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Wer wird der Spieler des Monats Mai?

In der Saison 2018/19 wurde in der Bundesliga erstmals die offizielle Auszeichnung "Spieler des Monats" vergeben. Diese junge Tradition wird auch in der aktuellen Spielzeit weitergeführt. Die Wahl wird von der DFL Deutsche Fußball Liga in Kooperation mit dem offiziellen Lizenzpartner der Bundesliga EA SPORTS durchgeführt.

Die Vergabe beruht auf einem zweistufigen Auswahlverfahren, in dem sowohl die individuellen Leistungsdaten der Spieler als auch das Votum von Fans und Experten berücksichtigt werden. Das sind die Kandidaten für den Mai:

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Joshua Kimmich (FC Bayern München)

Der 25-Jährige, der im Laufe der Saison von der rechten Abwehrseite ins zentrale Mittelfeld gewechselt ist, ist längst so etwas wie die Herzkammer im Spiel des FC Bayern. Doch Joshua Kimmich versteht es nicht nur, das Spiel des Gegners zu zerstören, er setzt auch in der Offensive immer wieder wichtige Impulse. Sei es durch seine vielen gefährlichen Standards oder auch, wenn der Nationalspieler selbst den Abschluss sucht. Bezeichnend dafür: Sein Geniestreich beim Klassiker gegen Borussia Dortmund am 28. Spieltag, als er mit einem formvollendeten Lupfer vom Strafraumrand BVB-Keeper Roman Bürki überwand und so das möglicherweise entscheidende Tor auf dem Weg zum nunmehr achten Meistertitel in Folge erzielte.

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Dass Kimmich immer höchste Ansprüche an seine Mitspieler und sich selbst hat, konnte man bei diesem wichtigen Spiel um die Meisterschaft auch in den Zahlen ablesen: 13,7 Kilometer war er im Klassiker gelaufen. Rekord für einen Bayern-Spieler seit der genauen Erfassung der Daten im Jahr 2011. Im Monat Mai gab Kimmich außerdem noch zwei weitere Torvorlagen und war somit nach dem Re-Start der Bundesliga in vier Partien an drei Toren direkt beteiligt. Und so bringt es Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß ganz gut auf den Punkt, wenn er sagt: "Er ist manchmal laut, er ist auch ein bisschen forsch. Er ist aber keiner, der nur eine große Klappe hat und dann nichts liefert."

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Benjamin Pavard (FC Bayern München)

Sein Spiel mag vielleicht nicht ganz so spektakulär sein, wie das seines Gegenparts auf der linken Seite, Alphonso Davies. Dafür ist Bayerns Rechtsverteidiger Benjamin Pavard ein enorm wichtiger Baustein für den Rekordmeister. Die Zahlen belegen das: 72 Prozent gewonnene Luftduelle und eine Passquote von mehr als 90 Prozent unterstreichen an den Spieltagen 26 bis 29 seine Stärken im Zweikampf und im Spielaufbau. "Benji ist ein Spieler, der sehr konstant spielt. Man kann sich immer 100 Prozent auf ihn verlassen", lobt Trainer Hansi Flick den Franzosen, der auf eben jener Position 2018 Weltmeister wurde.

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Der immer solide Außenverteidiger hat inzwischen aber auch in Sachen Torgefahr zugelegt. Zwei Treffer gelangen ihm im Monat Mai nach der Corona-Pause – beide übrigens nach einer Kimmich-Ecke. Und fast wäre noch ein dritter hinzu gekommen, hätte die DFL beim 1:0 am 29. Spieltag gegen Fortuna Düsseldorf nach seinem Schuss nicht auf ein Eigentor von Zanka entschieden. Am Ende war es egal: "Ein oder zwei Tore – ich bin einfach glücklich mal wieder getroffen zu haben", gab Pavard zu Protokoll.

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Kai Havertz (Bayer 04 Leverkusen)

Es war nicht etwa einer der großen Mittelstürmer-Stars, die seit dem Neustart der Bundesliga am häufigsten getroffen haben. Nein, mit fünf Toren führt Kai Havertz die Torjägerliste nach der Corona-Pause an. Und dabei zeigte der Leverkusener direkt, was für ein kompletter Spieler er ist. Von seinen fünf Treffern erzielte er zwei mit dem Kopf, zwei mit links und einen mit rechts. Besonders abgebrüht war dabei sein goldenes Tor gegen Freiburg am 29. Spieltag, als er unter großer Bedrängnis, aus spitzem Winkel, SCF-Keeper Alexander Schwolow noch tunneln konnte. "Das ist die Qualität, die Kai hat. Er braucht nur diese eine Situation", analysierte sein unmittelbarer Gegenspieler Christian Günter im Anschluss.

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Tatsächlich konnte sich Havertz im Monat Mai auch schon in die Geschichtsbücher eintragen. Das besagte Tor gegen Freiburg war bereits sein 35. Bundesliga-Treffer. Diese Marke hatte vor ihm noch kein Spieler unter 21 Jahren je erreicht. Zugute kommt dem gelernten Mittelfeldspieler dabei auch seine neue Rolle als Stürmer. Bezeichnend, dass der Leverkusener neun seiner nunmehr elf Saisontore in der Rückserie erzielt hat.

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Christoph Baumgartner (TSG 1899 Hoffenheim)

Die Partie am 28. Spieltag gegen den 1. FC Köln war ohne Zweifel die bisherige Sternstunde in der noch jungen Karriere von Christoph Baumgartner. Der Offensivspieler der TSG 1899 Hoffenheim schnürte bei diesem 3:1-Sieg seiner Elf nicht nur einen Doppelpack, er verdeutlichte vor allem mit seinem Hacken-Assist zum Tor von Steven Zuber, was für ein genialer Fußballer er ist. Erstmals in der Bundesliga war er in einem Spiel damit an mehr als einem Tor direkt beteiligt.

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Der 20-jährige Österreicher hat die aktuelle Saison aber ohnehin genutzt, um sich in der Bundesliga festzuspielen. Inzwischen ist er aus der TSG-Elf nicht mehr wegzudenken. "Er hat nach jedem Spiel unglaublich Topwerte. Es ist Wahnsinn, was er läuft und arbeitet. Dann ist er intelligent, das wissen wir, und gerade 20 Jahre. Ich bin sehr glücklich mit ihm im Kader", so das wohlklingende Urteil seines Ex-Trainers Alfred Schreuder. Und Baumgartner zahlt das Vertrauen zurück: Mit fünf Saisontoren in der Rückrunde ist er der torgefährlichste Hoffenheimer im Jahr 2020.

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Achraf Hakimi (Borussia Dortmund)

Noch immer ist Achraf Hakimi mit 36,49 Kilometern pro Stunde der schnellste je gemessene Spieler der Bundesliga. Die Leihgabe von Real Madrid aber allein auf seine Schnelligkeit zu reduzieren, wäre fahrlässig. Zu wichtig ist er im Spiel von Borussia Dortmund, vor allem, was seinen Drang nach vorne betrifft. Nach zehn Torvorlagen in dieser Saison konnte er im Mai gleich zwei eigene Tore beisteuern. In den letzten fünf Bundesliga-Spielen hat der Rechtsverteidiger gleich drei Mal getroffen.

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Die Offensivstärke kommt natürlich nicht von ungefähr: "Als ich mit dem Fußball angefangen habe, war ich Stürmer, später dann Außenstürmer und erst mit 16 oder 17 wurde ich Außenverteidiger", sagt Hakimi. Die Kombination aus Dynamik, technischer Raffinesse und Torgefährlichkeit weiß natürlich auch sein Trainer Lucien Favre zu schätzen, der ihn als einzigen Spieler bei Dortmund in dieser Saison in allen 41 Pflichtspielen eingesetzt hat.

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Timo Werner (RB Leipzig)

Mit seinem Treffer gegen Köln am 29. Spieltag markierte Timo Werner bereits sein 25. Saisontor. Der letzte deutsche Stürmer, dem das gelungen ist, war Stefan Kießling im Jahr 2012/13. Nach 29 Spieltagen schaffte das zuletzt sogar Mario Gomez 2011/12. Sein Gala-Stück lieferte der Leipziger dabei in der Partie gegen Mainz am 24. Mai ab, als er einen Dreierpack schnürte – genau wie übrigens schon beim Hinspiel gegen die Rheinhessen. Drei Tore jeweils in einem Hin- und Rückspiel waren zuletzt Leverkusen-Legende Ulf Kirsten vor 22 Jahren gelungen.

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Dass der schnelle Werner ein perfekter Konterstürmer ist, zeigt auch seine Bilanz bei Auswärtsspielen, die deutlich besser ist als vor heimischer Kulisse. 15 Tore gelangen ihm 2019/20 schon auf fremdem Rasen, das erreichten in der Bundesliga-Geschichte nur Pierre-Emerick Aubameyang, Edin Dzeko, Jupp Heynckes und Gerd Müller. Werner muss sich also längst nicht mehr vor den großen Stürmern der Bundesliga-Historie verstecken, wenngleich der Kampf um die Torjägerkanone trotz dieser enormen Ausbeute aufgrund eines gewissen Robert Lewandowski wohl aussichtslos für Werner sein dürfte.

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