Zusammenfassung

  • Der FC Bayern wartet seit zwei Bundesliga-Partien auf einen Sieg.

  • Am Samstag steht das Top-Spiel gegen Mönchengladbach an.

  • Der Rekordmeister geht standesgemäß als Favorit in das Aufeinandertreffen.

Köln - Ein Remis gegen Augsburg, eine Niederlage in Berlin und zuletzt unter der Woche ein Unentschieden gegen Amsterdam in der Champions League: Der FC Bayern München ist mit seiner Ausbeute aus den letzten drei Pflichtspielen unzufrieden. Am 7. Spieltag kommt es zum Kracher gegen die in dieser Saison wiedererstarkte Borussia aus Mönchengladbach. Fünf Gründe, warum der Deutsche Meister gegen die Fohlen zu alter Form findet.

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1) Der Hunger ist da

"Wir müssen die Knochen aufrichten und nun alles auf Samstag richten", sagte Thomas Müller nach dem 1:1 gegen Ajax. "Wir müssen gut reagieren und auf jeden Fall am Samstag gewinnen", konstatierte auch Arjen Robben. Die Bayern waren nach dem Remis in der Champions League enttäuscht.

Gegen Gladbach wollen sie sich den Frust von der Seele schießen. Das Rezept? "Wir müssen es wieder mehr schaffen, durch unseren Ballbesitz den Gegner hinten einzuschnüren, Druckphasen zu haben und Chancen herauszuspielen", äußerte Joshua Kimmich.

Tabellenplatz zwei ist für den Deutschen Meister - egal, wie die Punkteausbeute aussieht - standesgemäß zu wenig: Die Borussia sollte nicht mit einem frustrierten Gegner rechnen - sondern einem, der mit voller Kraft darauf aus ist, Wiedergutmachung zu betreiben.

2) Lewandowski treffsicher

Gegen den FCA pausierte Robert Lewandowski, gegen die Hertha und Amsterdam erzielte er kein Tor. Dass zwei Einsätze ohne Treffer für etwas Verwunderung sorgen, spricht für den Torjäger. Zwei Bundesliga-Duelle in Folge ohne Lewandowski-Tor gab es, wenn er auf dem Platz stand, zuletzt im November 2016.

Und in der noch jungen Saison präsentierte sich der Torschützenkönig der Bundesliga bislang gewohnt treffsicher: Acht Tore in neun Pflichtspielen sprechen eine klare Sprache. In der Bundesliga traf Lewandowski in fünf Vergleichen dreimal, ist sicher darauf aus, seine letztjährige Trefferausbeute in Höhe von 27 Toren in dieser Spielzeit zu übertrumpfen.

Robert Lewandowski befindet sich auch 2018/19 in starker Verfassung
Robert Lewandowski befindet sich auch 2018/19 in starker Verfassung © gettyimages / Thomas Kienzle / AFP

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3) Dreimal ohne Sieg? Lange ist es her

Dass der FC Bayern letztmals dreimal in Folge in der Bundesliga ohne Dreier blieb, ist schon eine Weile her: 2014/15 verlor der FCB gar dreimal in Serie - als bereits feststehender Bundesliga-Gewinner.

Zwei Partien ohne Erfolg gab es seitdem fünfmal. Das Team von Trainer Niko Kovac macht also zwar eine für die Münchner eher ungewöhnliche Phase durch - dass die ungewöhnlich ist, verrät aber eine Menge über die außergewöhnliche Klasse des Clubs und den damit verbundenen Erfolgswillen.

4) Statistisch Spitzenklasse

Die Kovac-Elf spielt nicht nur ansehnlichen Fußball, auch die Zahlen sprechen für sie. In bewährter Manier hatte der Rekordmeister bislang 65 Prozent der Ballbesitzphasen und eine Passquote in Höhe von 88 Prozent. 111 Torschüsse gaben die Süddeutschen ab, ließen derweil nur 43 zu. Alles Zahlen, die Bundesliga-Spitze bedeuten.

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5) Gesunde Rotation

Kovac kann auf jeder Position auf einen Top-Akteur setzen, auf den meisten sogar auf mehrere. Die Leistungsdichte ist enorm: In der Innenverteidigung sind Mats Hummels, Jerome Boateng und Niklas Süle die Anwärter auf zwei Plätze. Im Zentrum bieten sich James Rodriguez, Thomas Müller, Thiago, Javier Martinez, Leon Goretzka und Renato Sanches an. Auf den offensiven Außenbahnen kämpfen Arjen Robben, Franck Ribery und Serge Gnabry um die Plätze in der ersten Elf.

Durch das Angebot bietet sich Kovac die Möglichkeit, einerseits seine Leistungsträger in drei Wettbewerben gesteuert einzusetzen, sich andererseits taktisch individuell auf jeden Gegner einzustellen.