
Das große Zittern! Wer setzt sich im Abstiegskampf durch?
Von Gladbach bis Heidenheim: Sechs Teams stecken aktuell im Abstiegskampf der Bundesliga. Wer dort unten rauskommen will, braucht dringend Punkte. So ist die Ausgangslage vor dem 29. Spieltag.
Im Tabellenkeller bleibt es richtig eng. bundesliga.de gibt einen Überblick über die aktuelle Ausgangssituation für die nächsten Wochen.
Platz 13: Borussia Mönchengladbach (30 Punkte, Tordifferenz -13)
Dank des Punktgewinns gegen Heidenheim holte das Team von Trainer Eugen Polanski aus den letzten fünf Spielen immerhin acht Punkte, verlor in diesem Zeitraum nur bei den Bayern. Mit nun 30 Zählern haben die Fohlen drei Plätze bzw. fünf Punkte Abstand zum Relegationsrang 16, was bei den Anhängern der Borussia für ein gewisses Aufatmen sorgt.
Wirklich glatt läuft es bei den Gladbachern dennoch nicht – nur zwei der vergangenen zwölf Bundesliga-Spiele konnte die Elf vom Niederrhein gewinnen, auswärts ist man seit acht Spielen sieglos (drei Unentschieden, fünf Niederlagen). Nun wartet mit RB Leipzig ein Champions-League-Anwärter auf Polanski & Co. – keine leichte Aufgabe.

Platz 14: SV Werder Bremen (28 Punkte, Tordifferenz -18)
Besser läuft es dagegen bei Werder Bremen, der SVW hat zwar am Wochenende knapp gegen Leipzig verloren, aber dennoch drei der vergangenen fünf Spiele gewonnen. Die Hanseaten sind dadurch von Platz 17 auf 14 geklettert und haben nun drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang. Der neue Trainer Daniel Thioune hat Werder fraglos neues Leben eingehaucht: In der "Thioune-Tabelle" ab dem 21. Spieltag belegen die Bremer Platz zwölf. Am kommenden 29. Spieltag steigt nun das brisante Duell gegen den Verfolger aus Köln...
Platz 15: 1. FC Köln (27 Punkte, Tordifferenz -9)
Dieser Verfolger hat gerade mal einen Punkt weniger als Bremen auf dem Konto, wartet aber seit mittlerweile acht Spielen auf einen Sieg (vier Remis, vier Niederlagen). Dennoch schwebt ein Kölner Aufbäumen in der Luft, mit Interimscoach René Wagner an der Seitenlinie erkämpfte der "Effzeh" am vergangenen Sonntag in Frankfurt ein starkes 2:2-Remis nach 0:2-Rückstand.
Dennoch stagniert der FC auf Rang 15 (schwächste Kölner Saisonplatzierung) und droht bei einem Sieg von St. Pauli bei eigener Niederlage auf den Relegationsplatz abzurutschen. Im Heimspiel gegen Bremen soll das unbedingt verhindert werden.
Platz 16: FC St. Pauli (25 Punkte, Tordifferenz -20)
Auch die Kiezkicker feierten am 28. Spieltag beim Gastspiel bei Union Berlin einen wichtigen Punktgewinn, durch den sie den Abstand auf den ersten Abstiegsrang von drei auf vier Punkte vergrößerten. Mit noch vier Heimspielen (unter anderem gegen Köln und Wolfsburg) und nur zwei Auswärtsspielen (darunter in Heidenheim) vor der Brust haben die Hamburger zudem eine gute Ausgangslage für das Saisonfinale – schließlich verloren die St. Paulianer nur eines der letzten sieben Heimspiele! Am Wochenende wartet mit dem FC Bayern allerdings keine Laufkundschaft auf die Kiezkicker.
Platz 17: VfL Wolfsburg (21 Punkte, Tordifferenz -25)
Der VfL Wolfsburg ist noch nie abgestiegen. Damit das so bleibt, wurde nach Spieltag 25 bereits zum zweiten Mal in dieser Saison der Trainer gewechselt. Unter Neucoach Dieter Hecking bleibt der erhoffte Umschwung aber bislang aus, nach seinen ersten drei Spielen stehen ein Remis und zwei Niederlagen zu Buche. Aber: Die letzten vier Bundesligisten, die in einer Saison zweimal den Trainer wechselten, hielten die Klasse (Mainz und Union 2023/24, Stuttgart 2022/23, Hertha 2021/22). Ein gutes Omen für die Wölfe?

Platz 18: 1. FC Heidenheim 1846 (16 Punkte, Tordifferenz -34)
Auch Heidenheim ist noch nie aus der Bundesliga abgestiegen – unter Langzeittrainer Frank Schmidt, der den FCH aus der fünftklassigen Oberliga bis in die Bundesliga führte, wäre es auch generell der erste Abstieg. Mittlerweile 15 Bundesliga-Spiele in Folge ohne Sieg (laufender Vereinsnegativrekord) und neun Punkte Rückstand auf Platz 16 lassen beim FCH den Glauben an einen möglichen Klassenerhalt jedoch immer weiter schwinden.
Als einziger Bundesligist wartet das Team von der Ostalb noch immer auf den Premieren-Sieg im Jahr 2026. Zuletzt gab es aber immerhin Unentschieden gegen Leverkusen und in Mönchengladbach. Ein Sieg im Heimspiel gegen Union Berlin ist fast schon Pflicht, um die Restchance auf den Klassenerhalt zu wahren.

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