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Tore, Auswärtsstärke und mehr: Trends und Rekorde zum Saisonstart

Köln - Erst drei Spieltage ist die neue Saison alt – und schon jetzt lässt sich festhalten, dass sie zu Beginn gleich viel zu bieten hatte: Tore en masse und starke Auswärtsteams zum Beispiel. Für Bestmarken sorgten die Teams und Spieler in dieser Spielzeit schnell. Bereits im Auftaktspiel stellte Robert Lewandowski einen neuen Rekord auf, am 2. Spieltag sorgte Jadon Sancho für Historisches. Einen neuen Rekord-Bundesliga-Club gibt es seit dem 1. Spieltag auch...

Trend eins: Die Torjäger sind unterwegs

An den ersten drei Spieltagen fielen 93 Tore – so viele hatte es zu diesem Zeitpunkt zuletzt vor 26 Jahren gegeben (damals sogar eins mehr). Jedes Wochenende durften sich die zahlreichen Zuschauer in den Stadien über Spektakel freuen, an jedem Spieltag knackten die Clubs auf den Plätzen die 30-Treffer-Marke – das war zuvor in der Geschichte erst einmal passiert, vor 35 Jahren.

Erst zum fünften Mal trafen zwei Akteure mindestens fünfmal. Robert Lewandowski vom FC Bayern München (sechs Tore) und Timo Werner von RB Leipzig (fünf) führen die Torschützenliste an. Dass ein Spieler nach nur drei Spieltagen schon sechs Treffer markierte, ist 14 Jahre her. Lewandowski, Werner und die weiteren Bundesliga-Stürmer laufen in dieser Saison zur Höchstform auf: 56 Treffer durch Angreifer bedeuten einen neuen Bestwert im Datenbankzeitalter (seit 1992/93).

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Trend zwei: Gäste nehmen die Punkte mit

Auswärtsschwäche? In dieser Spielzeit fast ein Fremdwort. In zehn der bislang 27 Partien setzte sich die Gastmannschaft durch, in zwölf der Gastgeber. Nur drei Mal gab es in der Historie mehr Auswärtssiege (stets elf). Die 46 Gäste-Tore bedeuten den zweithöchsten Wert der Geschichte: Vor 35 Jahren erzielten die Auswärtsteams sogar fünf mehr.

Trend drei: Elfmeterkiller – vom Punkt

Fünf Strafstöße pfiffen die Schiedsrichter bislang – und alle waren drin. In der letzten Saison waren es nach drei Spieltagen zehn Elfer, drei davon fanden aus Sicht des Schützen nicht das gewünschte Ziel. Eine 100-prozentige Strafstoßquote gab es zu diesem Zeitpunkt zuletzt vor zwölf Jahren (damals sieben von sieben). Bereits zweimal netzten vom Punkt Bayerns Lewandowski und Luca Waldschmidt vom SC Freiburg ein.

Trend vier: Bundesliga international

60 der 93 bisherigen Treffer markierten Legionäre – und damit so viele wie geschichtlich nie zuvor. Drei der vier historisch besten ausländischen Torjäger gehen noch auf die Jagd: Bayerns Lewandowski (208 Tore), Bremens Claudio Pizarro (197) und Vedad Ibisevic von Hertha BSC (120).

Trend fünf: Fairplay!

Die letzte Spielzeit war die fairste im Datenbankzeitalter. Nach drei Spieltagen gab es 2018/19 nur 590 Fouls. In dieser Saison sind es bislang 632 – die zweitwenigsten der Geschichte.

Trend sechs: Bäumchen, wechsel dich

Bisher wechselten die Trainer 161 Mal – erst ein Verein schöpfte also nicht das volle Tauschkontingent aus (am 1. Spieltag wechselte der FC Bayern nur zwei Mal). So wechselfreudig waren die Coaches seit der Datenerfassung erst einmal.

Frankfurts Neuzugang Bas Dost wird am 3. Spieltag eingewechselt – und trifft wenig später - imago images / Schüler

Rekorde: Lewandowski braucht keine Anlaufzeit

Robert Lewandowski führt nicht nur erneut die Torschützenliste an und legte mit sechs Treffern den besten Saisonstart seiner Bundesliga-Karriere hin. Mit seinem Tor am 1. Spieltag avancierte der viermalige Torschützenkönig der Bundesliga auch zum ersten Akteur, der in fünf aufeinanderfolgenden Spielzeiten am 1. Spieltag traf – und das sogar immer im Auftaktduell.

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Rekorde: Werder ist der neue "Dino"

Am 1. Spieltag löste der SV Werder Bremen seinen Rivalen Hamburg als Mannschaft mit den meisten Bundesliga-Partien ab. Die Bremer haben jetzt 1869 Spiele auf dem Konto, der HSV drei weniger.

Rekorde: Super-Teenager Sancho

Dass Jadon Sancho von Borussia Dortmund Treffer so gut vorbereiten kann wie kaum ein anderer, ist seit der letzten Saison kein Geheimnis mehr: Er war bester Vorlagengeber – und ist das zu diesem Zeitpunkt der neuen Spielzeit ebenfalls. Der englische Nationalspieler weiß aber auch, wo das Tor steht: Am 2. Spieltag markierte er mit 19 Jahren und 151 Tagen seinen 15. Bundesliga-Treffer – so jung war bei dieser Marke vorher keiner.

Rekorde: Gewinnertypen aus Leipzig

RBL führt die Tabelle an – dank drei Erfolgen aus drei Aufeinandertreffen. Für die Sachsen bedeutet das den besten Saisonbeginn der Historie – und das nicht nur in der Bundesliga, sondern ligaübergreifend. Am 4. Spieltag steht der ultimative Test des Leipziger Siegergens auf dem Programm: Zum Topspiel kommt Rekordmeister München zum Primus.

Rekorde: Werner trifft und trifft und trifft

Dass Leipzig im Tableau ganz oben steht, liegt auch – und vielleicht sogar vor allem – an Torjäger Timo Werner. Der Nationalspieler befindet sich möglicherweise in der besten Verfassung seiner bisherigen Laufbahn. Erstmals schoss er an den ersten drei Spieltagen immer mindestens ein Tor – eine längere derartige Serie gab es für ihn bislang nie. Auch fünf Treffer nach drei Partien bedeuten Werners persönlichen Rekord. Seinen ersten Dreierpack – nicht nur in der Bundesliga, sondern sogar als Profi – schnürte er am 3. Spieltag auch noch.