
"Tut unbeschreiblich weh": Lennart Karl äußert sich zum WM-Aus
Ein Muskelbündelriss im linken vorderen Oberschenkel beendet Lennart Karls WM-Träume: Der Shootingstar des FC Bayern München muss verletzungsbedingt auf das anstehende Turnier in den USA, Kanada und Mexiko (11. Juni bis 19. Juli 2026) verzichten. Kurz nach dem Schock meldet sich der 18 Jahre alte Offensivallrounder in den sozialen Netzwerken zu Wort.
"Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, aber es tut einfach unbeschreiblich weh, das größte Turnier verpassen zu müssen" – mit diesen Worten beginnt Lennart Karl sein Posting auf Instagram. Im Abschlusstraining der deutschen Nationalmannschaft vor dem Testspiel gegen die USA am Samstagabend hatte sich der Shootingstar des FC Bayern München einen Muskelbündelriss im linken vorderen Oberschenkel zugezogen und muss auf die anstehende WM in den USA, Kanada und Mexiko verzichten.
Er habe alles dafür getan, um fit für die WM zu sein, betonte Karl nach dem Verletzungsschock in den sozialen Netzwerken. "Leider kommen Verletzungen oft zum unglücklichsten Zeitpunkt. Ich wünsche meinem Team maximalen Erfolg und unterstütze sie natürlich auch jede Minute", schreibt der 18 Jahre alte Wirbelwind, der sich nach starken Auftritten in der abgelaufenen Saison durchaus Hoffnungen auf Einsatzzeiten bei der WM machen durfte, und schiebt hinterher: "Komme stärker zurück, versprochen!"
Die Nachricht von Karls Verletzung hat die Nationalmannschaft kurz vor dem Start in die WM geschockt – unter seinem Post kommentierten unter anderem Kollegen wie Jonathan Tah, Michael Olise oder Saïd El Mala. "Das drückt so ein bisschen die Stimmung, muss man sagen. Er war ja wirklich die letzten Spiele top unterwegs und hat uns viel Freude gemacht", sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf angesichts des Ausfalls des Offensivallrounders, der beim FC Bayern in der vergangenen Saison für Furore gesorgt hatte. Bundestrainer Julian Nagelsmann reagierte schnell auf den Verletzungsschock – und nominierte Assan Ouédraogo (RB Leipzig) für die WM nach.
"Es tut mir wahnsinnig leid für Lenny“, betonte Nagelsmann nach der Hiobsbotschaft im Vorfeld des USA-Testspiels: "Er hat mit seiner Unbekümmertheit, seinem Spielwitz, seinem Tempo und als Typ super in die Mannschaft gepasst. Es ist für ihn und uns alle ein großer Schock, dass er die WM verpasst. Es ist nur ein kleiner Trost, dass er jung ist und noch viele Turniere vor sich hat. Wir hätten ihn sehr gerne im Team gehabt", so der Bundestrainer, der nun auf die Qualitäten des Dribbelkünstlers verzichten muss.

Ouédraogo mit Debüt im November 2025
Stattdessen rückt nun ein ähnlich junger, aber dennoch gänzlich anderer Spielertyp in den deutschen WM-Kader. "Mit Assan Ouédraogo bekommen wir nun einen Spieler dazu, der ähnlich wie Lenny einen klasse Einstand bei uns hatte. Er ist ebenfalls hoch talentiert und soll hier mutig und unbeschwert aufspielen", erklärt Nagelsmann. Ouédraogo hatte im November 2025 sein Debüt für Deutschland gefeiert und gegen die Slowakei den Treffer zum 6:0-Endstand erzielt. Der U17-Welt- und Europameister von 2023 werde laut DFB in den kommenden Tagen direkt ins Team Basecamp der Nationalmannschaft nach Winston-Salem reisen.
