
Saïd El Mala vom 1. FC Köln: Einer wie Podolski
Saïd El Mala kann den in Köln entstandenen Hype um seine Person mit guten Leistungen noch befeuern. Die Vergleiche mit Clublegende Lukas Podolski werden so ebenfalls noch weiter befeuert. Nicht zu Unrecht, sagt einer, der es ja wissen muss.
Schon seit Wochen trickst und zaubert er sich durch die gegnerischen Abwehrreihen und erzielte beim überzeugenden 5:0-Erfolg über den 1. FC Union Berlin im DFB-Pokal nun sogar einen Doppelpack: Saïd El Mala ist unbestritten beim 1. FC Köln zu einem echten Leistungsträger und Unterschiedsspieler herangewachsen.
Seine leichte und unbekümmerte Art, gepaart mit seiner Raffinesse am Ball, lassen dabei zwangsläufig einen Vergleich zu einer echten Größe beim Club mit dem Geißbock aufkommen: Lukas Podolski.

"Natürlich erkenne ich da gewisse Parallelen"
"Ich durfte Lukas damals von Anfang an sehr nah erleben. Wir sind gemeinsam zum Training gefahren, und ich war dabei, als er beim FC seine ersten Schritte als Profi gemacht hat. Natürlich erkenne ich da gewisse Parallelen", muss auch Thomas Kessler gegenüber der Bild zugeben. "Lukas hat sich damals auch nicht viele Gedanken über das Drumherum gemacht, sondern hatte einfach große Freude daran, Fußball zu spielen."
Der 40-Jährige, seit dem Januar dieses Jahres Sportgeschäftsführer bei den Kölnern, sieht dabei auch eine ähnliche Bindung entstehen, wie sie schon Podolski und "sein" Club damals hatten: "Ich habe den Eindruck, dass er immer stärker mit dem Verein und seinem Umfeld zusammenwächst. Er bekommt von unseren Fans sehr viel Zuneigung und Anerkennung. Und ich habe den Eindruck, dass er davon gerne möglichst viel zurückgeben möchte."
El Mala mit Gänsehaut
Bezeichnend sei für Kessler eine Szene bei der Saisoneöffnung gewesen, bei der ein kleines Mädchen bei El Malas Anblick vor Freude geweint habe. "Ich habe Said später in einem unserer Gespräche gefragt, ob er das überhaupt wahrgenommen hat. Und er hat mir erzählt, wie sehr ihn dieser Moment bewegt hat, weil er so etwas zuvor noch nie erlebt hat."
Weiter ist sich Kessler sicher: "Das sind besondere Momente, die sicher auch bei seiner Entscheidung, in Köln zu bleiben, eine Rolle gespielt haben." Im Sommer hatte der 20-jährige Offensivspieler seinen Vertrag am Rhein schließlich vorzeitig bis 2031 verlängert.
Auch mit Aktionen wie dieser hat es El Mala mittlerweile geschafft, seinen eigenen Song von den Fans zu bekommen. "Ich hatte Gänsehaut. Ich habe es genossen", gab er nach dem Spiel und dem erstmaligen Hören des Liedes zu und wird sich bei solchen Leistungen wohl noch öfter daran erfreuen dürfen.