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Das nennt man Geschwisterliebe: Keven und Nico Schlotterbeck herzen sich
Das nennt man Geschwisterliebe: Keven und Nico Schlotterbeck herzen sich - © IMAGO/Celina Leiers
Das nennt man Geschwisterliebe: Keven und Nico Schlotterbeck herzen sich - © IMAGO/Celina Leiers
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Schlotterbeck-Duell: "Größter Moment der Karriere"

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Am Samstag kam es in der Bundesliga zu einem besonderen Familienduell: Im Spiel Dortmund gegen Augsburg standen sich mit Nico und Keven Schlotterbeck zwei Brüder gegenüber. Für beide war es ein Ereignis, das sie für immer in Erinnerung behalten werden.

Borussia Dortmund gegen den FC Augsburg: Ein ganz normales Bundesliga-Spiel? Nicht für jeden. "Es war ein Riesenmoment. Wahrscheinlich der größte meiner Karriere", sagte Nico Schlotterbeck nach dem Duell gegen seinen Bruder Keven Schlotterbeck. "Wir haben in der Bundesliga gegeneinander gespielt, als Kapitän des jeweiligen Vereins. Das ist sehr, sehr speziell", begründete der 26-Jährige Nico seine Aussage.

Unter den Augen der Familie, die den 2:0-Sieg des BVB von der Tribüne aus mitverfolgte, überwog bei den Schlotterbeck-Brüdern auf dem Platz der reine Stolz. Für sie rückte selbst das Ergebnis ein wenig in den Hintergrund, auch wenn der knapp zweieinhalb Jahre ältere Keven dennoch "enttäuscht über die Niederlage" gewesen ist.

Wichtiger Sieg für Nico, Euphorie-Bremse für Keven

Nico Schlotterbeck gewann nach dem knappen 1:0-Sieg im Hinspiel in Augsburg nun also auch den zweiten "Brüdergipfel" und machte mit dem zehnten Heimsieg dieser Bundesliga-Saison immerhin zwei Punkte wett auf Spitzenreiter FC Bayern München, die in Leverkusen nur remis spielten. Bis zu einem Gleichstand fehlen der Borussia nun also noch neun Punkte.

Augsburg hingegen verlor nach einem guten Jahresstart nun zum zweiten Mal in Folge und rutschte mit der Niederlage von Platz neun auf Rang zehn ab. Dennoch ist es auch für Keven Schlotterbeck ein Spiel mit ganz besonderem Stellenwert: "Es war ein schöner Moment, den nimmt man gern mit. Das wird auch immer in Erinnerung bleiben."

Die Bundesliga und ihre Zwillinge

Brüder haben in der Bundesliga immer wieder besondere Geschichten geschrieben. Zu den bekanntesten Brüderpaaren gehören die Altintop-Zwillinge: Stürmer Halil brachte es auf 351 Bundesliga-Spiele, sein Bruder Hamit auf 192 Einsätze im Mittelfeld. Gemeinsam standen sie unter anderem für FC Schalke 04 auf dem Platz.

Das bislang letzte Zwillingspaar, das regelmäßig zusammenspielte, waren Lars und Sven Bender bei Bayer 04 Leverkusen. Lars Bender absolvierte seine gesamte Bundesliga-Karriere bei Bayer und kam auf 256 Einsätze. Sein Bruder Sven wechselte 2017 dazu und bestritt 57 seiner insgesamt 265 Bundesliga-Spiele gemeinsam mit ihm.

Ein anderes Brüderpaar ist Rekordhalter

Klaus und Thomas Allofs halten bis heute den Rekord für die meisten Bundesliga-Spiele eines Brüderduos: Zusammen kommen sie auf 802 Partien (424 für Klaus, 378 für Thomas). 86 dieser Spiele bestritten sie gemeinsam für Fortuna Düsseldorf und den 1. FC Köln, zehnmal standen sie sich sogar als Gegner gegenüber. Beide wurden zudem Torschützenkönig – Klaus in den Spielzeiten 1978/79 und 1984/85, Thomas 1988/89.

Nur knapp konnte Nico mit seinem BVB das Spiel der Hinrunde mit 1:0 in Augsburg gewinnen. Am Spieltag 26 kann sich Keven revanchieren. Anpfiff des Bruderduells zwischen Dortmund und Augsburg ist am Samstagnachmittag um 15.30 Uhr.

Bundesliga-Rekordhalter in Sachen Brüderduos: Klaus und Thomas Allofs absolvierten 86 gemeinsame Partien für Düsseldorf und Köln - IMAGO/SVEN SIMON