
Fisnik Asllani und die TSG Hoffenheim: Von 0 auf 100
Letzte Saison bis zum Ende im Abstiegskampf, jetzt fightet man um die Champions League: Bei der TSG Hoffenheim hat sich binnen zwölf Monaten vieles zum Guten gewendet. Einer der Gründe dafür: Angreifer Fisnik Asllani, der sich in seiner ersten Bundesliga-Saison als Stammspieler direkt unverzichtbar gemacht hat.
"Es ist wie ein Schlag ins Gesicht. Wir haben die schlimmste Seite des Fußballs erlebt: Wenn man so eine starke Saison spielt – ganz Deutschland hat gesehen, wie gut wir spielen. Wir hätten den Aufstieg absolut verdient", sagte Fisnik Asllani nach dem verlorenen Rückspiel in der Bundesliga-Relegation gegen Heidenheim – mit Tränen in den Augen.
Mit der SV Elversberg zauberte sich Asllani sensationell auf Platz drei der 2. Bundesliga, 18 Tore erzielte der Angreifer in der erfolgreichsten Saison der saarländischen Vereinsgeschichte. Zudem kam der technisch versierte Offensivspieler auf acht Torvorlagen – damit war er der Topscorer der 2. Bundesliga 2024/25.
Neun Tage, bevor Asllani den Tränen vor laufender Kamera so nah gekommen war, hatte es einige Freudentränen im Kraichgau gegeben: Trotz der 0:4-Niederlage der TSG Hoffenheim gegen Meister Bayern blieb das Team von Christian Ilzer auf Rang 15 – weil parallel auch Heidenheim verlor.

Asllani: ein steter Gefahrenherd
Und weil der Kosovare von der TSG ins Saarland nur verliehen war, stand trotz seiner Trauer fest: Für ihn würde es in der Saison 2025/26 sicher in die Bundesliga gehen – eben nach Hoffenheim. Dort machte Asllani einfach da weiter, wo er in Elversberg aufgehört hatte: Er scort weiter wie am Fließband.
Mit neun Toren und sechs Assists ist er der zweitbeste Scorer der Kraichgauer, nur Altmeister Andrej Kramarić kommt auf mehr (17). Asllani ist stets gefährlich, sucht immer den direkten Weg zum Tor und schnell den Abschluss: Er gab bislang die meisten Torschüsse der TSG ab (64) und hatte die meisten Torschussbeteiligungen (96).
Der 1,88 Meter große Stürmer stellt aufgrund seiner Technik bei der Ballan- und mitnahme sowie im Passspiel und Abschluss einen steten Gefahrenherd dar: Kein Hoffenheimer konnte so oft nur mit einem Foul gestoppt werden wie Asllani (37 Mal).

"Ich schaue mit meinem Vater immer Champions League"
Asllanis konstant gute Form, sowie sein Zusammspiel mit Kramarić, Bazoumana Toure oder auch Tim Lemperle sind wichtige Faktoren für die nach oben zeigende Entwicklung der Hoffenheimer: Während es vor zwölf Monaten gerade noch zu Rang 15 reichte, steht man vier Spieltage vor Schluss als Fünfter extrem gut da: Die Champions-League-Plätze sind nur zwei Zähler entfernt.
"Ich kriege Gänsehaut, wenn ich nur zuschaue und die Hymne läuft. Ich schaue mit meinem Vater immer Champions League zusammen, deswegen ist es einfach ein Riesenziel, irgendwann mal Champions League zu spielen", sagt Asllani zu seinen Ambitionen. Gut möglich, dass sich zwölf Monate nach seiner tiefen Trauer nun ein Lebenstraum für ihn erfüllt.
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