Werner, Lewandowski und Co.: Diese Spieler könnten das DFB-Pokalfinale entscheiden - © DFL Deutsche Fußball Liga GmbH
Werner, Lewandowski und Co.: Diese Spieler könnten das DFB-Pokalfinale entscheiden - © DFL Deutsche Fußball Liga GmbH
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RB Leipzig gegen den FC Bayern München: Das sind die Schlüsselspieler

Köln - Am Samstag steht das große DFB-Pokalfinale zwischen RB Leipzig und dem FC Bayern München an. Leipzig fährt zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte nach Berlin und kämpft im Finale um die begehrte Trophäe. Die Münchner hingegen wollen das Double perfekt machen und zum 19. Mal den Pokal in die Höhe stemmen. bundesliga.de stellt die Spieler vor, die das Finale für ihre Mannschaft entscheiden könnten.

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Timo Werner

Timo Werner traf in der Saison 2018/19 16 Mal in der Bundesliga und wurde bester RB-Torschütze. Nach Marco Reus (17) und Kai Havertz (17) war er auch der drittbeste deutsche Torschütze der Saison. In der Rückrunde hatte der 23-Jährige zwischenzeitlich einige gesundheitliche Probleme, doch er nahm im Saisonendspurt wieder gehörig Fahrt auf und verbuchte in seinen letzten acht Partien fünf Tore und fünf Vorlagen. Dass der Stürmer nicht nur ein reiner Abschlussspieler ist, konnte er in dieser Saison ebenfalls unter Beweis stellen: Mit zehn Torvorlagen ist Werner Leipzigs Top-Vorbereiter. Timo Werner soll die 100 Meter in 11,1 Sekunden laufen. 2017/18 erreichte er einen Topspeed von 35 km/h (RB-Bestwert), in dieser Saison lag er bei 34,9 km/h. Dank seiner Schnelligkeit ist er ein gefährlicher Konterspieler – 15 seiner 50 Bundesliga-Tore für RB waren Kontertore (vier davon 2018/19).

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Emil Forsberg

Emil Forsberg kam 2018/19 verletzungsbedingt nur in 20 Bundesliga-Spielen zum Einsatz und wurde nach seiner Genesung in der Rückrunde langsam herangeführt, dies machte sich zuletzt bezahlt. Im Saisonendspurt wurde der Schwede endlich wieder zum wichtigen Faktor. Er war in den letzten acht Bundesliga-Partien an sieben Toren beteiligt (drei Treffer, vier Torvorlagen) und traf auch im Pokal-Halbfinale beim HSV. Insgesamt elf Scorerpunkte in der Bundesliga sind fast drei Mal so viele wie in der Vorsaison (da nur vier). Mit Werner versteht sich Forsberg blendend, es gab bereits 18 Co-Produktionen vor einem Bundesliga-Tor: 13 Mal bediente der Schwede den Deutschen, fünf Mal legte Werner für Forsberg auf. Vor allem mit seinen Standards könnte der 27-Jährige gefährlich werden: In 71 Bundesliga-Spielen schlug Forsberg 16 Standards zu Toren (2018/19 waren es vier).

Marcel Halstenberg

Marcel Halstenberg zog sich am 23. Januar 2018 im Training einen Kreuzbandriss zu, verpasste deswegen die WM und feierte erst am 20. September gegen Salzburg sein Comeback. Er eroberte seinen Stammplatz schnell zurück und kam in dieser Bundesliga-Saison 28 Mal zum Einsatz, davon 25 Mal über die volle Distanz. Als Außenverteidiger bereitete er 2018/19 starke sechs Treffer vor – für ihn ein neuer Saisonrekord in der Bundesliga. Besonders hervorzuheben sind seine Leistungen am 30. Spieltag: In Mönchengladbach schnürte er seinen ersten Bundesliga-Doppelpack, mit drei Saisontoren stellte er auch einen neuen persönlichen Rekord in der Bundesliga auf. Der kopfballstarke Nationalspieler ist physisch sehr präsent. Er gewann 2018/19 59 % seiner Zweikämpfe – das ist sehr stark für einen Außenverteidiger.

Ibrahima Konate

Ibrahima Konate ist mit seinen 20 Jahren der jüngste Abwehrspieler von RB Leipzig und dennoch schon eine feste Größe. Der Franzose hatte in der Bundesliga-Saison 2018/19 die meiste Einsatzzeit aller RB-Verteidiger, in 27 der 34 Partien stand er in der Startelf. Konate gewann 2018/19 65 % seiner Zweikämpfe – das ist der Bestwert bei RB. Von seinen Kopfballduellen gewann der 1,92-Meter-Verteidiger sogar 71 %, am Boden auch gute 61 %. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 34,7 km/h zählt Konate zu den schnellsten Innenverteidigern der Liga.

Robert Lewandowski

Robert Lewandowski wurde zum 4. Mal Torschützenkönig (2013/14 für den BVB, 2015/16, 2017/18 und 2018/19 für Bayern – also in vier der letzten sechs Spielzeiten). Mindestens vier Mal Torschützenkönig wurde bisher nur Gerd Müller (sieben Mal). Erstmals seit über 20 Jahren konnte ein Spieler diesen Titel verteidigen (damals Ulf Kirsten). Lewandowski erzielte in seinen 46 Pflichtspielen in der Saison 2018/19 38 Tore und ist damit mit Abstand der Top-Torschütze der Bayern (kein anderer traf öfter als 13 Mal). Mit 141 Torschüssen gab er ligaweit die meisten ab. Der Pole ist ein kompletter Stürmer: Er kann per Kopf, mit rechts und links abschließen, sowohl flache Bälle in den Fuß oder in den Lauf als auch hohe Hereingaben vom Flügel verarbeiten. Außerdem kann er sich gegen mehrere Gegner behaupten und mit den offensiven Mittelfeldspielern kombinieren. Lewandowski erzielte in der Bundesliga im Schnitt alle 113 Minuten ein Tor, in der Bundesliga-Historie kommt nur Gerd Müller auf eine bessere Quote (105 Minuten; Spieler mit mindestens 30 Spielen). Im Bayern-Trikot traf Lewandowski in der Bundesliga sogar alle 102 Minuten, ist hier also sogar effektiver als Gerd Müller.

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Serge Gnabry

Serge Gnabry war in der Bundesliga-Saison 2018/19 an 15 Toren beteiligt (zehn Tore, fünf Torvorlagen). 24 seiner 31 Bundesliga-Tore markierte er mit dem rechten Fuß (dazu vier mit links und drei per Kopf). Der 23-Jährige traf in allen seinen drei Bundesliga-Jahren zweistellig: Elf Tore waren es für Bremen (2016/17), zehn für Hoffenheim (2017/18) und nun auch zehn für die Bayern (2018/19). Den 31 Bundesliga-Toren von Serge Gnabry stehen 14 Torvorlagen gegenüber. Vor allem durch seine Geschwindigkeit wurde der Nationalspieler immer wieder gefährlich und legte beim FC Bayern die meisten Sprints hin (im Schnitt 34 pro Spiel).

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Javier Martinez

Javier Martinez war seit Ender Februar einer der auffälligsten und wichtigsten Spieler des FC Bayern: In Liverpool (0:0) war er der beste Münchner und in seinen letzten sieben Bundesliga-Spielen erzielte er drei Tore (gegen Hertha und in Mönchengladbach jeweils das 1:0, gegen Dortmund das 3:0). Mit dem Spanier holte Bayern in der Bundesliga-Saison 2018/19 in 21 Spielen 54 Punkte (2,6 pro Spiel, nur eine Niederlage), ohne ihn waren es nur 24 Punkte in 13 Spielen (1,8, drei Niederlagen). Unter Carlo Ancelotti spielte der Spanier immer in der Innenverteidigung, Jupp Heynckes und Niko Kovac setzten ihn im defensiven Mittelfeld ein. Er bringt eine Menge Körper mit und weiß diesen in den Zweikämpfen einzusetzen. Er gewann in der Bundesliga-Saison 2018/19 57 % seiner Duelle und war vor allem auch in der Luft stark.

Niklas Süle

Niklas Süle kam von allen Innenverteidigern des FC Bayern in der Bundesliga-Saison 2018/19 am häufigsten zum Einsatz: Er war in 31 der 34 Spiele dabei, davon 29 Mal in der Startelf. In diesen Spielen gewann er gute 66 % seiner Zweikämpfe – in der Luft sogar 76 %. In 58 Bundesliga-Spielen für den FC Bayern beging Süle nur 32 Fouls und sah nur vier Gelbe Karten – bei seinen Tacklings ist er immer sehr souverän. Zudem hatte er nur eine Fehlpassquote von fünf Prozent - Bayern-Bestwert. Wer denkt, dass Süle angesichts seiner fast 100 kg Körpermasse langsam sei, der irrt: Der 23-Jährige erreichte in dieser Saison eine Spitzengeschwindigkeit von 35,0 km/h und kommt bei den Bayern auf die größte Höchstgeschwindigkeit.