
Michael Olise: Bayerns Künstler lässt die Füße sprechen
Interviews kann Michael Olise nicht besonders gut leiden, da macht es der Franzose den Reportern ähnlich schwer wie seinen Gegenspielern auf dem Rasen – Olise lässt eben lieber die Füße sprechen.
Die Spielzeit 2026/27 ist noch jung, doch einer ist schon wieder früh in Topform: Michael Olise. Bei seiner Gala-Vorstellung gegen den 1. FC Union Berlin erzielte der Flügelstar des FC Bayern München bereits seine Bundesliga-Saisontore zwei, drei und vier und steuerte zudem noch eine Vorlage für Harry Kane bei. Und so thront Olise nach seinem ersten Bundesliga-Dreierpack auch erstmals an der Spitze der Torjägerliste der Liga.

Mehr als eine Torbeteiligung pro Spiel
Mit seinen fünf Scorerpunkten aus vier Spielen knüpft der Franzose nahtlos an die vergangene Spielzeit an, in der er auf 34 Torbeteiligungen (15 Tore, 19 Vorlagen) in 32 Einsätzen kam – mehr als eine Torbeteiligung pro Spiel also.
Olise lässt mit seinen Auftritten Fans, Gegenspieler und Teamkollegen staunen: "Michaels Leistung war mal wieder hervorragend", erklärte beispielsweise Harry Kane nach dem Sieg gegen Union Berlin. "Ich bin sehr glücklich für ihn, dass er seinen ersten Dreierpack seiner Karriere erzielt hat."
Die drei Tore gegen Union zeigten dabei eindrücklich die Qualitäten des 24-Jährigen auf. Seinen ersten und seinen dritten Treffer erzielte er mit wuchtigen wie präzisen Abschlüssen aus der Distanz. Kein Zufall, denn bereits in der vergangenen Saison traf nur Kane häufiger (sechs Mal) per Weitschuss als Olise (vier Tore von außerhalb des Strafraums). Bei seinem zweiten Treffer hatte Bayerns Künstler einen langen Diagonalball aus der Luft gepflückt, Unions Torhüter Frederik Rønnow ausgetanzt und zum zwischenzeitlichen 6:0 getroffen.

Schwer zu fassen
Es benötigt in jeglicher Hinsicht Superlative, um Olise und seinen Leistungen gerecht zu werden. Keiner dribbelt ligaweit so häufig und dabei so elegant wie der Rechtsaußen der Bayern, der seine Duelle dank seiner herausragenden Technik auch noch in der Mehrzahl für sich entscheidet. So bekommt kaum einer den Franzosen zu fassen.
Auch nicht die Reporter am Spielfeldrand mit ihren vielen Fragen zu seiner Spielweise. Denn die Mixed Zone meidet Olise weiter so gut es geht. Er lässt eben lieber seine Füße sprechen.