Zusammenfassung

  • Der VfB Stuttgart bleibt 2017 ohne Heimniederlage, es gab hier elf Siege und drei Remis. Das ist für die Schwaben die längste Heimserie seit über zehn Jahren (Meistersaison 2006/07).

  • In den letzten sechs Bundesliga-Duellen gegen den SC Freiburg fuhr der VfB 16 der 18 möglichen Zähler ein.

  • Der SC Freiburg bleibt bei einem Saisonsieg stehen und hat nun fünf Punkte Rückstand auf den Aufsteiger VfB Stuttgart.

Stuttgart - Im 33. schwäbisch-badischen Bundesliga-Derby gewinnt der VfB Stuttgart gegen den SC Freiburg. Die fast 80 Minuten in Unterzahl spielenden Breisgauer unterlagen bei der Heimmacht am Neckar 0:3 (0:2), ihre brenzlige Lage im Tabellenkeller hat sich verschärft.

FANTASY HEROES: Benjamin Pavard (15 Punkte), Berkay Özcan (13), Emiliano Insua (10)

Tore von Daniel Ginczek (38.), Benjamin Pavard (45.+4) und Simon Terodde (82.) brachten dem 2017 zu Hause unbezwungenen VfB den vierten Heimsieg im fünften Spiel (ein Remis). Doch der große Aufreger war die Rote Karte gegen Söyüncü (12.) nach Videobeweis.

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Der Verteidiger spielte den Ball nach einem langen Pass auf Daniel Ginczek - von diesem stark bedrängt - mit der Hand, Schiedsrichter Tobias Stieler (Hamburg) ließ weiterlaufen. Nachdem er ein Signal des Videoassistenten erhalten und die TV-Bilder betrachtet hatte, gab er Freistoß - und Rot.

Soyüncü sieht schon in der 13. Minute die Rote Karte
Soyüncü sieht schon in der 13. Minute die Rote Karte © gettyimages / Alex Grimm

In der Folge sahen 58.872 Zuschauer in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena, darunter Bundestrainer Joachim Löw mit seiner Stuttgarter Pokalsieger-Mannschaft von 1997, Einbahnstraßenfußball. Der VfB belagerte Freiburgs Strafraum, um den herum die Fünferkette der Gäste die Räume zunehmend vergeblich zu verdichten suchte.

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"Das ist brutal für Freiburg, das kann ich verstehen" Daniel Ginczek (VfB Stuttgart)

Zunächst hatte der SC noch Glück, als die Unterkante der Latte Torwart Alexander Schwolow dabei half, einen Schuss von Chadrac Akolo abzuwehren (23.). Auch einen Kopfball des starken Kongolesen parierte der Keeper (24.).

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Gegen den Linksschuss von Ginczek aus sechs Metern nach einer leicht abgefälschten Flanke war er aber ebenso machtlos wie bei Pavards Kopfball nach einem Freistoß. Beide Male leistete der starke Startelf-Debütant Berkay Özcan die Vorarbeit.

Mit Wiederbeginn suchte Streich mit zwei Wechseln und der Umstellung auf ein 4-4-1-System mehr Stabilität, am einseitigen Spiel änderte dies wenig. Freiburg aber zeigte Moral und hielt gegen nachlassende Stuttgarter zäh dagegen, ehe Terodde auch die letzten Zweifel beseitigte.

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SPIELER DES SPIELS: Berkay Özcan

Der 19-Jährige Berkay Özcan startet erstmals in einem Bundesliga-Spiel und bereitete die ersten beiden Tore vor. Er legte die meisten Torschüsse auf dem auf (vier) und führte die meisten Zweikämpfe beim VfB (18), von denen er starke 61 Prozent gewann.

Bilder des Spiels

Schwolow ist stark gefordert
Schwolow ist stark gefordert
Daniel Ginczek trifft nach 25 Monaten wieder
Daniel Ginczek trifft nach 25 Monaten wieder © imago / Sportfoto Rudel