
Christoph Baumgartner verleiht RB Leipzig Flügel
Im dritten Jahr bei RB Leipzig gelingt Christoph Baumgartner der endgültige Durchbruch: Unter Trainer Ole Werner ist der Österreicher nicht nur gesetzt in der Offensive der Sachsen, sondern als Topscorer auch Schlüsselspieler des jungen und wilden Champions-League-Kandidaten.
Ole Werner, geboren im schleswig-holsteinischen Preetz, ist qua seines norddeutschen Gemüts eigentlich ein recht sachlicher und vom Gemüt her nüchterner Mensch. Wird der Trainer von RB Leipzig aber auf Christoph Baumgartner angesprochen, gerät der Übungsleiter der Sachsen richtig lautstark ins Schwärmen.
"Christoph gibt uns Energie. Er ist jemand, der immer vorweg marschiert und der in Stresssituationen sogar noch präsenter ist als sonst", sagte Werner nach dem 2:1-Sieg der Leipziger in Köln, den der Österreicher mit einem Doppelpack besorgte. "Er ist ein extrem wichtiger Spieler für uns auf und neben dem Platz", fuhr Werner fort.
Unter dem Trainer, der im vergangenen Sommer die Geschicke am Cottaweg übernahm, ist Baumgartner gesetzt: In 20 von 21 möglichen Bundesliga-Spielen kam der 26 Jahre alte Offensivspieler zum Einsatz, 19 Mal stand er in der Startelf. Nur am 20. Spieltag gegen Mainz fehlte der Österreicher wegen einer Gelb-Sperre.

Topscorer Baumgartner
Mit mittlwerweile sechs Gelben Karten ist Baumgartner der am häufigsten verwarnte Leipziger in dieser Saison. Der Offensivspieler arbeitet aggressiv gegen den Ball, ist extrem wichtig für das Pressing und Gegenpressing der Sachsen: Mit 32 Fouls beging er die meisten bei den Sachsen. Das sind die drittmeisten Fouls der Bundesliga.
Aber die Nummer 14 führt nicht nur die Club-interne Rangliste bei den Verwarnungen an: Der österreichische Nationalspieler ist bei den Leipzigern zum einen der beste Torschütze und zum anderen auch noch der beste Vorbereiter. Selbstredend macht ihn das zum unangefochtenen Topscorer des Werner-Teams.
Acht Saisontreffer hat Baumgartner in der Bundesliga, damit hat er bereits 13 Spieltage vor Schluss seinen persönlichen Saisonrekord aufgestellt. Vier Mal brachte er seine Farben mit 1:0 in Führung – das gelang in dieser Saison keinem anderen Akteur öfter! Dank seiner sechs Assists kommt der Österreicher auf 14 Scorerpunkte – so viele hatte er in einer Bundesligasaison bislang noch nicht.

"Wir haben Spieler auf dem Platz, die den Bayern wehtun können"
Baumgartner ist mit einem Topspeed von nur 32,2 km/h nicht gerade der Schnellste, beweist im Angriffsdrittel aber regelmäßig einen guten Riecher dafür, wo der Ball als nächstes landen könnte. Das macht den 1,80 Meter großen Akteur auch bei Standards ziemlich gefährlich: Er ist der einzige Leipziger, der bereits 15 Mal per Kopf zum Abschluss gekommen ist.
Zudem hat die Nummer 14 der Sachsen bereits zwei Kopfballtore auf dem Konto. Der Österreicher ist an 35 Prozent aller Leipziger Treffer direkt beteiligt und auch deshalb einer der Gründe, warum die Sachsen, nachdem im vergangenen Jahr alle europäischen Wettbewerbe verpasst worden sind, es sogar wieder in die Champions League schaffen könnten.
Doch so weit denkt man in Leipzig aktuell nicht voraus: Mittwoch geht's für den DFB-Pokalsieger von 2022 und 2023 nämlich nach München, das Viertelfinale im Pokal steht an. "Wir brauchen sehr gutes und aggressives Verteidigen", prohezeit Ole Werner vor dem Halbfinale. "Wir haben Spieler auf dem Platz, die den Bayern wehtun können." Dabei wird Werner wohl vor allem an Baumgartner gedacht haben.
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