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Die El Malas: Saïd und Malek jubeln zusammen
Die El Malas: Saïd und Malek jubeln zusammen - © IMAGO/Michael Taeger
Die El Malas: Saïd und Malek jubeln zusammen - © IMAGO/Michael Taeger
bundesliga

Die El Malas: Ein Brüdertraum wird wahr!

Die Bellinghams, die Rummenigges, die Boatengs, die Khediras: Berühmte Brüderpaare hat die Bundesliga schon viele erlebt. Beim 1. FC Köln ist nach 40 Jahren nun ein ganz besonderes hinzugekommen: die El Malas.

In der 72. Minute war es so weit. Im Auswärtsspiel bei Union Berlin wurde Malek El Mala, der ein Jahr ältere Bruder von Saïd, eingewechselt und feierte damit sein Bundesliga-Debüt. Die El Malas waren beim 1. FC Köln endlich vereint – und erstmals seit 40 Jahren standen damit wieder zwei Brüder für den FC in der Bundesliga auf dem Platz. Zuletzt war das Klaus und Thomas Allofs in der Saison 1986/87 gelungen.

"Wir haben lange darauf gewartet"

Sie gingen ihren Weg immer zusammen – in der Jugend, dann von Viktoria Köln zum FC, zwischenzeitlich per Leihe zurück und schließlich wieder gemeinsam zu den "Geißböcken". Doch Verletzungen warfen Malek zurück, zwischenzeitlich musste er sich in der zweiten Mannschaft in der Regionalliga beweisen. Seinen Traum verlor der 21-Jährige trotzdem nie aus den Augen. "Wir haben lange darauf gewartet, ich habe hart dafür gearbeitet. Umso schöner ist es, jetzt mit meinem Bruder zusammen auf dem Platz zu stehen“, sagte Malek nach dem Spiel.

Und als wäre das gemeinsame Bundesliga-Debüt nicht schon besonders genug gewesen, setzte Malek noch einen drauf: Nur sieben Minuten nach seiner Einwechslung traf er bei seinem Profidebüt mit seinem zweiten Ballkontakt und seinem ersten Torschuss in der Bundesliga zum Ausgleich. Ein Treffer, der dem FC den ersten Auswärtszähler der Saison bescherte – und dem älteren Bruder im direkten Vergleich sogar einen kleinen Vorsprung verschaffte.

"Das hat er sich verdient!"

Denn Saïd hatte für sein erstes Bundesliga-Tor etwas mehr Anlauf gebraucht: Er traf bei seinem zweiten Einsatz mit seinem zweiten Torschuss. Bei Maleks Premierentreffer half er dafür aber kräftig mit: Seine Flanke fand über Alessio Castro-Montes den Weg zum älteren Bruder, der am zweiten Pfosten vollendete. Familiensache eben – und die beiden El Malas waren damit auch für die letzten beiden Kölner Bundesliga-Tore verantwortlich.

Während Saïd längst die Herzen der FC-Fans erobert hat, wählten diese nun Malek mit 62 Prozent der Stimmen zum Man of the Match. Auch Cheftrainer René Wagner war vom Debüt begeistert: "Ich freue mich ungemein. Das hat er sich verdient, er hat ungemein hart gearbeitet in den letzten Wochen. An dem Ort steht nur eine wahre Neun. Das hat er heute gezeigt." 

Nach all den gemeinsamen Jahren, Umwegen und Rückschlägen stehen die El Malas endlich zusammen auf der Bundesliga-Bühne. Ein Brüdertraum, der wahr geworden ist – und noch lange nicht ausgeträumt ist.

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