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VfB Stuttgart mit bestem Saisonstart seit zwölf Jahren: Trainer Pellegrino Matarazzo warnt

Aufsteiger VfB Stuttgart ist mit sieben Punkten aus vier Partien in die Saison gestartet. So gut waren die Schwaben seit der Saison 2008/09 nicht mehr. Damals wurde der Deutsche Meister von 2007 immerhin Dritter. In dieser Spielzeit aber muss das Team von Trainer Pellegrino Matarazzo seine Rolle noch definieren. Und der Coach gibt den vorsichtigen Mahner.

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Den Stuttgartern, die einer kühnen Träumerei zugeneigt sind, empfiehlt sich ein Blick auf die Statistik. Die weist aus: So gut wie in diese Saison ist der VfB zuletzt vor zwölf Jahren in eine Spielzeit gestartet. Nach dem 2:0-Sieg bei Hertha BSC weist das Punktekonto der Schwaben sieben Zähler auf - sechs davon holte die Mannschaft von Pellegrino Matarazzo in Auswärtsspielen. Einen davon im eigenen Stadion immerhin gegen den Europa-League-Teilnehmer Bayer 04 Leverkusen. Wer also träumen mag und den Aufsteiger mit Blick auf die verbleibenden 30 Partien ermutigen mag: Die Saison 2008/09 beendete der VfB auf einem beachtlichen dritten Rang.

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Zur Erinnerung: Das war zwei Jahre nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft - und die Schwaben zählten zu dieser Zeit zum festen Kreis der Bundesliga-Top-Teams. Längst hat sich der Favoritenkreis aber vergrößert, und der VfB muss seine Rolle wieder finden. Oder, wie es Trainer Matarazzo nach dem Erfolg im Berliner Olympiastadion sagte: "Wir müssen beide Füße auf dem Boden lassen und weiter gut arbeiten."

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Der 42-Jährige hat für seine vorsichtige Haltung viele Gründe. Einer davon ist das Spiel bei der Alten Dame, das die Stuttgarter dank der Treffer von Marc-Oliver Kempf (9.) und Ex-Nationalspieler Gonzalo Castro (68.) gewannen. Es war trotz der frühen Führung und der zurückhaltenden Spielweise der Gastgeber ein harter Kampf, wie Torschütze Kempf nach dem Spiel sagte: "Das 2:0 spiegelt meiner Meinung nach das gesamte Spiel wider. Wir haben uns das Tor erkämpft und so haben wir uns auch diese drei Punkte erkämpft."

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Kempf sprach damit vor allem den zweiten Treffer an, den der 33 Jahre alte Castro aus rund 20 Metern per Fernschuss erzielt hatte. Selbstverständlich hätte sich der bundesligaerfahrene Mittelfeldspieler auch durch die Herthaner Abwehrreihe kämpfen können. Doch dafür reichte die Kraft nach der aufopferungsvollen Vorstellung der Stuttgarter offenbar nicht mehr. Castro zog ab, traf - und bescherte seiner Elf damit den zweiten Auswärtssieg im zweiten Auswärtsspiel. "Er zeigt es im Training und Woche für Woche, wie wichtig er ist für uns", lobte Coach Matarazzo den Routinier und schloss an: "Er kann die Jungs nicht nur dirigieren, er kann auch Fußball spielen."

Früher Jubel: Marc-Oliver Kempf nach seinem Tor zum 1:0 - Maja Hitij/Getty Images

Während Castro der eine glänzende Moment gehörte, ließ es sich Matarazzo nicht nehmen, seinem gesamten Team ein Sonderlob auszusprechen: "Die Jungs haben alles gegeben, im Block verteidigt und ihr Herz auf dem Platz gelassen." In diese Kerbe schlug auch Sasa Kalajdzic, der im zweiten Durchgang einen früheren Treffer verpasste: "Wenn wir auch spielerisch nicht unser bestes Spiel gemacht haben, so haben wir doch kämpferisch und läuferisch eine gute Leistung gezeigt. Jeder ist an seine Grenzen gegangen."

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Torschütze Kempf ergänzte: "Wir waren von der ersten bis zur letzten Minute sehr präsent. Jeder hat sich top motiviert in jeden Zweikampf geworfen. Auch wenn es fußballerisch nicht immer gut geklappt hat, so war deutlich zu sehen, dass wir als Mannschaft zusammenstehen." Die demonstrierte Geschlossenheit war auch das, was Torjäger Kalajdzic hervorhob: "Wir haben es richtig gut gegen eine ambitionierte Mannschaft gemacht und unsere Chancen genutzt - wenn ich es auch versäumt habe, meine Chancen zu nutzen. Die Mannschaft steht im Vordergrund und die drei Punkte zählen."