Bald Teamkollegen: Thorgan Hazard wechselt zu Borussia Dortmund - © DFL Deutsche Fußball Liga
Bald Teamkollegen: Thorgan Hazard wechselt zu Borussia Dortmund - © DFL Deutsche Fußball Liga
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Die Transfer-Top-11 zur neuen Bundesliga-Saison 2019/20

Köln – Am 16. August 2019 starten die 18 Clubs in die Bundesliga-Saison 2019/20. Noch ist etwas hin, bevor der erste Ball rollt, doch bereits jetzt halten die Verantwortlichen schon umtriebig nach Verstärkungen für ihre Mannschaften Ausschau. Einige Vereine sind sogar bereits fündig geworden, was Neuzugänge anbetrifft. bundesliga.de hat die Top-11 der bisher verkündeten Transfers zusammengestellt.

Tor: Jannik Huth (SC Paderborn)

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Nach dem überraschenden Aufstieg geht der SC Paderborn als krasser Außenseiter in die neue Saison. Da kann ein junger, aber dennoch schon erfahrener Schlussmann sicherlich nicht schaden: Die Ostwestfalen sicherten sich die Dienste des ehemaligen U21-Nationaltorhüters Jannik Huth, der bisher für den 1. FSV Mainz 05 zwischen den Pfosten stand. Der 25-Jährige komplettiert das Torwartteam der Paderborner und soll den bisherigen Stammkeeper Leopold Zingerle herausfordern. Für Huth keine leichte Aufgabe, doch Konkurrenz belebt schließlich das Geschäft.

Abwehr

Kevin Mbabu (VfL Wolfsburg)

Schon früh machte der VfL Wolfsburg das Rennen um einen der begehrtesten Außenverteidiger Europas: Kevin Mbabu stößt vom Schweizer Meister Young Boys Bern zu den Niedersachsen und soll bei den „Wölfen“ auf der rechten Abwehrseite für Furore sorgen. Der 24-jährige, der auch bereits für die Schweizer Nationalmannschaft auflief, gilt als ebenso zweikampfstarker wie temporeicher Vertreter seiner Zunft. Mit zwei Meistertiteln in Serie im Gepäck geht Mbabu nun die Herausforderung Bundesliga in Wolfsburg an.

Benjamin Pavard (FC Bayern München)

Ein Weltmeister für den Rekordmeister: Der FC Bayern München konnte Benjamin Pavard bereits weit vor Saisonende von einem Wechsel überzeugen. Der französische Abwehr-Allrounder des VfB Stuttgart, der sowohl innen als auch auf der Außenposition verteidigen kann, soll die Defensive des Münchener Starensembles verstärken. Der 23-jährige Nationalspieler, der aus der Jugendakademie des OSC Lille stammt, scheut den Konkurrenzkampf beim FCB keinesfalls. Mit seinen Qualitäten im Zweikampf, aber auch in der Spieleröffnung kann Pavard zu einer prägenden Figur in München werden.

Lucas Hernandez (FC Bayern München)

Und noch ein Franzose, den sich der FC Bayern München angeln konnte: Lucas Hernandez kommt von Atletico Madrid zum Rekordmeister und könnte für den amtierenden Titelträger so etwas wie der heimliche Königstransfer in diesem Sommer werden. Die festgeschriebene Ablösesumme von 80 Millionen Euro, die der FCB in die spanische Hauptstadt überwies, dürfte sich jedenfalls lohnen: Der 23-Jährige ist in der Abwehr flexibel einsetzbar, kann sowohl innen als auch auf der linken Seite spielen. Als Linksfuß ist Hernandez dabei vor allem in der Vorwärtsbewegung ein wichtiger Faktor.

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Nico Schulz (Borussia Dortmund)

Einen Linksfuß von Format hat auch Borussia Dortmund verpflichten können: Nationalspieler Nico Schulz wechselt von der TSG Hoffenheim zum BVB. Die Schwarzgelben verstärken damit vor allem die offensive Schlagkraft auf der Außenbahn: Schulz hat sich im Kraichgau mit seinen Tempoläufen und seinen gefährlichen Flanken zu einem der stärksten Linksverteidiger Europas entwickelt. Kaum verwunderlich, dass er das Interesse der Dortmunder auf sich gezogen hat – nun kann der 26-jährige Berliner unter Lucien Favre zeigen, was er drauf hat.

Mittelfeld

Hannes Wolf (RB Leipzig)

Ein richtiger Frühstarter ging RB Leipzig ins Netz: Hannes Wolf, der das Mittelfeld der Leipziger verstärkt, gab bereits mit 16 Jahren sein Debüt in der 2. österreichischen Liga, ein Jahr später durfte er für Salzburg erstmals in der Bundesliga ran. Nun geht es für den 20-jährigen Österreicher in deutschen Gefilden weiter: Der im offensiven Mittelfeld vielseitig einsetzbare Wolf wird in Leipzig die nächste Schritte in seiner Karriere machen, der Linksfuß soll mit seinem Spielwitz und seiner Kreativität die Angriffsbemühungen der Sachsen unberechenbarer machen. Übrigens: Hannes Wolf ist weder verwandt noch verschwägert mit dem gleichnamigen Ex-Trainer des Hamburger SV.

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Kerem Demirbay (Bayer 04 Leverkusen)

Ein echter Transfercoup ist Bayer 04 Leverkusen gelungen: Die "Werkself" konnte sich für die nächsten Jahre die Dienste von Kerem Demirbay sichern. Der zweimalige Nationalspieler kommt von der TSG Hoffenheim zu den Rheinländern, die damit die Schaltzentrale im Mittelfeld qualitativ hochkarätig verstärken können. "Mit ihm haben wir einen technisch versierten und strategisch agierenden Mittelfeldspieler für uns gewonnen, der dabei auch noch torgefährlich ist", schwärmt Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes vom Neuzugang, der bei Bayer als Fixpunkt im Offensivspiel eingeplant ist.

Julian Brandt (Borussia Dortmund)

Als Fixpunkt eingeplant – das gilt auch für einen ehemaligen Leverkusener, der in der kommenden Spielzeit das Trikot von Borussia Dortmund tragen wird. Julian Brandt zog es nach mehr als fünf Jahren bei der "Werkself" zum BVB, dort soll der 23-jährige Nationalspieler die Titelambitionen der Schwarzgelben untermauern. Jung, aber dennoch schon erfahren. Kreativ und in der Offensive vielseitig einsetzbar: Nicht umsonst war Brandt im In- wie Ausland äußerst begehrt! Am Ende machte Dortmund das Rennen – und darf sich auf einen spielerisch äußerst starken Neuzugang freuen.

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Thorgan Hazard (Borussia Dortmund)

Nicht nur bei Julian Brandt konnten sich die Schwarzgelben über einen gelungenen Transfercoup freuen, auch bei Thorgan Hazard schlug Borussia Dortmund frühzeitig zu. Der Außenstürmer von Borussia Mönchengladbach soll die Durchschlagskraft der BVB-Offensive signifikant erhöhen. Der 26-jährige Belgier zählte bereits in den vergangenen Spielzeit zu den aufsehenerregendsten Angreifern der Bundesliga: Mit seinem Tempo und seinen Abschlussqualitäten stellte er die Abwehrreihen der Konkurrenz vor riesige Probleme. Diese Fähigkeiten kann er nun bei der anderen Borussia unter Beweis stellen – in Dortmund trifft er mit Lucien Favre auf einen alten Weggefährten.

Stürmt demnächst wieder für Werder Bremen: 96-Angreifer Niclas Füllkrug - Oliver Hardt/Bundesliga/DFL

Angriff

Niclas Füllkrug (SV Werder Bremen)

Eine Rückkehr zu den eigenen Wurzeln wird es derweil bei Niclas Füllkrug geben: Der Angreifer, der zuletzt bei Hannover 96 unter Vertrag stand, wechselt zurück zu seinem Heimatverein SV Werder Bremen, für den er bereits von 2006 bis 2013 spielte. "Lücke", wie der 26-Jährige aufgrund einer auffälligen Zahnlücke gerufen wird, ist aufgrund seiner Kopfballstärke und seinen körperlichen Voraussetzungen der ideale Stoßstürmer für die Hanseaten. Gerade dieser Spielertyp ging Bremen in der abgelaufenen Spielzeit ein wenig ab – nun soll es Füllkrug, der sich zuletzt von einer schweren Knieverletzung erholen musste, in vorderster Front richten!

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Ihlas Bebou (TSG Hoffenheim)

Ein weiterer Ex-Hannoveraner stürmt trotz 96-Abstieg auch in der Saison in der Bundesliga: Ihlas Bebou wird zukünftig für die TSG Hoffenheim auflaufen. Der 25-jährige Togolese soll in der Offensive der Kraichgauer durch seine extreme Schnelligkeit und seine Variabilität für das nötige Überraschungsmoment sorgen. "Er kann ein echter Unterschiedsspieler sein", lobt TSG-Sportdirektor Alexander Rosen die Qualitäten des neuen Hoffenheimer Angreifers. Gerade durch sein Tempo passt Bebou perfekt in die spektakuläre Spielphilosophie des Bundesliga-Clubs – für beide Parteien scheint der Transfer eine große Chance zu sein.