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Wer wird der Spieler des Monats Januar?

In der Saison 2018/19 wurde in der Bundesliga erstmals die offizielle Auszeichnung "Spieler des Monats" vergeben. Diese junge Tradition wird auch in der aktuellen Spielzeit weitergeführt. Die Wahl wird von der DFL Deutsche Fußball Liga in Kooperation mit dem offiziellen Lizenzpartner der Bundesliga EA SPORTS durchgeführt.

Die Vergabe beruht auf einem zweistufigen Auswahlverfahren, in dem sowohl die individuellen Leistungsdaten der Spieler als auch das Votum von Fans und Experten berücksichtigt werden. Das sind die Kandidaten für den Januar:

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Jadon Sancho (Borussia Dortmund)

Nicht zu stoppen war im vergangenen Monat wieder einmal Jadon Sancho: Der BVB-Wirbelwind zeigte sich bei Borussia Dortmund einmal mehr in absoluter Topform, war in den beiden Partien im Januar an vier Treffern (zwei Tore, zwei Assists) beteiligt. Durch seine starken Auftritte in Augsburg (5:3) und gegen Köln (5:1) knackte der 19-jährige Engländer eine Marke, die vor ihm in dieser Saison in den europäischen Top-5-Ligen keiner erreichte: Als erster Spieler in dieser Saison ist der Superdribbler bei Toren (zwölf) und Vorlagen (zwölf) bereits im zweistelligen Bereich angekommen. Besonders sein Lauf vor dem gegnerischen Kasten ist bemerkenswert: In den vergangenen acht Spielen erzielte er insgesamt acht Treffer, auch in beiden Partien im Januar war er jeweils einmal erfolgreich.

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Bei den Assists ist Jadon Sancho ligaweit Spitzenreiter – gleichauf mit Thomas Müller, der in dieser Spielzeit bereits ebenfalls zwölf Tore vorbereitete. Der direkte Konkurrent des Engländers in Dortmunder Diensten hat auch deshalb nur lobende Worte für den spielstarken Außenstürmer übrig: "Sancho ist super“, betonte Müller im Interview mit dem „Sportbuzzer“ und begründete dies ausführlich: „Er schafft es mit seiner Technik, seinem Speed, seinem Dribbling gefährliche Situationen zu kreieren. Es gibt in der Bundesliga noch andere Dribbler mit ähnlichen Qualitäten. Die haben jedoch nicht diese überragende Entscheidungsfindung", so der Weltmeister von 2014. Und diese Qualitäten stellte Sancho zuletzt für den BVB in beeindruckender Manier unter Beweis.

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Ivan Perisic (FC Bayern München)

Überraschend ist Ivan Perisic zur wichtigen Säule in der Offensive des FC Bayern München avanciert. Der kroatische Vize-Weltmeister, auf Leihbasis von Inter Mailand an die Säbener Straße gewechselt, sorgt beim Deutschen Rekordmeister für die notwendige Geradlinigkeit im Spiel nach vorne. Wie wichtig er im Titelrennen für die Münchener ist, stellte er im Januar besonders beim klaren 4:0-Auswärtssieg bei Hertha BSC unter Beweis. Die erlösende Führung durch Thomas Müller bereitete Perisic vor, den Endstand erzielte der 31 Jahre Offensivallrounder selbst. Auch beim 5:0 gegen den FC Schalke 04 überzeugte er auf ganzer Linie, fiel vor allem durch seine Flanken aus dem Spiel auf. Insgesamt brachte es der Kroate im Januar auf 17 Hereingaben – Bestwert in der Bundesliga!

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Kaum verwunderlich, dass Perisic seine Zeit beim FC Bayern sichtlich genießt. „Bis jetzt ist alles positiv in München, privat und sportlich“, verkündete die Leihgabe im vereinseigenen Magazin und ließ darüber hinaus wissen, dass er sich einen Verbleib beim Rekordmeister sehr gut vorstellen könnte. „Ich habe jetzt erstmal einen Leihvertrag über ein Jahr. Anschließend gibt es eine Kaufoption. Ich gehe einfach Schritt für Schritt, von Tag zu Tag“, betont der Kroate, der in der Bundesliga auch für Wolfsburg und Dortmund spielte. Große Töne sind von dem routinierten Offensivallrounder allerdings nicht zu erwarten.  „Der Fußballplatz ist der einzige Ort, an dem ich meine Antworten gebe. Nur da zählt es", weiß Perisic, wo nicht nur sprichwörtlich die Wahrheit liegt. Wer den Kroaten im Januar gesehen hat, der dürfte verstanden haben.

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Robert Lewandowski (FC Bayern München)

Nicht aufzuhalten, auch im neuen Jahr: Das ist bereits nach zwei Spieltagen der Rückrunde die klare Ansage, wenn es um Robert Lewandowski geht. Der polnische Weltklasse-Torjäger macht 2020 beim FC Bayern München dort weiter, wo er vor Jahresfrist aufgehört hatte. Bei Hertha BSC (4:0) und gegen den FC Schalke 04 (5:0) erzielte Lewandowski seine Saisontreffer 20 und 21.  Diese Marke erreichte nach 19 Spieltagen zuvor in der Bundesliga nur Gerd Müller (1972/73).  Der FCB-Angreifer setzte sich dadurch wieder allein an die Spitze der Torschützenliste – gegen Schalke traf er zum vierten Mal in der Anfangsviertelstunde und bereits das siebte Mal zur 1:0-Führung für sein Team, beides Bestwerte in dieser Bundesliga-Saison. Und er stellte einen weiteren Rekord ein: In jedem der letzten neun Bundesliga-Spiele gegen Königsblau durfte „Lewy“ jubeln – solch einen Torlauf gegen einen Verein hatte in der Bundesliga-Historie zuvor nur Klaus Fischer einmal gegen den VfB Stuttgart vollbracht.

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„Robert Lewandowski hat alles. Seine Tore, seine Bewegungen: Er ist zehn Mal besser als ich“, schwärmte zuletzt auch Sturmlegende Miroslav Klose in der „Sport Bild“ über seinen Nachfolger im Bayern-Angriff. Und dank der Rekordjagd des 30-Jährigen kann der Rekordmeister weiter von einer erfolgreichen Titelverteidigung träumen: Schließlich ist der FCB historisch gut in die Rückrunde gestartet. Lediglich der VfB Stuttgart schaffte den Auftakt in die zweite Halbserie in der Saison 1990/91 mit 9:0 Toren aus zwei Spielen. Den Bayern sollte das ein gutes Gefühl geben: Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel startete der amtierende Champion neun Mal mit zwei Siegen ins zweite Halbjahr. Am Ende dieser Spielzeiten wurden die Münchener stets Deutscher Meister.

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Erling Haaland (Borussia Dortmund)

Er kam, er sah und er traf am laufenden Band: Erling Haaland ist in der Bundesliga mit einem ganz großen Knall angekommen. Die Vorschusslorbeeren, die dem norwegischen Sturmjuwel bei seinem Wechsel aus Salzburg zu Borussia Dortmund begleiteten, rechtfertigte der 19 Jahre alte Angreifer in kürzester Zeit. Bei seiner Bundesliga-Premiere im BVB-Dress erzielte Haaland als Joker gleich drei Tore zum 5:3-Auswärtssieg beim FC Augsburg – eine Woche später beim Heimdebüt knipste der Dortmunder Winterneuzugang als Einwechselspieler gegen den 1. FC Köln doppelt. "Es ist sehr schade, dass er schon nachlässt. Drei Tore, zwei Tore - ich hoffe nicht, dass es beim nächsten Mal nur eins ist“, scherzte BVB-Schlussmann Roman Bürki angesichts der unfassbaren Treffsicherheit des Norwegers.

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56 Minuten, fünf Tore: So lautet die beeindruckende Bilanz für Erling Haalands ersten Monat in Schwarzgelb. Schneller schaffte in der Bundesliga-Historie kein Spieler fünf Tore – sein Teamkollege Paco Alcacer (72 Minuten) musste seinen Platz in den Geschichtsbüchern für den Youngster aus dem hohen Norden räumen. "Er ist nicht zu bremsen. Für einen Trainer ist es fantastisch, einen solchen Spieler zur Verfügung zu haben", ist Dortmunds Coach Lucien Favre voll des Lobes über seinen neuen Stoßstürmer, der seinen Wert für die Schwarzgelben bereits nach wenigen Einsatzminuten unter Beweis gestellt hat. „Absolut fantastisch“, schwärmte derweil der 19-Jährige nach seinem erfolgreichen Heimdebüt und dem Jubel der Dortmunder Fans auf der Südtribüne: „Von so etwas träumst du als kleines Kind.“

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Leon Goretzka (FC Bayern München)

Seinen Platz im Starensemble des FC Bayern München scheint Leon Goretzka im Januar endgültig wiedergefunden zu haben. Als Antreiber im Mittelfeld hinter Robert Lewandowski überzeugte der Nationalspieler in einer etwas offensiveren Rolle als gewohnt beim Rekordmeister. Die nackten Zahlen sprechen da schon eine deutliche Sprache zugunsten des Spielmachers: Nach nur einer direkten Torbeteiligung in seinen acht Hinrunden-Partien hat der 24-Jährige bereits nach zwei Spielen in der Rückrunde drei Scorerpunkte (ein Tor, zwei Assists) auf dem Konto. Übrigens: Kein Bundesliga-Spieler gab zum Start der zweiten Saisonhälfte mehr Torvorlagen. Goretzka scheint nach einigen Verletzungsproblemen nun endgültig zurück in Bestform zu sein.

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Wie stark der ehemalige Schalker auftrumpfen kann, zeigte er vor allem in der Partie gegen seinen ehemaligen Verein am 19. Spieltag: Beim 5:0-Sieg des FC Bayern gegen Schalke 04 war Goretzka der überragende Spieler des Rekordmeisters. Mit einem sehenswerten Treffer per Seitfallzieher krönte der Nationalspieler seine starke Leistung und antwortete danach in bester Beckenbauer-Manier: „Ich wusste nicht so recht, wohin mit dem Ball, dann dachte ich mir: Im Zweifel einfach ins Tor schießen“, sagte Goretzka zu seinen Gedanken beim artistischen Tor, das ihm mitsamt seines starken Auftritts Lob aus der Chefetage einbrachte. „Er hat der Mannschaft das gewisse Etwas gegeben und Verantwortung übernommen“, war FCB-Sportdirektor Hasan Salihamidzic von Goretzkas Leistung beeindruckt. Der Nationalspieler ist im EM-Jahr wieder in absoluter Bestform!

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Kai Havertz (Bayer 04 Leverkusen)

Einen hervorragenden Start ins neue Jahr hat Kai Havertz erwischt: Blieb das Toptalent von Bayer 04 Leverkusen gegen Ende der Hinrunde noch etwas unter seinen Möglichkeiten, blitzte im Januar 2020 seine gewohnte Klasse wieder auf. Beim 4:1-Sieg der „Werkself“ in Paderborn glänzte der 20 Jahre alte Mittelfeldspieler mit einem Tor und einer Torvorlage. Die Erleichterung war dem Nationalspieler nach einer schwächeren Phase durchaus anzumerken. „Mir hat die freie Zeit gut getan, um neue Energie zu tanken“, erklärte Havertz nach seinem starken Auftritt beim Aufsteiger, machte aber auch aus seinem Selbstverständnis keinen Hehl: „Ich weiß um meine Qualitäten. Ich weiß, was ich kann.“

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Das bekam dann eine Woche später Fortuna Düsseldorf zu spüren: Im Derby gegen den rheinischen Rivalen bewies Havertz seine Vielseitigkeit und köpfte beim letztlich klaren 3:0-Heimsieg zur wichtigen Führung ein. Zum ersten Mal in dieser Saison traf der Leverkusener damit in zwei aufeinander folgenden Bundesliga-Spielen, bereits im Januar erreichte er seine Hinrundenausbeute von zwei Toren und einem Assist. „Ich fühle mich immer gut, wenn wir gewinnen, wenn ich ein Tor mache, eine Vorlage gebe oder ein gutes Spiel mache“, sagte der Matchwinner nach dem Traumstart ins neue Jahr. Dass es Havertz dabei vor allem um das Team geht, zeigt eine Szene aus dem Düsseldorf-Derby, die nicht in den Statistiken auftaucht: Obwohl der Youngster der Elfmeterschütze bei Bayer ist, überließ er die Ausführung des Strafstoßes seinem Teamkollegen Lucas Alario. Eine schöne Geste, die Havertz’ Wert für die „Werkself“ unterstreicht.

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