
St. Pauli und Frankfurt teilen die Punkte nach enger Partie
Der FC St. Pauli und Eintracht Frankfurt haben sich mit einem torlosen 0:0 voneinander getrennt. Trotz deutlicher Ballbesitzvorteile der Hessen (71 Prozent) kamen die Gäste nicht zu klaren Torchancen, während die Kiezkicker zweimal am Aluminium scheiterten.
Der FC St. Pauli konnte seinen jüngsten Aufwärtstrend im Kampf um den Klassenerhalt nicht mit einem weiteren Sieg krönen. Die Kiezkicker mussten sich nach zuletzt zwei Siegen gegen Bremen und Hoffenheim mit einem torlosen Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt begnügen.
Die Hessen, die unter ihrem neuen Trainer Albert Riera zu Hause bereits überzeugen konnten, warten weiterhin auf den ersten Auswärtssieg unter dem Spanier. Für die Gastgeber war es dennoch ein wichtiger Punkt, um den Abstand zu den Abstiegsrängen zu wahren.
Bei den Kiezkickern ersetzte Tomoya Andō den verletzten Karol Mets, während bei Frankfurt Michael Zetterer für den ausgefallenen Kauã Santos im Tor stand und Farès Chaïbi für Mario Götze in die Startelf rückte.
St. Pauli trifft zweimal Aluminium
Die Frankfurter übernahmen von Beginn an die Spielkontrolle und erarbeiteten sich ein deutliches Übergewicht beim Ballbesitz. Jonathan Burkardt hatte bereits in der 3. Minute die erste Annäherung an das Tor von Nikola Vasilj, sein Schuss wurde jedoch geblockt.
Die Kiezkicker stellten sich zunehmend besser auf das dominante Passspiel der Gäste ein und wurden ihrerseits gefährlich. In der 24. Minute hatte Mathias Pereira Lage Pech, als er nach Vorarbeit von Andō nur den linken Pfosten traf. Und auch Danel Sinani scheiterte in der 31. Minute am Aluminium – sein Schuss nach einem Doppelpass mit Pereira Lage krachte gegen den rechten Pfosten.
Für eine ungewöhnliche Unterbrechung sorgte ein verletzter Linienrichter, der durch den vierten Offiziellen ersetzt werden musste, was zu einer vierminütigen Nachspielzeit führte. Mit einem 0:0 und einem Frankfurter Ballbesitzvorteil von 71 Prozent ging es in die Kabinen.
Intensives aber torloses Duell nach der Pause
Die Eintracht kam mit deutlich mehr Schwung aus der Kabine und hätte beinahe den perfekten Start in die zweite Hälfte erwischt. Jean-Mattéo Bahoya tauchte nach einem sehenswerten Außenristpass von Oscar Höjlund frei vor Vasilj auf, scheiterte jedoch am stark parierenden St.-Pauli-Keeper.
Ein Rückschlag für die Hausherren war die verletzungsbedingte Auswechslung von Manolis Saliakas in der 48. Minute, für ihn kam Lars Ritzka ins Spiel. Andō sah in der 62. Minute die Gelbe Karte und hatte Glück, wenig später nach einem weiteren Foulspiel nicht mit Gelb-Rot vom Platz zu fliegen.
Beide Trainer reagierten mit Wechseln: Riera brachte Ritsu Dōan für Höjlund, während Blessin den gefährdeten Andō durch Adam Dźwigała ersetzte. Im weiteren Verlauf neutralisierten sich beide Teams weitgehend, Burkardt hatte in der 84. Minute mit einem Kopfball noch eine gute Möglichkeit, die Vasilj jedoch entschärfen konnte. In der hektischen Schlussphase mit sieben Minuten Nachspielzeit sah auch St. Paulis Trainer Alexander Blessin noch die Gelbe Karte (90.+3).
Man of the Match: Aurèle Amenda
Aurèle Amenda war der herausragende Akteur auf dem Platz und sicherte der Eintracht mit seiner starken Defensivleistung den Punktgewinn. Der Schweizer gewann wichtige Zweikämpfe, besonders gegen Pereira Lage, der in der ersten Halbzeit noch gefährlich war. Mit seiner Präsenz in der Luft und seinem guten Stellungsspiel sorgte er für Stabilität in der Frankfurter Abwehr. Dass die Kiezkicker trotz einiger guter Ansätze nur auf einen xGoals-Wert von 0,70 kamen, war auch ein Verdienst des 20-jährigen Innenverteidigers. Mit 284 Fantasy-Manager-Punkten sammelte er zudem die meisten aller Spieler und wurde verdientermaßen zum Spieler des Spiels gewählt.
Bundesliga Match Facts
xGoals: St. Pauli 0,70 - Frankfurt 0,72
Schnellster Spieler: Jean-Mattéo Bahoya (SGE), 33,98 km/h
Most Pressed Player: Jean-Mattéo Bahoya (SGE), 21 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Nathaniel Brown (SGE), +3,15
Fantasy Heroes: Aurèle Amenda (Eintracht Frankfurt, 284 Punkte), Nnamdi Collins (Eintracht Frankfurt, 248 Punkte), Arkadiusz Pyrka (FC St. Pauli, 199 Punkte)

