt zu den größten Bundesliga-Spielern der Historie. Der Peruaner stellte einige Rekorde auf und wurde sowohl beim SV Werder Bremen als auch beim FC Bayern München zur Vereinslegende. Nun bekam der 43-Jährige im Bremer Weserstadion einen gebührenden Abschied und wurde von zahlreichen Wegbegleitern seiner langen Karriere gefeiert.

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Das schmuddelige Bremer Wetter konnte Claudio Pizarro die Stimmung nicht vermiesen. Am 24. September hieß es einen ganzen Tag lang "Adios Piza". Sein verschmitztes Lächeln hatte er natürlich im Gesicht, als Pizarro von zahlreichen Bundesliga-Weggefährten und 40.500 Fans im Weserstadion begrüßt wurde. Unter anderem standen Ailton, Johan Micoud, Arjen Robben, Mario Gomez, Giovane Elber und Naldo auf dem Platz, um ein letztes Mal mit dem Peruaner zu spielen. "Ich bin sehr stolz und natürlich sehr dankbar, dass viele von meinen Freunden noch einmal mit mir auf dem Platz standen. Es war eine große Ehre für mich und ich freue mich riesig", sagte ein sichtlich gerührter Pizarro nach dem Abpfiff und fügte hinzu: "Das war sehr emotional, das habe ich das wirklich nicht erwartet."

Weggefährten erinnern sich

Vor allem die herzliche und zuvorkommende Art des heute 43-Jährigen schätzten die ehemaligen Teamkollegen sehr. "Ich habe sieben tolle Jahre in Bremen gespielt, fantastische Jahre mit tollen Menschen wie Piza. Er ist ein grandioser Fußballer mit einem großen Herzen. Claudio war ein extrem gefährlicher Stürmer, der immer für Tore gesorgt hat. Er hat immer 100 Prozent gegeben. Er war ein Vorbild und ein Publikumsliebling", erinnerte sich Naldo.

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Auch Marco Bode, der mit Pizarro nur sehr kurz am Anfang seiner Karriere spielte, hatte viele lobende Worte: "Er ist einer der besten Fußballer, mit denen ich je gespielt habe. Er hat alles, was ein Mittelstürmer braucht. Er ist kaltschnäuzig, er ist clever, er ist schnell, er ist kopfballstark und technisch super gut. Deswegen hat er eine solche Karriere hingelegt.

Zahlreiche Weggefährten sind Pizarros Einladung gefolgt - IMAGO/Joachim Sielski/IMAGO/Joachim Sielski

Titel und Rekorde

1999 wechselte Claudio Pizarro von Alianza Lima aus Peru zum SV Werder Bremen und machte bis zu seinem Karriereende 2020 320 Spiele im Trikot der Grün-Weißen, mit denen er 2009 den DFB-Pokal gewann. Mit 109 Toren führt Pizarro Bremens Torschützenjägerliste an, 2019 wurde er mit 40 Jahren, sieben Monaten und 15 Tagen Werders ältester Torschütze. Bis 2019, also seit 21 Jahren, knipste die Legende vom SV Werder Bremen in Folge und stellte damit einen neuen Bundesliga-Rekord auf. Er überholte sogar Klaus Fischer, der von 1968 bis 1987 zwanzig Kalenderjahre in Folge traf.

Die größten Erfolge in der Bundesliga verzeichnete Pizarro aber beim FC Bayern München, für den er zwischen 2001 und 2007 und zwischen 2012 und 2015 auf Torejagd ging. Insgesamt machte der Peruaner 327 Spiele für den Rekordmeister und gewann in der gesamten Zeit sechs Meistertitel, fünfmal den DFB-Pokal und 2013 die Champions League. Mit insgesamt 490 Spielen ist Pizarro der Ausländer mit den meisten Bundesliga-Spielen und steht mit 197 Toren auf Rang zwei der Torschützenliste hinter Robert Lewandowski (312).

Als kaltschnäuziger Knipser mit guter Laune wurde Claudio Pizarro in der Bundesliga bekannt, als große Legende hat er nun den Abschied bekommen, der ihm gebührt. Daran werden sich nicht nur Fans und alle Teilnehmer noch lange gut erinnern, sondern er selbst ganz besonders: "Der Tag heute wird für immer in meinem Herzen bleiben."