
Nach Schlotterbeck-Verletzung: Das sind Nagelsmanns Alternativen
Nico Schlotterbeck fällt für den Rest der Weltmeisterschaft 2026 verletzt aus. Bundestrainer Julian Nagelsmann muss sich daher überlegen, wer ab sofort neben Jonathan Tah verteidigen sollte. Es gibt drei Alternativen.
Diese Nachricht tut der deutschen Nationalmannschaft richtig weh: Nico Schlotterbeck hat sich im zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste eine Innenbandverletzung im linken Sprunggelenk zugezogen. Nach DFB-Angaben wird er "mehrere Monate" ausfallen. Das ist schmerzhaft für Schlotterbeck, die DFB-Elf und seinen Verein Borussia Dortmund.
"Ich brauche noch etwas Zeit, um das Ganze zu verarbeiten und später darüber zu sprechen. Deshalb wird es von mir vorerst keine ausführlichen Worte dazu geben", schrieb der Pechvogel auf Instagram.
Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte bisher zweimal in seiner Startelf auf eine Innenverteidigung bestehend aus Schlotterbeck und Jonathan Tah vom FC Bayern München gesetzt. Zum dritten Gruppenspiel gegen Ecuador am Donnerstagabend um 22 Uhr deutscher Zeit braucht es einen neuen Nebenmann für Tah.

Rüdiger ist die wahrscheinliste Option
Aller Voraussicht nach wird Nagelsmanns Wahl auf Antonio Rüdiger fallen. Der 33-Jährige vom spanischen Topteam Real Madrid wurde bereits in der Partie gegen die Elfenbeinküste zur Pause für Schlotterbeck eingewechselt und machte im zweiten Durchgang ein gutes Spiel. Dank seiner Routine war es für ihn kein großes Problem, von null auf 100 ins Turnier zu starten. Gemeinsam mit Tah bildete er bereits bei der Europameisterschaft vor zwei Jahren ein gutes Innenverteidiger-Duo.
Die einzige Alternative ist Rüdiger allerdings nicht. Eine weitere Option wäre zum Beispiel Schlotterbecks Teamkollege aus Dortmund: Waldemar Anton. Der 29-Jährige hat eine starke Bundesliga-Saison gespielt und wurde am 1. Spieltag gegen Curacao bereits von Nagelsmann eingewechselt. Da übernahm er allerdings für die letzten Minuten die Rechtsverteidiger-Position von Joshua Kimmich.
Alle Alternativen sind Rechtsfüßer
Im Kader steht außerdem noch ein weiterer Innenverteidiger: Malick Thiaw von Newcastle United. Der 24-Jährige, der in der Jugend und anderem beim FC Schalke 04 ausgebildet wurde, war in der abgelaufenen Saison unumstrittener Stammspieler beim Champions-League-Teilnehmer aus der Premier League und verdiente sich mit seinen Leistungen einen Kaderplatz bei der WM.
Was alle drei Alternativen eint ist, dass sie Rechtsfüßer sind. Der DFB-Elf geht somit eine Waffe verloren, denn Schlotterbeck ist bekannt für die starken langen Bälle, die er mit seinem linken Fuß spielen kann. Im Spielaufbau muss sich die deutsche Mannschaft deshalb umstellen. Was die Kerndisziplin des Verteidigens angeht, sind aber Rüdiger, Anton und Thiaw allesamt starke Optionen.
"Schlotti wird uns auf dem Platz als herausragender Verteidiger sehr fehlen, vor allem auch sein exzellenter Spielaufbau. Es hätte seine WM werden können. Wir haben gestern alle versucht, ihn aufzubauen - zum Glück ist er ein sehr positiver Typ, der schon wieder vorausblickt. Es ist ein schönes Zeichen, dass er zunächst hier im Mannschaftskreis bleibt, denn er hat auch neben dem Platz Einfluss. Trotz seines Ausfalls sind wir in der Innenverteidigung mit Jonathan Tah, Antonio Rüdiger, Waldemar Anton und Malick Thiaw weiterhin sehr gut aufgestellt für die WM", erklärte der Bundestrainer zum WM-Aus des BVB-Stars.
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