
Kracher-Wochenende – im Keller wird's heiß!
Drei direkte Duelle, sechs Teams, kaum Luft zu Atmen. Am 26. Spieltag steht der Tabellenkeller unter Hochspannung!
Gladbach vs. St. Pauli
Am Freitag eröffnet das Duell zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC St. Pauli das Kracher-Wochenende – und für die Fohlen steht richtig viel auf dem Spiel.
25 Punkte nach 25 Spieltagen bedeuten im Schnitt nur einen Zähler pro Partie. In der langen Bundesligageschichte der Gladbacher gab es nach diesem Zeitpunkt nur vier schwächere Zwischenstände – darunter zwei Abstiegsjahre. Im Hinspiel gab es den ersten Saisonsieg am Millernor, Trainer Eugen Polanski weiß: "Jetzt kommen die Partien, in denen wir punkten müssen."
St. Pauli dagegen reist mit wachsendem Selbstvertrauen an. Drei Spiele ungeschlagen, nur eine Niederlage aus den letzten fünf Partien – und defensiv wieder stabil. Die Kiezkicker sind aktuell das Bundesliga-Team mit der längsten Serie ohne Gegentor (208 Minuten). Keeper Nikola Vasilj bringt es auf den Punkt: "Wir können mit viel Selbstvertrauen nach Mönchengladbach reisen."

HSV vs. Köln
Der Hamburger SV hat sich mit dem Sieg in Wolfsburg nach zwei Heimniederlagen binnen vier Tagen, so Albert Sambi Lokonga, "etwas Luft zum Atmen verschafft". Neun Punkte Vorsprung auf Rang 17 – der direkte Abstieg ist damit realistisch kaum noch ein Thema. Gegen den 1. FC Köln winkt sogar ein historischer Meilenstein: Mit einem Sieg hätten die Hamburger nach 26 Spieltagen mehr Punkte als in der gesamten Abstiegssaison 2017/18.
Die Gäste aus Köln kommen allerdings mit einer anderen Mission in den Volkspark. Kurze Zeit mischte der Aufsteiger überraschend im oberen Tabellendrittel mit, doch zuletzt geriet der Motor ins Stottern: nur zwei Siege aus den letzten 16 Spielen, aus den vergangenen fünf Partien nur ein Punkt. Trotzdem gilt: Noch steht der FC über dem Strich – und gerade gegen direkte Konkurrenten fahren die "Geißböcke" ihre Hörner aus.
Trainer Lukas Kwasniok macht klar: "Ich werde die Mannschaft mit voller Überzeugung aufrichten – und dann werden wir in Hamburg wieder leidenschaftlich Fußball spielen."

Werder vs. Mainz
Zwischen Platz 12 und Platz 16 liegt aktuell nur ein einziger Zähler – und genau mittendrin treffen der SV Werder Bremen und der 1. FSV Mainz 05 aufeinander.
Werder kommt mit Rückenwind: Zum ersten Mal in dieser Saison gelangen zwei Siege in Serie, doch Trainer Daniel Thioune will mehr: "Wir sind noch lange nicht fertig." Schließlich warten auf die Grün-Weißen in vier der nächsten fünf Partien Gegner aus der unteren Tabellenhälfte.
Mainz reist allerdings auch mit einem stabilen Fundament an die Weser. Seit dem Trainerwechsel zu Urs Fischer verloren die Rheinhessen nur zwei der letzten zwölf Bundesliga-Spiele. Sportdirektor Niko Bungert bleibt optimistisch: "Ich bin guten Mutes, dass wir weiter unsere Punkte holen werden."
