
Die Trainerstimmen zum 25. Spieltag
Das sagen die Coaches zum Bundesliga-Wochenende: Alle Stimmen in der Übersicht.
1. FC Union Berlin - SV Werder Bremen 1:4
Steffen Baumgart (Berlin): "Bei einer Niederlage geht dir viel Negatives durch den Kopf. Nach der Roten Karte nimmt das Spiel eine komplette Wendung. Wir kriegen die beiden Gegentore dann einfach zu schnell. Das müssen wir besser verteidigen. In Unterzahl kannst du dann nicht mehr richtig pressen. Und mit dem dritten Gegentor ist die Sache dann gegessen."
Daniel Thioune (Bremen): "Es war unser Ziel, nach letzter Woche nachzulegen. Wenn man dann 0:1 in Rückstand gerät und unsere Historie kennt, war das heute eine Topleistung meiner Mannschaft und ein sehr reifer Vortrag. Dieses Spiel sollte uns nun eine Menge Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben schenken."
FC St. Pauli - Eintracht Frankfurt 0:0
Alexander Blessin (St. Pauli): "Wir können froh sein. Einen Punkt nehmen wir mit und wir freuen uns auch. Gerade in der ersten Halbzeit ging sehr viel auf, da hätten wir schon in Führung gehen können. In der zweiten Halbzeit hat uns ein bisschen Entlastung gefehlt. Es bleiben neun weitere Endspiele weil alles so eng ist."
Albert Riera (Frankfurt): "Ich bin zufrieden. Ich habe in ihren Augen gesehen, dass sie alles gegeben haben. Wir brauchen ein 'Clean Sheet' und es ist uns gelungen, Gegentore zu verhindern, das gibt uns Selbsvertrauen. Mit dem Ball müssen wir es natürlich besser machen, wir müssen schneller spielen. Im letzten Drittel müssen wir mehr riskieren."
1. FC Köln - Borussia Dortmund 1:2
Lukas Kwasniok (Köln): "Wir waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft. In den ersten 15 Minuten war es ein Spiel auf ein Tor. Dann steht es auf einmal 0:1 und keiner weiß so wirklich warum. Mit der roten Karte wurde dann die Wahrscheinlichkeit geringer, das Spiel zu gewinnen. Es werden harte Wochen, aber solange die Mannschaft so bleibt mit den Fans und dem Stadion, werden wir diesen Kampf gewinnen. Am Ende meint es der Fußballgott nicht ganz so gut mit uns zurzeit."
Niko Kovač (Dortmund): "Wir haben ein Spiel gewonnen, was wir nicht gut gespielt haben. Gerade nach so einem Spiel gegen Bayern musst du heute anders auftreten. Wir waren nicht scharf genug, nachdem die Kölner losgelegt haben wie die Feuerwehr."

Ole Werner (Leipzig): "Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, mit der Leistung nicht. Die Punkte, die man am Ende braucht, holt man an nicht so guten Tagen. Wenn man einen schmutzigen Sieg einfährt, das Glück am Ende erzwingt. Es ist wichtig, dass wir diesmal ein gutes Ergebnis geholt haben. Wir sind im Rennen um die internationalen Plätze."
Manuel Baum (Augsburg): "Es war ein Spiel, in dem es rauf und runter ging und das von außen unterhaltsam anzusehen war. Grundsätzlich haben wir gut verteidigt gegen die unfassbare Qualität von Leipzig, umso ärgerlicher ist es, wie wir die zwei Gegentore bekommen. Mit der Leistung bin ich, bis auf die Gegentore, zufrieden, ein Unentschieden wäre am Ende gerecht gewesen."
VfL Wolfsburg - Hamburger SV 1:2
Daniel Bauer (Wolfsburg): "Wir haben sehr gut ins Spiel gefunden, die Systemumstellung hat uns gutgetan. Von Beginn an haben wir viel Druck auf den Gegner ausgeübt, relativ einfachen Fußball gespielt und dennoch gute Chancen kreiert sowie unsere Momente gehabt. Wir sind verdient in Führung gegangen und bekommen dann zwei Elfmeter gegen uns. Danach hatten wir eine sehr schwierige Phase, aus der wir uns zwar wieder herausgekämpft haben, letztlich aber das Tor nicht mehr erzielen konnten. Deshalb gehen wir am Ende des Tages als Verlierer vom Platz."
Merlin Polzin (Hamburg): "Es war das intensive Spiel, das wir erwartet haben. Beide Mannschaften sind über viele Zweikämpfe und Duelle in der Luft ins Spiel gekommen. Trotz des Gegentreffers sind wir nach und nach immer besser reingekommen. So haben wir das Spiel am Ende verdient gewonnen. Wenn man sieht, wie sich die Jungs gegenseitig nach gelungenen Aktionen abfeiern, ist das eine Facette der Mannschaft, die mir sehr viel gibt."
Sport-Club Freiburg - Bayer 04 Leverkusen 3:3
Julian Schuster (Freiburg): "Ich glaube es hat heute keiner im Stadion bereut, hier gewesen zu sein. Es wäre deplatziert viel zu kritisieren. Wie wir es kollektiv geschafft haben, von hinten nach vorne durchzuspielen – gerade beim zweiten Tor – ist toll. Es war wichtig, immer wieder zurückzukommen und die Intensität hochzuhalten. Die Leistung heute stimmt uns sehr zuversichtlich für die kommenden Aufgaben."
Kasper Hjulmand (Leverkusen): "Für die Fans war es ein Topspiel, für mich als Trainer nicht. Das war zu viel auf und ab. Freiburg hat das gut gespielt, ist zweimal in Führung gegangen. Aber nach der Pause haben wir eigentlich gut gespielt, mit großer Dominanz. Die letzten 15 Minuten waren dann aber zu wenig."
1. FSV Mainz 05 - VfB Stuttgart 2:2
Urs Fischer (Mainz): "Wir haben am Anfang die Stuttgarter Qualität gespürt, sind jedoch in die Partie mehr und mehr hereingekommen. Aus unserer Sicht haben wir zu viele Chancen ausgelassen – das hat sich im Verlauf der Begegnung gerächt. In den Momenten rund um die beiden Tore des VfB waren wir zu unsortiert. Dass wir am Ende noch den Ausgleich erzielen, ist ein Verdienst der Mannschaftsmoral.“
Sebastian Hoeneß (Stuttgart): "Wir kommen sehr gut in die Partie – agieren 20, 25 Minuten so, wie wir es uns vorgenommen hatten. Anschließend gewann Mainz viele zweite Bälle, zog sein Spiel auf und belohnte sich nach einem Standard mit der Führung. Nach der Halbzeit brachte uns der Doppelschlag die Führung – gefühlt lag das Spiel danach in unserer Richtung. Wir verteidigen das 2:1 lange Zeit, umso bitterer ist der späte Ausgleich. Insgesamt stellt es ein gerechtes Ergebnis dar."
1. FC Heidenheim - TSG Hoffenheim 2:4
Frank Schmidt (Heidenheim): "Ich bin seit mehr als 18 Jahren Trainer und es ist eine beschissene Situation, in der wir sind. In anderen Stadien wärst du wohl davon gejagt worden, hier wirst du aber trotzdem mit Applaus verabschiedet. Auch wenn wir alle zusammen mehr falsch machen als richtig und es extrem schwer ist, zeigt es, dass unser Verein ein anderer Verein ist, sondern zeigt auch, was wir erreicht haben.“
Moritz Volz (Co-Trainer TSG Hoffenheim): "Es war ein schwieriges Spiel, weit wilder als wir uns das gewünscht hätten. Wir hätten uns mehr Kontrolle gewünscht. Wir waren vor dem Tor aber brutal effizient, das hat uns in den vergangenen Wochen gefehlt. Letztlich haben wir aber verdient gewonnen. Es ist bemerkenswert, dass die Heidenheimer nie aufgesteckt haben, sie haben das Spiel bis zum Schluss sehr unangenehm gemacht."
FC Bayern München - Borussia Mönchengladbach 4:1:
Vincent Kompany (Bayern): "Es war außer diesem Gegentor am Ende perfekt. Wir hatten eine gute Intensität. Die Jungs, die heute gespielt haben, die haben heute gezeigt, warum wir so viele Punkte vorne sind. Die haben nie enttäuscht."
Eugen Polanski (Gladbach): "Es muss alles stimmen, um gegen Bayern erfolgreich zu sein. Weil wir gerade in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht, ist es echt schade. Leider haben wir nicht so mutig nach vorne gespielt. In der zweiten Halbzeit ist es spätestens mit der Roten Karte dann vorbei."
