
Freiburg in Topform – nur Arsenal und Barça halten mit
Drei Bundesliga-Spiele, drei Siege und Platz eins: Der SC Freiburg erlebt einen historischen Saisonstart. Auch international gehört das Team von Julian Schuster aktuell zu einem äußerst exklusiven Kreis.
Erstmals in seiner Bundesliga-Geschichte ist der Sport-Club Freiburg mit drei Siegen in eine Saison gestartet. Mit zehn Toren und einer Tordifferenz von plus neun fällt die Bilanz sogar außergewöhnlich deutlich aus: Nach drei Spieltagen schnitten in der Bundesliga-Historie nur der FC Bayern fünfmal und Borussia Dortmund zweimal noch besser ab.
Für den SC ist es erst die vierte Tabellenführung überhaupt. 2000/01 und 2024/25 stand Freiburg jeweils nach dem ersten Spieltag oben, 2022/23 nach dem fünften. Verteidigen konnten die Breisgauer Platz eins bislang noch nie. Seit der letzten Freiburger Tabellenführung im August 2024 gab es zudem lediglich drei andere Spitzenreiter: Heidenheim, Bayern und Augsburg.

Nur Arsenal und Barça halten mit
Der Traumstart beschränkt sich längst nicht auf die Bundesliga. Auch die beiden Partien in der Conference-League-Qualifikation gegen Motherwell und das DFB-Pokalspiel in Düsseldorf gewann Freiburg. Damit steht der SC saisonübergreifend in allen Wettbewerben bei sechs Siegen aus sechs Pflichtspielen. In Europas fünf großen Ligen gibt es aktuell nur drei Teams, die in dieser Saison wettbewerbsübergreifend noch eine perfekte Bilanz aufweisen: Arsenal, Barcelona und Freiburg.
Die Breisgauer erzielten in ihren sechs Partien bereits 22 Treffer, verteilt auf elf verschiedene Spieler. Das 5:0 gegen Borussia Mönchengladbach war zudem gemeinsam mit dem 5:0 gegen Bremen im Februar 2025 der höchste Bundesliga-Sieg unter Julian Schuster, der sich in dieser Form vor keinem Gegner verstecken muss.

Schuster prägt die nächste Freiburger Ära
Dass Freiburg seinen Weg auch nach Christian Streich konsequent fortsetzt, ist eng mit Julian Schuster verbunden. Seit er 2024 nach zwölfeinhalb Jahren Streich das Amt übernahm, führte er den SC in seinen ersten beiden Spielzeiten jeweils in den Europapokal. Mit durchschnittlich 1,6 Punkten pro Bundesliga-Partie weist Schuster sogar den besten Punkteschnitt eines Freiburger Trainers auf.
Bemerkenswert ist dabei auch die Kontinuität des Clubs: Seit 1991 ist der 41-Jährige nach Volker Finke, Robin Dutt, Marcus Sorg und Streich erst der fünfte Cheftrainer des SC. Mit Matthias Ginter, Vincenzo Grifo, Christian Günter, Lucas Höler, Lukas Kübler und Philipp Lienhart stehen zudem noch sechs Profis im aktuellen Kader, mit denen Schuster einst selbst zusammenspielte. Acht Jahre nach seinem Karriereende ist er nun als Trainer drauf und dran, die nächste große Freiburger Ära prägen – und der aktuelle Höhenflug deutet an, dass es für den SC noch weiter nach oben gehen könnte.