Anzeige
Die FCB-Schlüsselspieler im Klassiker
Die FCB-Schlüsselspieler im Klassiker - © Bundesliga Media
Die FCB-Schlüsselspieler im Klassiker - © Bundesliga Media
bundesliga

Achtung, BVB! Bayerns Trümpfe für den Klassiker

Am Samstagabend blickt die Fußballwelt wieder einmal nach München: Ab 18:30 Uhr rollt in der Allianz Arena der Ball, der 115. Bundesliga-Klassiker steht an. Große Spiele werden von besonderen Spielern entschieden. Wer könnte für den FC Bayern zum Schlüsselspieler werden? bundesliga.de stellt die sechs wichtigsten Akteure des FCB vor!

Dortmunds Schlüsselspieler im Klassiker

Manuel Neuer

Nachdem der Routinier im Tor des FC Bayern München aufgrund von Fußbeschwerden zuletzt des Öfteren pausieren und seinem Vertreter Jonas Urbig den Vortritt lassen musste, könnte Neuer pünktlich zum Klassiker zwischen die Pfosten zurückkehren. Für die Bayern wäre seine Erfahrung natürlich Gold wert. Schließlich bestreitet er bereits seine 21. Bundesliga-Saison, mehr hat nur der ehemalige Schalke- und Werder-Profi Klaus Fichtel auf dem Buckel (22).

Bei einem Einsatz gegen Borussia Dortmund würde Neuer sein 550. Bundesliga-Spiel absolvieren und mit 40 Jahren und 218 Tagen zum ältesten Bundesliga-Spieler der Bayern-Geschichte aufsteigen. Damit würde er den bisherigen Rekordhalter Bernd Dreher ablösen, der bei seinem letzten Einsatz für den FCB im Mai 2007 40 Jahre und 198 Tage alt war.

Böse Zungen behaupten, Neuers Spiel sei in letzter Zeit zunehmend fehleranfällig geworden. So war der Keeper beispielsweise vor Kurzem für das schnellste Tor der Bundesliga-Geschichte verantwortlich, als Augsburgs Robin Fellhauer nach nicht einmal neun Sekunden ins Schwarze traf. Diesen Zweiflern lässt sich allerdings eine bemerkenswerte Statistik entgegenhalten: Bei den letzten drei Bundesliga-Niederlagen der Bayern stand Neuer nicht im Tor. Er selbst hat keines seiner letzten 48 Bundesliga-Spiele verloren (39 Siege, neun Remis). Seine bislang letzte Niederlage datiert aus dem Mai 2024, als die Bayern unter Thomas Tuchel bei der TSG Hoffenheim unterlagen. Was soll mit Neuer im Tor am Samstag also schon schiefgehen?

Dayot Upamecano

48 Spiele ohne Niederlage? "Nicht schlecht, aber ich bin besser", könnte Upamecanos Gedanke dazu sein. Die Abwehrsäule des FC Bayern kommt sogar auf 51 Spiele ohne Niederlage (41 Siege, zehn Unentschieden). Den Rekord hält übrigens Jérôme Boateng mit 56 Spielen – ein Wert, den der stets gesetzte Upamecano schon bald erreichen könnte. Der Franzose ist der einzige Münchner, der an allen sieben Bundesliga-Spieltagen in der Startelf stand. Allein das beweist, wie wichtig der Verteidiger – für Nationalmannschaftskollege Kylian Mbappé einer der "besten der Welt" – auch in dieser Saison für die Münchner ist.

Doch es ist längst nicht mehr das reine Verteidigen, das Upamecano Weltklasseformat verleiht. Erst am vergangenen Spieltag schoss er den FC Bayern beim 3:1-in Freiburg nach einem herrlichen Sololauf in Führung – einem, den selbst Mbappé kaum besser hätte hinlegen können. Nach seinem Treffer am 1. Spieltag gegen den VfB Stuttgart erzielte Upamecano damit bereits zum zweiten Mal in dieser Saison das 1:0 für den FCB und unterstrich einmal mehr seine Bedeutung für seine Farben.

Joshua Kimmich

Ebenso wie Neuer musste auch Kimmich zuletzt passen. Aufgrund eines familiären Trauerfalls fehlte der Mittelfeldmotor dem Rekordmeister sowohl im Duell mit Arsenal als auch beim Gastspiel beim Sport-Club Freiburg. Kompany-Vertreter Aaron Danks ließ jedoch bereits unter der Woche verlauten, dass Kimmich "diese Woche zurückkehren wird." Für den Klassiker wäre er jedenfalls ein wichtiger Faktor.

Schließlich war der spielintelligente 31-Jährige in dieser Bundesliga-Saison im Schnitt 122-mal pro 90 Minuten am Ball (Ligabestwert) und brachte gute 91 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler. Auch in Sachen Standards ist der zehnmalige Deutsche Meister kaum zu ersetzen: In seiner Karriere kommt er auf 44 Ecken mit Torfolg, eine davon in 2026/27. Seit Beginn der Datenerfassung 1992 wird dieser Wert von niemandem überboten!

Michael Olise

Olise ist wohl der Inbegriff eines Schlüsselspielers. In dieser Saison hat der Franzose in allen vier Wettbewerben für die Bayern getroffen, insgesamt zehnmal in elf Pflichtspielen. Zählt man die Nationalmannschaft hinzu, kommt Olise vor dem DFB-Pokal-Spiel gegen den 1. FC Magdeburg auf 14 Tore in 15 Pflichtspielen. Auch in der Bundesliga glänzt der Offensivkünstler mit sechs Treffern und drei Vorlagen. Damit ist er Bayerns bester Torschütze und ligaweit alleiniger Top-Scorer.

Mit seiner herausragenden Technik und seiner enormen Spielintelligenz ist Olise in der Lage, selbst aus vermeintlich ungefährlichen Situationen etwas Zählbares zu machen. Auch auf engem Raum und unter großem Druck bewahrt der 24-Jährige einen kühlen Kopf: Als die Breisgauer in der Schlussphase auf den Ausgleich drängten, nutzte Olise eine Unachtsamkeit von Keeper Mio Backhaus eiskalt aus und avancierte mit einem Treffer aus knapp 33 (!) Metern zum Matchwinner.

Serge Gnabry

Neben Upamecano und Olise trug sich auch Gnabry beim Gastspiel in Freiburg in die Torschützenliste ein. Es war sein 100. Bundesliga-Tor und zugleich sein erster Treffer in dieser Saison, nachdem ihn eine Mitte April erlittene Adduktorenverletzung lange außer Gefecht gesetzt hatte. Gerade angesichts der jüngsten Ausfälle weiterer Offensivkräfte wie Aleksandar Pavlović (Wadenprobleme) und Luis Díaz (Muskelbündelriss im Oberschenkel) unterstrich der 62-malige Nationalspieler damit einmal mehr seinen Wert für die Mannschaft.

Und der drückt sich auch in seinen Statistiken aus: In 218 Bundesliga-Spielen für den FC Bayern kommt der siebenfache Deutsche Meister auf 118 Torbeteiligungen (79 Tore, 39 Torvorlagen). Gut möglich also, dass Danks Gnabry nach dessen Startelfdebüt beim Sport-Club erneut von Beginn an aufbietet. Ebenso gut möglich, dass der Offensivspieler es ihm mit einem weiteren Treffer dankt.

Harry Kane

Fehlt eigentlich nur noch einer im Bunde – und das ist kein Geringerer als "Ballon d'Or"-Gewinner Harry Kane! Besonders die am Montag an den Torgaranten des FC Bayern vergebene Trophäe dürfte dem Engländer und möglicherweise auch den Münchnern insgesamt, einen zusätzlichen Schub verleihen.

Zumal der dreimalige Bundesliga-Torschützenkönig nach sieben Spieltagen "erst" auf vier Saisontore kommt und damit "nur" den sechsten Platz der Torschützenliste belegt. Dank seiner zusätzlichen vier Vorlagen liegt er mit acht Scorerpunkten hinter Olise allerdings auf Platz zwei der ligaweiten Scorerwertung. Seine für Kane-Verhältnisse eher überschaubare Torausbeute ist also noch kein Grund zur Sorge.

Ohnehin sprechen seine bisherigen Bundesliga-Zahlen eine deutliche Sprache: In 101 Spielen erzielte Kane beeindruckende 102 Tore – im Schnitt trifft er somit alle 80 Minuten. Ein Klassiker dauert allerdings 90 Minuten. Ein weiterer Kane-Treffer am Samstagabend scheint also mathematisch gesehen gesichert.

Weitere Videos