
Supercup 2026: Alles Wissenswerte von A bis Z
Bereits zum 27. Mal wird 2026 der Supercup ausgetragen, zum zweiten Mal unter dem Namen Franz Beckenbauer Supercup. Am 22. August um 20.30 Uhr empfängt der Deutsche Meister FC Bayern München den Vizemeister Borussia Dortmund. bundesliga.de hat alles Wissenswerte rund um den ersten nationalen Titel der Saison im "A bis Z" zusammengefasst.
A wie Auftakt
Der Franz Beckenbauer Supercup ist der erste offizielle Titel der Saison. Ein deutscher Club kann theoretisch drei nationale (Supercup, Deutsche Meisterschaft, DFB-Pokal) und drei internationale Titel (FIFA-Interkontinental-Pokal, Europäischer Supercup sowie Champions, Europa oder Conference League) innerhalb einer Saison gewinnen. Alle vier Jahre findet zudem die FIFA Klub-Weltmeisterschaft statt.
B wie Burgsmüller
Der älteste Spieler, der jemals im Supercup ein Tor erzielte, ist der leider viel zu früh verstorbene Manfred Burgsmüller, der 1988 mit 38 Jahren und 211 Tagen für den SV Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt den 2:0-Endstand markierte.
C wie Clubs
13 Clubs haben bisher das Spiel um den Supercup erreicht: Der bisher letzte Debütant war RB Leipzig 2022. Seit der Umbenennung von DFL-Supercup in Franz Beckenbauer Supercup im vergangenen Jahr gewann bislang nur der FC Bayern München den Titel zu Ehren des "Kaisers" – dieses Jahr könnte Borussia Dortmund also eine Premiere feiern. Insgesamt wäre es für den BVB der siebte Triumph in diesem Wettbewerb.
D wie Drama
Schon sechsmal wurde die Entscheidung über den Supercup-Sieg erst im Elfmeterschießen herbeigeführt. 1993 gewann der SV Werder Bremen gegen Bayer 04 Leverkusen, 1996 Borussia Dortmund gegen den 1. FC Kaiserslautern, 2011 der FC Schalke 04 gegen den BVB, 2015 siegte der VfL Wolfsburg gegen den FC Bayern, 2017 die Münchner gegen Dortmund und 2024 sicherten sich Leverkusen den Titel gegen den VfB Stuttgart.
E wie Evergreen
Insgesamt gab es 16 unterschiedliche Paarungen um den Supercup, aber nur zwei Teams standen sich öfter als ein Mal im Kampf um den ersten Titel der Saison gegenüber: Den Supercup-Klassiker zwischen Borussia Dortmund und Bayern München gibt es 2026 zum zehnten Mal, erstmals seit 2021.
F wie Fauxpas
Daniel van Buyten erzielte 2013 das erste Eigentor im Supercup. Er ist bis heute der einzige Feldspieler mit einem Supercup-Eigentor. 2017 unterlief auch Roman Bürki ein solches Missgeschick.
G wie Garantie
In 24 Spielzeiten landete der Supercupsieger in der folgenden Spielzeit immer in der oberen Tabellenhälfte. Die schwächste Platzierung nach einem frühen Triumph gab es 1993/94 für den amtierenden Meister SV Werder Bremen und 2015/16 für den als Pokalsieger für den Supercup qualifizierten VfL Wolfsburg. Beide Teams wurden am Ende der Saison Achter.
H wie Highscore
Den bisher höchsten Sieg im Supercup gab es 2018: Damals gewannen die Bayern unter ihrem neuen Trainer Niko Kovač mit 5:0 bei Eintracht Frankfurt. Robert Lewandowski erzielte die ersten drei Treffer, danach trafen noch Kingsley Coman und Thiago. Die Premiere des neuen Eintracht-Trainers Adi Hütter war missglückt. 2022 fielen satte acht Treffer, als die Bayern in Leipzig mit 5:3 gewannen. Es war die bislang torreichste Partie.
I wie Interesse
Der Supercup erregt auch 2026 wieder großes Interesse. Das Spiel im Signal Iduna Park wird in etliche Länder übertragen, sodass Bundesliga-Fans aus aller Welt mitfiebern können. In Deutschland ist die Begegnung live bei Sat.1 und Sky zu sehen.
J wie Jubel
Der FC Bayern ist Supercup-Rekordsieger. Mit dem Erfolg 2025 konnten die Münchner bereits elfmal über den Titelgewinn jubeln – Borussia Dortmund (sechs Siege) folgt dahinter, auf dem dritten Platz liegt Werder Bremen mit drei Erfolgen. Thomas Müller ist unter den Spielern alleiniger Rekordsieger mit insgesamt acht Titelgewinnen, könnte in diese Jahr allerdings von Manuel Neuer eingeholt werden, der aktuell bei sieben Titeln steht.
K wie Kapitäne
Den FC Bayern führt beim Duell am 22. August höchstwahrscheinlich Manuel Neuer aufs Spielfeld, sofern Jonas Urbig nicht zu seiner Premiere kommt. Auf Dortmunder Seite ist die Kapitänsfrage derzeit noch ungeklärt. Sollte Nico Schlotterbeck rechtzeitig fit werden, wird er die Binde tragen.
L wie Lewandowski
Robert Lewandowski ist mit sieben Treffern der Supercup-Rekordschütze. Thomas Müller ist mit zwölf Einsätzen der Rekordspieler des Supercups.
M wie Meister
In den 26 bisherigen Auflagen des Supercups triumphierte 17-mal der Deutsche Meister. Der letzte Pokalsieger, der den Deutschen Meister schlagen konnte, war RB Leipzig 2023: Die Sachsen bezwangen die Münchner mit 3:0.
N wie Neuer
Seit vergangenem Jahr hält Manuel Neuer den Rekord als ältester eingesetzter Spieler in einem Supercup: Bei seinem Einsatz war er 39 Jahre und 142 Tage alt und löste damit den langjährigen Rekordhalter Manfred Burgsmüller (38 Jahren, 211 Tage) ab. Neuer könnte in diesem Jahr als erster Spieler im Alter von über 40 Jahren im Supercup auflaufen.
O wie Oldies
1996 schickte Kaiserslauterns Trainer Otto Rehhagel eine Mannschaft mit einem Altersdurchschnitt von 30,1 Jahren auf den Platz. Bis heute die älteste Startelf der Supercup-Geschichte. Das Team verlor allerdings knapp mit 4:5 im Elfmeterschießen gegen Borussia Dortmund.
P wie Pokalsieger
Seit 2010 setzte sich erst dreimal der Pokalsieger aus der Vorsaison gegen den amtierenden Deutschen Meister durch: Schalke 04 2011 gegen Dortmund (4:3 i. E.), Wolfsburg 2015 gegen Bayern (5:4 i. E.) und Leipzig 2023 ebenfalls gegen den FCB (3:0). 2010, 2016 und 2020 (Bayern) sowie 2024 (Leverkusen) gewann zwar auch der Pokalsieger den Supercup, allerdings holten diese Teams im selben Jahr auch die Meisterschaft und bezwangen somit den Tabellenzweiten der Bundesliga. Mit den Spielen aus dem DFB-Supercup (1987-1996) behielten die Pokalsieger fünfmal die Oberhand.

Q wie Qualität
Torreich ging es in der Vergangenheit in den Spielen des Supercups zumeist zu. In den bisherigen 26 Supercup-Endspielen fielen 91 Treffer – im Schnitt also 3,5 pro Partie (Tore im Elfmeterschießen wurde nicht berücksichtigt).
R wie Rekordteilnehmer
Rekordteilnehmer im Supercup sind die Bayern, die 2026 bereits zum 19. Mal um die Trophäe kämpfen. Borussia Dortmund spielt zum 13. Mal um den Pokal, auf Platz drei folgt Werder Bremen mit vier Teilnahmen.
S wie Statistik
Statistisch gesehen hat der FC Bayern einen klitzekleinen Vorteil in diesem Supercup-Duell: Zum zehnten Mal wird der Klassiker zwischen Dortmund und Bayern im Supercup ausgetragen. Die Münchner gingen fünfmal als Sieger hervor, der BVB viermal, kann also in diesem Jahr aufschließen. Historisch gesehen haben die Bayern im direkten Vergleich jedoch klar die Nase vorn: In 140 Pflichtspiel-Duellen feierten die Münchner 69 Siege, während Dortmund 34-mal erfolgreich war. 37 Partien endeten unentschieden.
T wie Trainer
Der Rekordtrainer der Bundesliga (832 Spiele) ist auch Rekordtrainer im Supercup. Insgesamt war Otto Rehhagel fünfmal als Coach mit dabei. Viermal erreichte er das Finale mit dem SV Werder Bremen, einmal mit dem 1. FC Kaiserslautern. Dreimal sicherte er sich am Ende den Titel. Damit ist er gemeinsam mit Jupp Heynckes der Rekordsieger.
U wie Unfassbar
Von 2012 bis 2023 nahm der FC Bayern zwölfmal in Folge am Supercup teil – eine solche Serie weist kein anderer Club auf. In dieser Zeit triumphierten die Münchner siebenmal. Fünfmal mussten sie sich geschlagen geben, dreimal davon gegen den BVB (2013, 2014 und 2019). 2024, als sich Doublesieger Bayer 04 Leverkusen und Vizemeister VfB Stuttgart gegenüberstanden, riss die Serie.
V wie Vergangenheit
Zwischen 1987 und 1996 wurde nur ein Supercupsieger im Anschluss auch Deutscher Meister. Borussia Dortmund verteidigte nach einem 1:0 im Supercup gegen Borussia Mönchenglabach 1995/96 erfolgreich die Meisterschaft. Seit der Wiedereinführung 2010 ist die Quote wesentlich besser: Siebenmal holte der Supercupsieger im Anschluss auch die Schale. Jedes Mal war es der FC Bayern München, der beide Titel gewinnen konnte.
W wie Wanderpokal
Der Supercup ist 53 Zentimeter hoch und 5,5 Kilogramm schwer. Entworfen und angefertigt wurde der Wanderpokal in der Silbermanufaktur Koch & Bergfeld in Bremen. Die Veredelung durch Sterling-Silber symbolisiert den Wettbewerb um die Deutsche Meisterschaft, jene mit Feingold den um den DFB-Pokal. Beide Trägerseiten der Supercup-Trophäe symbolisieren Arme, die nach einem Chromball mit 19 Zentimetern Durchmesser greifen. Der Versicherungswert des Pokals beträgt 30.000 Euro.
X wie X-Faktor
Die bisherigen 26 Ausgaben des Supercups fanden siebenmal in einem neutralen Stadion und 19-mal in der Heimstätte einer der beiden Mannschaften statt. Einen Heimvorteil, also den entscheidenden Faktor X, gab es bislang allerdings nicht zu beobachten: Nur siebenmal durfte der Supercupsieger im eigenen Stadion den Titel feiern, neunmal triumphierte das Gastteam.
Y wie Youngster
Der jüngste je im Supercup eingesetzte Spieler ist seit dem 17. August 2021 der Dortmunder Youssoufa Moukoko. Der BVB-Youngster war am Spieltag gerade einmal 16 Jahre und 270 Tage alt.
Z wie Zuschauer
Im vergangenen Jahr waren 60.449 Zuschauer in der MHPArena Zeuge von drei Treffern. Der Signal Iduna Park, der Ort des Finals 2026, bietet 81.365 Zuschauern Platz.