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Marcus Thuram, Breel Embolo und Alassane Plea (v.l.) bilden das gefährliche Offensiv-Trio bei Borussia Mönchengladbach
Marcus Thuram, Breel Embolo und Alassane Plea (v.l.) bilden das gefährliche Offensiv-Trio bei Borussia Mönchengladbach - © imago images / Team 2
Marcus Thuram, Breel Embolo und Alassane Plea (v.l.) bilden das gefährliche Offensiv-Trio bei Borussia Mönchengladbach - © imago images / Team 2
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Thuram, Plea und Embolo: Das Top-Trio von Borussia Mönchengladbach

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Breel Embolo, Alassane Plea und Marcus Thuram zeigen sich zum Saisonauftakt in bestechender Form. Für Borussia Mönchengladbach erzielte das Trio acht der zehn Tore in dieser Spielzeit. Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung Embolos, der zuletzt auf Schalke lange verletzt war und eigentlich behutsam aufgebaut werden sollte. Auch am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den FC Augsburg kommt es wieder auf das Dreigestirn an.

Eine neue "Büffelherde"?

Marco Rose war zu Scherzen aufgelegt, als er auf Breel Embolo und die beeindruckende Form des Schweizers angesprochen wurde. "Wir waren drei Wochen zusammen in Urlaub", erwiderte er auf die Frage eines Journalisten, was der Trainer von Mönchengladbach mit dem 22-Jährigen in der Sommerpause gemacht habe. Die Antwort, und das war dem 43-Jährigen wichtig, sollte jeder der Anwesenden ausschließlich als Scherz verstehen.

Mönchengladbach etabliert sich in der Spitzengruppe – und will besser werden

Doch die Frage war durchaus berechtigt. Denn Embolo ist einer von drei Spielern, die stellvertretend stehen für den starken Saisonauftakt der Borussia. Das Trio komplettieren Alassane Plea und Marcus Thuram. In der vergangenen Saison sprach Fußball-Deutschland von der "Büffelherde", der torgefährlichen Frankfurter Offensivabteilung, bestehend aus Luka Jovic, Ante Rebic und Sebastien Haller, die für knapp 69 Prozent der Treffer der Hessen sorgte. Embolo, Plea und Thuram bringen es nach sechs Spieltagen auf 80 Prozent.

Spielbericht: Mönchengladbach stürmt durch das 3:0 in Hoffenheim nach vorne

Blitzstarter Embolo

Der Rückstand auf Tabellenführer FC Bayern München beträgt lediglich einen Punkt, Gladbach ist seit den glorreichen 70er Jahren nicht mehr so gut in eine Saison gestartet. 13 Punkte – damit lässt es sich gut leben. Der tolle Start hängt auch mit Breel Embolo zusammen.

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Von Schalke gekommen, sollte der junge Schweizer zunächst einmal in Ruhe ankommen. Schließlich fehlte er an mehr als 600 von rund 1000 Tagen beim Revierclub verletzt, schon sein Start bei den Königsblauen war nach einer schweren Knöchelblessur zum Auftakt der Spielzeit 2016/17 denkbar ungünstig. Umso bewundernswerter ist es, dass Embolo zu so einem frühen Zeitpunkt bereits zu den Leistungsträgern der Borussia gehört – und das, obwohl er unter Rose nicht in seiner gewohnten Rolle als Stürmer, sondern als Zehner spielt.

Embolo dreht bei den Fohlen auf

Torjäger Thuram

"Mit meiner Wucht versuche ich immer, mich selbst oder die anderen Stürmer in Position für einen Abschluss zu bringen“, erklärte Embolo. Zwei Tore erzielte er schon, zwei legte er auf. Und einer, der in dieser Saison wohl noch häufiger von ihm profitieren wird, ist Marcus Thuram. Der 22 Jahre alte Sohn des früheren Weltmeisters Lilian Thuram traf in dieser Spielzeit schon drei Mal.

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Seine ersten beiden Treffer markierte er im rheinischen Derby in Düsseldorf, als er von der Bank kommend mit einem Doppelpack das Spiel drehte. Und zuletzt beim 3:0 der Fohlen in Hoffenheim traf Thuram, der im Sommer vom französischen Zweitligisten Guingamp gekommen war, ebenfalls. "Das ist natürlich ein Luxus, wenn man so einen Klasse-Stürmer in eine enge Partie reinwerfen kann", sagte Teamkollege Patrick Herrmann.

Gespräch zwischen Torjäger und Trainer: Alassane Plea und Marco Rose - imago images/Michael Weber

Gute Stimmung

Beeindruckend war bei Thurams Tor in Hoffenheim vor allem die Kaltschnäuzigkeit, mit der er zum Sprint ansetzte und die Verteidiger stehen ließ. Völlig unbeeindruckt, aber das mag seiner frühen Schule zu verdanken sein. Angeblich habe nämlich Vater Lilian früher mit dem Filius geübt. Im Garten soll er ihm den Ball abgegrätscht haben. Ein ungleicher Zweikampf, der den jungen Angreifer offenbar abgehärtet hat.

Marcus Thuram: Die harte Schule des Weltmeisters

Zwischen den wuchtigen und abgekochten Gladbacher Stürmern kann es aber auch beschaulich zugehen, wie eine Szene am 6. Spieltag zeigte. Schiedsrichter Harm Osmers gab Elfmeter, und Alassane Plea, den Rose zum Schützen bestimmt hatte, überließ Embolo den Vortritt. "Wenn jemand beim Elfmeter seinem Teamkollegen den Vortritt lässt, dann spricht das ja schließlich auch für die Mannschaft. Wenn die Jungs das untereinander so ausmachen, dann ist das in Ordnung", kommentierte der Coach die feine Geste. Für Embolos Statistik war es dann zwar nicht zuträglich, dass der Unparteiische nach Korrektur durch den Video-Assistenten entschied, den Strafstoß doch nicht zu geben.

Hoffenheims Torhüter Oliver Baumann springt dem Ball vergeblich hinterher: Marcus Thuram trifft zum 2:0 für Borussia Mönchengladbach - imago images/Jan Huebner

Neue Gladbacher Gesichter

Für derart schöne Geschichten ist derzeit Platz bei der Borussia. Die Quote stimmt, und das Team hat drei starke Stürmer, auf die es bauen kann. Und einen Trainer, der eine klare Linie bestimmt, aber auch Freiräume gibt. Bedingt, wie Roses Kommentar zur Elfmeterszene zwischen Plea und Embolo zeigt: "Wenn es gut geht, ist es schön. Aber wenn es daneben geht, dann sage ich natürlich: Das nächste Mal auf den Trainer hören."

Dominik Hamers